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Title: Beleuchtung
Smartes Licht

Mehr Kompatibilität soll den Trend stärken

Wenn es nach Google und WiZ geht, werden künftig noch mehr Smart-Home-Unternehmen ihre Produkte zugunsten breiter Kompatibilität öffnen.

© WiZ / Smarte Zusammenarbeit: Auf der CES präsentierte WiZ seine Kooperation mit Google.

© WiZ / Smarte Zusammenarbeit: Auf der CES präsentierte WiZ seine Kooperation mit Google.

Smart Home ist eine große Verheißung. Das intelligente Zusammenspiel von Diensten und Geräten verspricht Komfort, Unterhaltung, Sicherheit und noch viel mehr.

Es gibt aber auch warnende Stimmen davor, dass die Hersteller von Smart-Home-Produkten sich selbst ein Bein stellen könnten. Denn die umfassende Vernetzung ergibt für den Nutzer nur dann wirklich Sinn, wenn sie unkompliziert und weitreichend kompatibel ist.

Mehr Kompatibilität angemahnt

Eine dieser mahnenden Stimmen kam unlängst von WiZ, einem Hersteller innovativer Lichtsysteme. Thomas Walch, Market Manager Consumer Electronics bei WiZ, sagte anlässlich der Consumer Electronics Show (CES) im Januar 2018 in Las Vegas, noch mehr Unternehmen müssten den Kunden eine „herstellerübergreifende Kompatibilität ihrer Produkte“ bieten. Ohne diese „notwendige Öffnung“ sehe WiZ eine nachhaltige Weiterentwicklung des Smart-Home-Trends gefährdet, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Sprich: die Kunden wollen nicht bei jedem neuen Produkt erst nachforschen müssen, ob es mit der bereits vorhandenen smarten Infrastruktur harmoniert. Das gut alte Plug-and-Play-Versprechen sollte schließlich 2018 längst eine Selbstverständlichkeit sein.

© Philips / Stimmungsvolles Licht auf Zuruf: smarte Beleuchtung ist auch auf der jüngsten CES wichtig.

WiZ beließ es aber nicht bei der dringlichen Mahnung, sondern ging auch gleich einen Schritt voran. Anlässlich der CES stellten WiZ und Google ihre neuerdings vertiefte Partnerschaft vor: Google präsentierte sich mit einem Demonstrator seiner Sprachsteuerung Google Assistant am WiZ-Stand, zudem stellte der Daten-Konzern sechs neue smarte WiZ-Lampen in der Google Assistant Partner Gallery vor.

Andere Firmen sollen mitziehen

Ziel von WiZ sei, so Walch weiter, die wichtigsten Unternehmen der Smart-Home-Branche als Partner zu gewinnen. Das Google-Home-System habe dabei schon jetzt eine herausragende Bedeutung, da WiZ-Kunden darin smarte Lampen und Leuchtmittel via Sprache steuern könnten. WiZ öffne zudem seine Technologie für andere Unternehmen – und hoffe, dass andere Unternehmen im Sinne des auch wirtschaftlich sehr vielversprechenden Smart-Home-Trends nachziehen.

Auf der CES präsentierte WiZ auch einige neue Lighting-Produkte, beispielsweise den Projektor Graal, der sich unabhängig per App oder Fernbedienung programmieren und steuern lässt. Neben Farblicht streut Graal auch Weißtöne in tausenden Schattierungen von Warmweiß bis hellem Tageslicht.

Ebenfalls über die WiZ-App zu steuern ist die Tischlampe Quest. Ihr kugelförmiger Schirm lässt sich drehen, damit die Lichtrichtung je nach Bedürfnis ausgerichtet werden kann. Dabei in Las Vegas war auch die smarte Tischleuchte Hero, die sich per Google Assistant oder Amazons Alexa steuern lässt, sowie mehrere neu entwickelte WiFi-LED-Leuchtmittel.

Digitales Licht bleibt Trendthema

Überhaupt ist intelligentes Licht eines der wichtigen Themen der Smart-Home-Welt. Einer repräsentativen Umfrage des Digitalbranchenverbands Bitkom zufolge wollen rund fünf Prozent der Bundesbürger dieses Jahr Produkte aus dem Bereiche smarte Beleuchtung anschaffen.

Dabei folgt auch das Ikea-Lichtsystem Tradfri dem Wunsch vieler nach Kompatibilität. Nachdem die Lampen des schwedischen Möbelgiganten mittlerweile auch auf Alexa, Siri oder den Google-Assistant hören, ist neuerdings auch die Anbindung ins Hue-System von Philips möglich. Alle Leuchtmittel der relativ preisgünstigen Tradfri-Reihe können so nun auch über Hue angesteuert werden.

© Philips / Das Hue-System von Philips arbeitet jetzt auch mit Ikeas Tradfri zusammen.

Apropos Philips: der Lichtspezialist stellte auf der CES auch seine Zusammenarbeit mit Razer vor. Deren Gaming-Gadgets sollen künftig auch mit dem Hue-System kombiniert werden können und so eine spannende, farbige Gaming-Umgebung schaffen. Das freilich geht manchen Nutzern noch nicht weit genug: sie wünschen sich smarte Beleuchtung, die sich an den Bildschirminhalt anpasst und entsprechend dimmt oder aufhellt.

Smartes Licht soll öffentliches Geld sparen

Schlaues Licht ist übrigens nicht nur im Innern gefragt. So forciert etwa Bosch im Sinne der Smart City Lösungen zur intelligenten Straßenbeleuchtung. In der nahe San Francisco gelegenen Stadt San Leandro wurden versuchsweise 5000 smarte Straßenlaternen installiert. Diese LED-Lampen sollen beispielsweise nur dann leuchten, wenn auch tatsächlich Licht benötigt wird. Im Laufe der nächsten 15 Jahre soll die Stadt so mehrere Millionen Dollar an Stromkosten einsparen können, hieß es seitens Bosch.

© Bosch / Auf der CES vorgestellt: Bosch engagiert sich für Smart Citys.

Im smarten Zuhause wiederum bleibt es wichtig, das Licht möglichst umstandslos anpassen zu können: Fürs gemütliche Dinner zu zweit muss ein warmes, gedämpftes Licht ebenso leicht abzurufen sein wie ein schattenarmes, helles Licht für Arbeitssituationen. Und wenn das System bei der nächsten Party auch noch die Stimmung unterstützt – umso besser.

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