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Title: Beleuchtung
Praxistest

Smartes Licht malen: Model F von Luke Roberts im Test

Man könnte fast denken, Licht geht nicht smarter als es uns Philips mit der Hue Familie zeigt. Doch das Startup Luke Roberts hebt smartes Licht mit seinem "Model F" auf eine ganz neue Ebene. Was es bedeutet Lichtstimmungen zu "malen" habe ich ausprobiert.

© Chris Bertko

© Chris Bertko

Dass buntes Licht, welches Ambiente schafft, durchaus ein interessantes Geschäftsfeld ist, bewies Philips in den vergangenen Jahren mit seinen Hue Leuchten eindrucksvoll. Schon lange umfasst das Portfolio nicht mehr nur Leuchtmittel, welche gegen die konventionellen, unsmarten Modelle ausgetauscht werden können, sondern inzwischen ist Hue erwachsen geworden und bietet komplette (Design)-Lampen an.

Geht das noch smarter?

Schaut man auf das „Model F“ aus dem Hause Luke Roberts, lässt sich diese Frage sehr schnell mit „ja“ beantworten. Eine Pendellampe mit 300 einzeln steuerbaren LEDs auf der Ober- und Unterseite, ermöglichen es, Lichtstimmungen zu erzeugen und Lichtakzente zu setzen. Finanziert wurde die Idee vom smarten Licht via Crowdfunding auf Kickstarter.com. Und statt der benötigten 50 000 Euro, sammelte das Startup mit seiner Idee stolze 409 000 Euro für sein Projekt „FLUXO“ ein.

© Chris Bertko / Unboxing Luke Roberts Model F. 
Die Community glaubte an das smarte Licht und so mussten die Gründer abliefern. Und genau jenes tun sie gerade. FLUXO wird inzwischen als „Model F“ von Luke Roberts an die Unterstützer ausgeliefert und auch alle anderen, können die smarte Lampe für knapp 700 Euro käuflich erwerben. Grund genug, sich das schlaue Licht einmal genauer anzusehen:

1. Unboxing

Der Karton macht durch sein relativ hohes Gewicht mit knapp 3,5kg einen pompösen Eindruck. Packt man die smarte Lampe aus wird klar, woher die diese ihr Gewicht bekommt. Die „Model F“ Leuchte hat eine rillenartige Aluminium Oberfläche, welche extrem hochwertig wirkt. Wahrscheinlich ist es auch jenes Material, welches die Lampe so schwer macht, was jedoch die Wertigkeit noch einmal unterstreicht.

© Chris Bertko / Die rillenartige Aluminium Oberfläche unterstreicht das wertige Design.

Auf der Unterseite der Luke Roberts Leuchte wurde mit Kunststoff gearbeitet, welcher einen Milchglaseffekt hat, um Reflexionen zu verhindern. Leider passt das so gar nicht in das Designbild der Leuchte. Wobei es weniger der Kunststoff an sich ist, sondern viel mehr die Tatsache, dass man jede einzelne LED durchscheinen sieht.

Mit seinem 30cm Durchmesser und 7,3cm in der Höhe, ist die Lampe viel kleiner als die Produktbilder des Herstellers vermuten lassen. In großen, hohen Räumen, wie es in Altbauwohnungen häufig der Fall ist, könnte die Lampe etwas „verloren“ wirken.

© Chris Bertko / Milchglas-ähnliches Kunststoff auf der Unterseite lässt LEDs durchscheinen.

2. Montage

Wer schon einmal eine Lampe installiert hat, der wird auch hier nicht scheitern. Wichtig: Das Model F von Luke Roberts arbeitet mit 12Volt! Der Trafo sitzt im Sockel der smarten Leuchte.

© Chris Bertko / Die smarte Lampe arbeitet mit 12V - niemals direkt an 230V anschließen!
Und mit diesem beginnt auch die Montage. Der Lampensockel wird mit zwei Schrauben an der Decke montiert. Danach wird das Lampenkabel durch die Abdeckung gefädelt und durch zwei Montagehaken in der Lampe geführt. Dieser Teil war recht tricky, da nicht sofort klar ist, wie das Kabel in im Sockel in die Hackel gefädelt werden muss. Die 3,2kg der Lampe machen diese Übung auch nicht unbedingt einfacher. Eine zweite helfende Hand ist hier von Vorteil.

© Chris Bertko / Trafo im Sockel der Leuchte.

Hängt die Lampe zu tief, so kann man das Kabel im Sockel einfach „aufwickeln“. Somit lässt sich die Länge von 1,2 Meter auf bis zu 20 Zentimeter kürzen.

© Chris Bertko / Kabel kann durch aufwickeln gekürzt werden.

Übrigens: die 300 stufenlos dimmbaren LEDs bringen es auf bis zu 4000 Lumen. Das ist in etwa so viel wie eine herkömmliche 300 Watt Glühbirne schafft, oder anders ausgedrückt, soviel Licht wie 5 konventionelle 60Watt Glühbirnen bringen und dürfte damit für die meisten Räume mehr als ausreichend sein.  

© Chris Bertko / Die Kabellänge kann zwischen 1,2 Meter und 20 Zentimetern variiert werden.

3. Die App

Was wäre die smarte Lampe nur ohne App-Steuerung? Und diese ist Luke Roberts sehr einfach und intuitiv gelungen. Vielleicht sogar schon zu einfach. Denn für die Ersteinrichtung muss das Smartphone nicht kompliziert mit der Lampe verbunden werden. Die App findet die Bluetooth Verbindung automatisch. Das ist für die Installation recht toll, doch bedeutet dies auch, dass jeder, der an meinem Wohnzimmer vorbeiläuft und die App auf dem Smartphone hat, das Licht steuern kann.

© Chris Bertko / Luke Roberts App - Ober und Unterseite der Lampe können gesteuert werden.

Via App können zum einen die LEDs auf der Oberseite der Lampe in Farbe variiert und in der Helligkeit gedimmt werden. Diese LEDs können hervorragend für ein indirektes Licht eingesetzt werden. Die LEDs auf der Unterseite können in ihrer Farbtemperatur zwischen 2.700 Kelvin (warmweiß) und 4.000 Kelvin (kaltweiß) stufenlos variiert und natürlich gedimmt werden.

© Chris Bertko / Durch Malen wird die Farbe und Intensität der einzelnen LEDs gesteuert.
Während man bei Marktbegleitern wie den Hue Lampen lediglich alle LEDs gleichzeitig dimmt und in der Farbe variiert, steuert man beim Model F wirklich jede einzelne LED separat. Das klingt aufwändig und komplex – ist es aber nicht. Denn die Jungs von Luke Roberts haben es so gelöst, dass man die Lichtfarben wie in Paint „malt“. Dafür gibt es zwei Kreise in der App. Der erste für die LEDs auf der Oberseite der smarten Lampe. Der zweite Kreis ist für die LEDs auf der Unterseite der Lampe.

Über einen Farbpicker wählt man die gewünschte Lichtfarbe und „malt“ dann mit dem Finger jene Flächen aus, dessen LEDs die Farbe annehmen sollen. So lassen sich perfekt Lichtakzente im Raum setzen.

Für den schnellen Start in der App gibt es natürlich schon vorgefertigte Lichtszenen von Spotlight (grelles kaltweißes Licht) über Chillout (blau-violette Lichtstimmung) bis hin zu Candle Light (rot-gelbes Licht - einem Kerzenschein nachempfunden).

© Chris Bertko / Vordefinierte Lichtszenen für den schnellen Start.

Weitere Lichtstimmungen lassen sich hinzufügen. Die eigenen, gespeicherten Lichtszenen erscheinen in der gleichen Liste, wie auch die vordefinierten. Der Wechsel zwischen den Lichtszenen geht super schnell und flüssig.

© Chris Bertko / Liste der gespeicherten Lichtszenen.

4. Künstliche Intelligenz

Das Smart Home aber nicht bedeutet, dass wir ab sofort alles via Smartphone steuern, sollte klar sein. Denn wie unpraktisch wäre es, wenn man beim Betreten eines Raumes erst einmal das Smartphone zücken müsste?

Und so lässt sich das Model F von Luke Roberts natürlich auch via Schalter bedienen. Dabei kann in der App festgelegt werden, ob die Lampe nach dem Einschalten am konventionellen Lichtschalter immer mit einer vordefinierten Lichtszene angehen soll oder, ob die Lampe selbst entscheiden soll, welche aktuell die beste Lichtstimmung wäre. Hierbei lernt die App per KI (künstlicher Intelligenz) vom Benutzer. Im Test hat diese Funktion hervorragend funktioniert. Ich hatte die Lampe im Flur installiert und an verschiedenen Tageszeiten, unterschiedliche Lichtszenen genutzt.

Die Luke F hat schnell gemerkt, dass nachts vorrangig die indirekte Beleuchtung gewünscht war und morgens eine Lichtszene mit hohem Blauanteil bevorzugt wird, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Hat man die Lampe über den Lichtschalter aktiviert, so entschied diese sich meist für die richtige Lichtszene.

© Chris Bertko / Luke Roberts Model F kann indirekte und direkte Beleuchtung.

5. Sprachsteuerung

Da die smarte Lampe von Luke Roberts via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden wird, ist jenes auch die Bridge (lies: Brücke), wenn ein Sprachassistent wie Amazon Alexa genutzt werden soll.
Heißt: Sprachsteuerung funktioniert nur, wenn das Smartphone in der Nähe der smarten Lampe ist – ansonsten ist diese unsmart. Und natürlich muss der Lichtschalter eingeschaltet sein. Denn auch ohne Strom ist das Model F sehr unsmart.

© Chris Bertko / Einstellungen der Luke Roberts App.

Via Amazons Sprachassistent kann die Lampe ein- sowie ausgeschaltet, gedimmt und in der Farbe variiert werden. In der App angelegte Lichtszenen können leider nicht direkt aufgerufen werden.

© Chris Bertko / Viele raffinierte Lichtszenen sind mit dem Model F möglich.

Fazit

Mit dem Model F ist es Luke Roberts wirklich gelungen, smartes Licht auf eine ganz neue Ebene zu heben! Ich bin stark beeindruckt von der Lichtqualität und der einfach zu bedienenden App, mit welcher es die Jungs von Luke Roberts vollends geschafft haben, die Komplexität der Steuerung von 300 einzeln LEDs, auf die Einfachheit eines „Malprogrammes“ zu extrahieren.

Chapeau dafür!

In Punkto Konnektivität hätte ich mir für die Praxistauglichkeit eher WLAN anstelle der Bluetooth Verbindung gewünscht. So könnte die smarte Lampe, auch ohne einem Smartphone in der Nähe, via Sprachassistent agieren oder man könnte auch von unterwegs schauen, ob das Licht aus ist.

Apropos Licht aus: Einen integrierten Bewegungsmelder vermisse ich beim Modell F sehr.

In Summe lässt sich sagen: das Model F von Luke Roberts zeigt klar den Status Quo, was mit smartem Licht wirklich möglich ist.

Allerdings hat dies auch seinen Preis: 699 Euro ist die UVP des Herstellers.

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