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Leuchtmittel-Guide Teil 4

Die Entscheidungshilfe: Energiesparlampe oder LED?

Schwere Entscheidung: Energiesparlampen sind (noch) günstiger. Aber LEDs können mehr und ihnen gehört die Zukunft. Die Fakten im Überblick.

LED oder Energiesparlampe? Beide haben ihre Vorzüge.

iStock.com/lucky336

Der Gang zum Händler oder der Blick in die Online- oder „Offline“-Kataloge macht jedes Mal aufs Neue klar, dass beim Lampenkauf fast immer eine Grundsatzentscheidung fällig wird: Energiesparlampe oder LED? Oft genug scheint allein das Preisschild bei der Beantwortung dieser Frage ausschlaggebend zu sein, denn noch sind LEDs in vielen Fällen etwas teurer. Doch in zunehmendem Maße gleichen sich die Preise an, und dann kann die LED ihre technischen Vorteile ausspielen. Folgende Aspekte sollten die Entscheidung beeinflussen.

Auch wenn Energiesparlampen derzeit preiswert und leistungsfähig sind, existieren sie schon seit den 80er-Jahren und haben ihr Entwicklungspotenzial mittlerweile ausgeschöpft.

LED-Lampen sind dagegen erst seit einigen Jahren am Markt verfügbar und machen derzeit eine rasante Entwicklung durch. Die macht sich vor allem in schnell sinkenden Preisen, aber auch in wachsender Effizienz und einer immer größeren Auswahl an Formen und Farben bemerkbar. Die Fakten:

LEDs ...

  • ... sind wesentlich langlebiger als Energiesparlampen.
  • ... sind sparsamer als Energiesparlampen.
  • ... überstehen mehr Schaltvorgänge und haben eine kürzere Startzeit.
  • ... enthalten kein Quecksilber.
  • ... sind in einer größeren Auswahl von Formen und Größen erhältlich. 

Aus technischer und ökologischer Sicht spricht also alles dafür, beim Kauf lieber zur LED zu greifen. Es ist zudem zu erwarten, dass sich diese modernere Technik in den nächsten Jahren vollständig am Markt durchsetzt.

Eine LED-Lampe kann zurzeit (Stand Oktober 2015) jedoch mehr kosten und abhängig von Hersteller und Modell vier bis sechs Mal so teuer sein wie eine vergleichbare Energiesparlampe. Hier ist klar, dass die Mehrkosten über den Stromverbrauch nur über einen längeren Zeitraum eingespart werden können. In folgendem Beispiel haben wir eine Helligkeit von 480 Lumen und eine Brenndauer von 3 Stunden/Tag vorausgesetzt: 

Energiesparlampe:

  • Leistung: 9 Watt
  • Stromverbrauch/Jahr: 9,9 kWh
  • Stromkosten/Jahr: 2,67 Euro (bei 0,27 Euro/kWh)

LED:

  • Leistung: 5 Watt
  • Stromverbrauch/Jahr: 5,5 kWh
  • Stromkosten/Jahr: 1,49 Euro (bei 0,27 Euro/kWh)

Ein um 10 Euro höherer Kaufpreis für ein LED-Leuchtmittel zum Beispiel hat sich also frühestens nach rund 8,5 Jahren amortisiert, 20 Euro Preisunterschied dementsprechend erst nach 17 Jahren. Angesichts der enormen Lebensdauer von LED-Lampen ist diese Betriebsdauer jedoch erreichbar.

Hinweis: Die Quecksilberbelastung aktueller Energiesparlampen ist unbedenklich

Im Zusammenhang mit Energiesparlampen ist auch immer wieder von deren Quecksilbergehalt und damit verbundenen Gefahren die Rede. Laut Stiftung Warentest besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Die enthaltenen Quecksilbermengen sind so gering, dass selbst eine zerbrochene Lampe die Raumluft nur unwesentlich belastet. Einfaches Lüften und die fachgerechte Entsorgung der Scherben genügen bereits, um jegliche Gesundheitsgefahr abzuwenden.

Fazit

Ob man sich für LED oder Energiesparlampe entscheidet, hängt also nicht zuletzt vom Preis ab. Bei geringer Brenndauer einer Lampe ist die Wahrscheinlichkeit, hohe Mehrkosten über den Strompreis einzusparen, eher gering. Bei intensiver Nutzung kann sich die Investition jedoch schon nach wenigen Jahren rechnen. Sollten zwei gleichwertige Lampen bei ähnlichem Preis zur Auswahl stehen, ist die LED-Lampe in jedem Fall die bessere Wahl.

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