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Vernetzte Lampen

Lightify ersetzt Lichtschalter: Jetzt wird smart geknipst!

Mit dem Lightify-System von Osram steuert man das Licht ganz leicht per Smartphone und App, egal von welchem Ort.

Frau steuert die Farbe des Osram Lightfy über das Tablet.

© 2016, OSRAM GmbH

Ob bei Sonneneinstrahlung oder Nebel, beim Essen, Lesen oder Arbeiten, in der Küche, im Bad, Schlaf- oder Wohnzimmer: In jeder Situation die passende, am besten automatisch reagierende, Beleuchtung zu finden, ist eine echte Herausforderung. Abhilfe verspricht das System Lightify von Osram, das aus diversen LED-Leuchtmitteln und weiteren Komponenten besteht, die sich vernetzen und über eine App bedienen lassen.

Wer als Smart-Home-Enthusiast die Möglichkeiten dieser „Lichtorgel“ erst einmal testen möchte, findet mit dem Starter-Kit (inklusive Gateway und einem Leuchtmittel) von Lightify einen ersten Einstieg. Es besteht aus einem Gateway und einer LED-Glühlampe mit Farbsteuerung und ist für rund 70 Euro zu haben.  Die erste Hürde, die sich bei der Installation auftut, ist die sehr knappe Schnellanleitung, die den Leser mit ihren Piktogrammen zunächst einmal ins Grübeln bringt. Nach mehrmaligem Wenden des Zettels ist dann aber alles klar: Der Anwender muss über ein eingerichtetes WLAN verfügen sowie dessen Zugangsdaten und ein Smartphone (oder Tablet) bereithalten. Im ersten Schritt wird das mitgelieferte Leuchtmittel in eine passende E27-Fassung eingeschraubt, anschließend wird die Lightify-App installiert. Jetzt gestaltet sich der Rest der Einrichtung auch für Menschen ohne große Technikerfahrung recht einfach – wenn auch umfangreich.

Konfiguration in zahlreichen Schritten

Osram Lightfy Starter-Kit

Die App beginnt mit der unmissverständlichen Aufforderung „Jetzt starten“ und führt den Anwender durch die insgesamt zehn Einrichtungsschritte. Vom Scannen des QR-Codes auf dem Lightify-Gateway, über das Anlegen eines Benutzerkontos, die Anmeldung am WLAN und die Registrierung des ersten Leuchtmittels sind alle Schritte gut dokumentiert und leicht verständlich. Trotzdem sollte man ungefähr eine Viertelstunde einkalkulieren, bis sich das erste Aha-Erlebnis beim Ein- und Ausschalten der Lampe einstellt. Mit dem eigenen Benutzerkonto und der App kann man sich danach weltweit per Internet in die Lightify-Cloud einloggen und die Beleuchtung zu Hause steuern.

Ein wichtiger Kritikpunkt: Zur Absicherung des Benutzerkontos gegen Missbrauch ist ein sicheres Passwort dringend empfehlenswert. Denn durch Nutzung eines zu unsicheren Passworts (immer wieder gern genommen: „12345“, „Passwort“, das eigene Geburtsdatum oder Ähnliches) steigt die Gefahr, dass Hacker das Lightify-Konto knacken und die Kontrolle über die smarte Beleuchtung übernehmen. Die App weist jedoch nicht darauf hin und lässt den Anwender über die möglichen Risiken im Unklaren.

Licht in reichlicher Vielfalt

Ist die Einrichtung des Gateways erst einmal abgeschlossen, bietet sich dem Anwender eine Fülle von Nutzungsmöglichkeiten: Die registrierten Leuchtmittel lassen sich zum Beispiel raumweise zu Gruppen zusammenfassen und gemeinsam ein- und ausschalten. Gut: Jeder Schaltvorgang wird ohne spürbare Verzögerung ausgeführt. Der Anwender kann zudem jede einzelne Lampe auswählen und nach Bedarf dimmen, separat schalten oder den Weißton zwischen 1900 (Kerzenlicht) und 6500 Kelvin (kühles Tageslicht) einstellen. Sogar die Schaltverzögerung beim Ein- und Ausschalten lässt sich festlegen.

Lightify-Lampen mit dem Kürzel „RGB“ in der Typenbezeichnung erlauben zudem die Auswahl eines von 16 Millionen einstellbaren Farbtönen. Um die gewünschte Einstellung nicht jedes Mal von neuem vornehmen zu müssen, kann sie als Standard bei Betätigung des (externen) Lichtschalters festgelegt werden. Besonders praktisch: Durch das Anlegen eines Timers lässt sich die Beleuchtung zur Abwehr von Einbrechern automatisch steuern. Und das „Wake-Up-Light“ dimmt Lampen zum Aufwachen langsam in die gewünschte Helligkeit und Lichtstimmung. 

Bedienung mit Denkpausen

Die Bedienung der Lightify-App ist leider weit davon entfernt, so einfach und intuitiv von der Hand zu gehen wie das Drücken eines Lichtschalters. Das liegt vor allem an der unglücklichen Strukturierung der Bedienelemente: Zwar lassen sich die Leuchtmittel gruppieren und gemeinsam ein- und ausschalten. Zum Dimmen oder Einstellen der Lichtfarbe muss man jedoch umständlich in die Geräteliste wechseln und jedes Leuchtmittel einzeln auswählen. Tippt man die Gruppeneigenschaften an, landet man nur im Menü zur Auswahl der dazugehörigen Leuchtmittel. So fordert die App dem Anwender immer wieder Denkpausen und Menüwechsel ab, die den Spaß an der Lichtsteuerung spürbar dämpfen.

Die Lightfy App 

So viel kostet das Lightify-System

Die Kosten für das Osram Lightify-System liegen zwar geringfügig niedriger als bei Philips Hue, sind aber immer noch recht hoch. Los geht’s mit dem Starter-Kit aus Gateway und einer Lampe mit Farbsteuerung für rund 70 Euro. Die Preise der einzelnen Leuchtmittel lassen den Käufer staunen: Das günstigste Angebot ist eine einfache dimmbare Lampe mit Weißlicht und E27-Fassung für rund 20 Euro. Wer die einstellbare Farbtemperatur haben möchte, muss dagegen schon 30 Euro ausgeben. Mit Farbsteuerung sind es dann 40 bis 50 Euro – pro Lampe wohlgemerkt. In der Summe muss man also etliche hundert Euro für den gesamten Haushalt einkalkulieren.

Fazit

Das Osram-Lightify-System funktioniert von technischer Seite her bestens. Es bietet einen großen Funktionsumfang und zahlreiche Möglichkeiten, für angenehmes und smart gesteuertes Licht zu sorgen. Die wenig intuitive Bedienung der App und die hohen Kosten für die Leuchtmittel dämpfen den Spaß jedoch spürbar.

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