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Title: Energie sparen
Wasser sparen im Smart Home

Amphiro B1: Kinderleicht Wasser sparen

Wer weiß schon, wie viel Wasser ein Duschgang verbraucht? Mit dem Amphiro B1, einem Display unter der Dusche, wissen wir es nun ganz genau. Wir haben den Wasserspar-Helfer getestet.

© Chris Bertko

© Chris Bertko

"Du lernst nicht für die Schule, sondern fürs Leben." Wer hat den Spruch nicht auch in seiner Schulzeit vorgebetet bekommen? Ich habe mir indes immer gewünscht wirklich mal etwas für das echte Leben zu lernen. Zum Beispiel wie viel eine Kilowattstunde Strom kostet und wie man den Stromanbieter wechselt. Oder wie man eine Wasseruhr richtig abliest und wie viel Kubikmeter Wasser ein durchschnittlicher Haushalt im Monat verbraucht.

Während wir das Datenvolumen auf dem Handy als Flatrate nutzen können und unsere Telefonkosten jederzeit im Blick haben, sieht es bei Strom und Wasser ganz anders aus. Die wenigsten von uns gehen regelmäßig zum Zähler, notieren sich dessen Stand und werten aus, was sie Monat für Monat verbrauchen. Ich habe das seit unserem Einzug in das Eigenheim gemacht. Stolze zehn Kubikmeter Wasser hatten wir in einem Monat verbraucht. Das sind 10.000 Liter! Nach dem Schock kam die Frage: Woher kommt der hohe Wasserverbrauch?

© Pixabay / Wasseruhr regelmäßig ablesen und Verbrauch kontrollieren

Wer weiß schon was eine Spülmaschine an Wasser verbraucht und ob mit der Hand abwaschen nicht sparsamer wäre? Wie viel Wasser spülen wir die Toilette herunter und was verbrauchen wir beim Duschen? Und was kostet ein Kubikmeter Wasser eigentlich?

Die Frage nach dem Preis war schnell geklärt. Frischwasser in Trinkqualität ist meiner Meinung nach viel zu günstig. 1,36 Euro kosten bei uns 1.000 Liter Wasser – also ein Kubikmeter. Teurer ist da schon die „Entsorgung“, wenn man an die Kanalisation angeschlossen ist. Bei uns sind es stolze 4,53 Euro die dann nochmal pro Kubikmeter zu Buche schlagen.

Eine Suche im Internet gab schnell Aufschluss zu den restlichen Fragen. Die Spülmaschine braucht je nach Modell und Größe zwischen 7 und 20 Litern und eine Toilette im Mittel 6-8 Liter pro Spülung. Ältere Spülkästen verschwenden bis zu 15 Liter pro Spülung.

Damit kam nur noch die Dusche in Frage auf der Suche nach unserem hohen Wasserverbrauch. Laut Internet verbraucht ein durchschnittlicher Duschgang 35-40 Liter Wasser. Doch ist unsere Familie durchschnittlich? Das wollte ich genau wissen.

Zwischengeschraubt: Amphiro B1

Der Amphiro b1 connect verspricht nicht nur, dass er die Wassermenge pro Duschgang auf den Liter genau angibt, sondern auch, dass er kinderleicht zu montieren ist. Und obendrein ist der Amphiro auch noch smart. Dank Bluetooth-Verbindung werden alle relevanten Daten der letzten Duschgänge auf das Smartphone geschickt und das ganz ohne Batterie. Aber der Reihe nach.

© Chris Bertko / Amphiro B1 macht die Dusche smart

Montage – die Dusche wird smart

Der Amphiro wird einfach zwischen Duschschlauch und Duschkopf, bzw. Handbrause geschraubt. Werkzeug? Fehlanzeige. Wie versprochen, gelingt die Montage also kinderleicht.
 
Ein kleiner Propeller im Gerät dient nicht nur als Messinstrument für den Wasserdurchlauf, sondern zugleich als eine Art Dynamo, wodurch das Gerät mit Energie versorgt wird. Eine Batterie wird damit überflüssig. Ist der Amphiro erst einmal montiert, kann es schon losgehen und es heißt: „Wasser marsch“. Das spricht vielleicht erstmal gegen den Gedanken des Wassersparens, wenn man für die Einrichtung das Wasser aufdrehen muss, doch der Amphiro benötigt eben Strom, um eine Bluetooth Verbindung aufzubauen.

© Chris Bertko / Amphiro B1 ist schnell montiert und per Bluetooth verbunden
Also die Amphiro-App, die man zuvor aus dem iOS oder Google Playstore geladen hat, starten und den Anweisungen folgen. Auf dem Display des Amphiro erscheint neben dem kleinen, süßen Eisbären auf seiner Eisscholle (dazu gleich mehr) ein vierstelliger Code. Dieser muss für die erste Verbindung mit dem Smartphone in der App eingegeben werden.

© Chris Bertko / ohne Werkezug zu montieren, kann es schon losgehen

Wasser sparen mit der Community

Die Amphiro-App ist wirklich schön gemacht. Übersichtlich strukturiert und mit Gamification-Anreizen. Neben dem gemessenen Wasserverbrauch für den aktuellen Duschvorgang, der zeitgleich auch auf dem Display des Amphiro B1 selbst angezeigt wird, lassen sich in der App auch die vorangegangenen Tage und deren Wasserverbrauch miteinander vergleichen.

© Screenshot / Vergleich des eigenen Wasserverbrauch mit der Community

Sehr aufschlussreich finde ich die Gegenüberstellung des eigenen Wasserverbrauchs beim Duschen zu den Top10 – sowie dem Durchschnitt der Community. Sprich der anderen Amphiro Nutzer. Das hilft extrem gut dabei, seinen eigenen Verbrauch sinnvoll einzuordnen. Ganz nebenbei erhält man Punkte für sein Duschverhalten und kann so den Highscore knacken. Ich hätte nicht gedacht, das dies zu einem echten Wettkampf zwischen meiner Freundin und mir führt. Wer der Wassersparkönig wird? Aktuell führt leider Sie.

© Chris Bertko / Live-Wasserverbrauch während des Duschens auf dem Display

Aber schon vor dem ersten Verbrauch erhält man schnell erste Indizien dafür, wo Einsparpotentiale vorhanden sind. Denn auch die Durchflussmenge wird von dem Amphiro B1 gemessen und in der App in einer übersichtlichen Grafik dargestellt. Schon nach der Ersteinrichtung hatte ich das erschreckende Ergebnis: Unser Duschkopf entspricht der schlechten Energieklasse „E“. Denn mehr als 14 Liter pro Minute strömen durch ihn hindurch. Das sind 1,5 Eimer Wasser pro Minute! Wahnsinn, wenn ich bedenke, wie lange ich bisher immer geduscht habe. Da war ich meilenweit von den durchschnittlichen 35-40 Litern pro Duschvorgang entfernt und so langsam schimmert mir auch, woher unser hoher Wasserbrauch rührt.

© Screenshot / Erschreckend schlechtes Ergebnis

Erste Wassersparmaßnahmen
Nach dieser Erkenntnis führte mich der nächste Weg direkt in den Baumarkt. Ziel war der Kauf einer neuen Duschbrause mit Wassersparfunktion. Gute Modelle haben übrigens einen maximalen Durchsatz von sechs bis neun Litern. Aber wer ein echter Sparfuchs ist, der findet sogar eine noch günstigere Lösung. Mit einem kleinen Reduzierstück, das einfach zwischen Armatur und Schlauch geschraubt wird und drei verschiedene Einsätze bietet, lässt sich die Wassermenge wahlweise auf neun, sechs oder sogar nur vier Liter reduzieren.

© Chris Bertko / günstiges Reduzierungsstück mit großer (Einspar-) Wirkung

Vorteil von den Duschköpfen mit Wassersparfunktion gegenüber dem günstigen Reduzierstück: Sie lassen Luft einströmen, sodass man beim Duschen trotzdem das Gefühl hat, es kommt viel Wasser heraus.

© Screenshot / Wasserbrauch pro Duschgang grafisch dargestellt

Wie erklär ich es meinem Kinde?

Natürlich ist auch mein Sohnemann mit seinen sechs Jahren eine wahre Wasserratte. Auch wenn er schon Zahlen bis zehn beherrscht, sagen ihm diese wahrscheinlich recht wenig im Bezug auf Wasser. Was sind schon zehn Liter? Daher kommen wir an dieser Stelle nochmal zurück zu dem kleinen Eisbären auf seiner Eisscholle, der im Display des Amphiro B1 angezeigt wird.

Dabei handelt es sich um eine kleine Animation, die abhängig vom Wasserverbrauch die Eisscholle immer weiter schmelzen lässt. So wird Kindern auf spielerische Weise der Bezug zum sparsamen Umgang mit Wasser nähergebracht. Wirklich toll – bis die Neugierde des Jungen so groß wird, dass er den Eisbären auch mal untergehen sehen will.

© Chris Bertko / zu langes duschen lässt den Eisbären untergehen

Fazit

Ich finde an dem Amphiro B1 nichts zu meckern. Die Montage ist in zwei Minuten erledigt und auch die Smartphone-App ist klasse gemacht – sehr übersichtlich und aufschlussreich. Sollte man das Smartphone mal nicht mit im Badezimmer gehabt haben, synchronisieren sich die Werte einfach zu einem späteren Zeitpunkt, da sie auf dem Amphiro zwischengespeichert werden. Und wer die Daten auswerten will, kann sich diese aus der App heraus als Excel Datei zusenden lassen.

Der Gamification Ansatz für Groß und Klein ist super gelöst, um den schnöden Bezug aus Zahlen und Kosten zum sparsamen Verhalten zu lösen. Wenn wir weiter so fleißig Wasser sparen, hat sich der Amphiro mit seinem Preis von 79 Euro schon in 4 Monaten amortisiert.

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