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Title: Energie sparen
Praxistest

Danfoss Link: smartes Heizen wie versprochen?

Mehr Komfort und weniger Kosten verspricht der dänische Heizungsspezialist für seine smarten Thermostate. Unser Testbericht zeigt, ob die Rechnung aufgeht.

© Danfoss

Aller guten Dinge zum Energiesparen sind bei den meisten Herstellern drei: eine zentrale Steuereinheit fürs Haus, ein Austausch-Thermostat und eine App fürs Smartphone – fertig ist die smarte Heizungssteuerung. Im Starterpaket von Danfoss für 349 Euro sind sogar gleich drei Thermostate enthalten, so dass man damit schon die wichtigsten Räume umrüsten kann, vielleicht sogar eine ganze Etage im Haus, etwa den Keller. Ideal soll das Set für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen sein, aber auch für Ferienhäuser und kleinere Büros.

© Danfoss / So könnte ein smartes Heiznetzwerk aussehen. Im Starterpaket sind die beiden Geräte rechts enthalten.

Die unterste Etage habe ich mir für den Test ausgesucht: Im Keller warten – im Gegensatz zum Rest des Hauses, der mit Fußbodenheizung ausgestattet ist – drei gute alte Heizkörper darauf, „intelligent“ zu werden. Besser gesagt: Intelligent werden die Ventile, über die der Energiefluss geregelt wird. Zum Glück gehören die Regler, die an meinen Heizkörpern angebracht sind, zu den umrüstfähigen Modellen, aber das sollen laut Hersteller sowieso über 90 Prozent sein.

© Danfoss / Das Starterpaket Danfoss Link kostet 349 Euro.

Hier erstmal die Theorie, wie das Ganze funktioniert und wie Danfoss sich die Umrüstung in der Eigenwerbung vorstellt:

 

Im Grunde kann man sich das Prinzip so vorstellen: Statt dass man selbst, je nach Wetterlage und Wohlfühlsituation, immer durchs ganze Haus und zu jedem Heizkörper läuft, um dort die Wärme rauf- oder runterzuregeln (was man wohl eh nie macht und deswegen höhere Heizkosten in Kauf nimmt), überlässt man dieses Hin und Her bzw. die Aufrechterhaltung einer stabilen Temperatur einem intelligenten Gerät, das über WLAN auf die Thermostate zugreifen und sie entsprechend steuern kann. Übergeordneter „Kapitän der Steuerung“ ist der Mensch, der entweder den festinstallierten Zentralregler oder eine Smartphone-App bedient.

© René Wagner / Mit drei Thermostaten kann man gleich mehrere Räume umrüsten.

Nach einem zweiwöchigen Test ist für mich die Sache klar: Nicht nur jedes neu gebaute Haus sollte eine smarte Heizungssteuerung besitzen, sondern vor allem bei älteren Häusern macht die Nachrüstung durchaus Sinn. Für den Einstiegspreis des Starterpakets bekommt man viel moderne Technik geboten, die den Komfort deutlich steigert und ganz nebenbei Umwelt und Geldbeutel schont. Dabei wirken die vom Hersteller angegebenen „bis zu 30 % Energieeinsparung“ mehr als realistisch, denn schon meine testbedingte regelmäßige Überwachung ergab Erstaunliches: Eine niedrigere Temperatur reichte völlig, um dauerhaft das gleiche Wohlfühl-Ambiente zu erreichen. Und auch die Steuerung von unterwegs ist nicht nur praktisch, sondern gibt einem das gute Gefühl, den Energieverbrauch buchstäblich im Griff zu haben.

Was hat mir sonst noch gefallen?

Alle Komponenten sind gut aufeinander abgestimmt, die Bedienung erfolgt weitgehend selbsterklärend. Selbst wenn man mal ins Grübeln gerät, hilft vor allem die Video-Anleitung weiter, auf die schon die Innenseite der Verpackung groß und breit hinweist.

© Danfoss / Der smarte Thermostat muss an die Stelle des alten Ventils.

Wer schon eines der üblichen Smart-Home-Systeme installiert hat, kann die Danfoss-Geräte einfach integrieren (über den sogenannten Z-Wave-Standard), ohne sich noch eine App aufs Smartphone laden zu müssen.

Danfoss Link lässt sich problemlos mit weiteren Funkthermostaten erweitern, bis zu 30 Stück sind möglich. Über die drei Regler hinaus, die schon im Starterpaket enthalten sind, können weitere für 59 Euro pro Stück nachgekauft werden. Auch einen Signalverstärker gibt es, falls Zentralregler und Thermostate zu weit voneinander entfernt sein sollten. Die Thermostate zeigen übrigens praktischerweise auf einem Mini-Display auch selbst die Temperatur an.

Der Zentralregler namens Danfoss Link CC hat einen gut bedienbaren Farb-Touchscreen in der Größe 3,5 Zoll, schmiegt sich dezent in die häusliche Umgebung, und das Stromkabel ist angenehm überlang.

© Danfoss / Die zentrale Steuerungseinheit Danfoss Link CC, hier beim Hinzufügen eines Thermostats für einen Raum.

Über das Gerät, das ins heimische WLAN eingebunden wird, erfolgt die Steuerung und Regelung der gesamten Installation. Übers Internet wird die Systemsoftware automatisch aktualisiert.

Die Programmierung muss im Grunde nur einmal erstellt werden. Danach folgt die Heizung dem individuellen Tagesrhythmus und regelt sich bei Abwesenheit oder während des Schlafes automatisch herunter. Jeder Raum bekommt dazu einen eigenen „Heizplan“.

© Danfoss / Im Alltag nimmt man alle Einstellungen über die Smartphone-App vor.

Über die Danfoss-App (für iOS oder Android) lassen sich alle mit Thermostaten ausgestattete Räume temperaturmäßig überwachen und nach Wunsch einstellen, auch die Programmierung von Wochenheizplänen ist möglich. Energie wird also nur dann verbraucht, wenn es wirklich nötig ist.

© Danfoss / Sonderbetriebsarten überbrücken das individuelle Programm.

Über Sonderbetriebsarten kann man die Heizpläne auch mal überbrücken, z.B. wenn man – wie im Danfoss-Werbevideo – erst am Flughafen daran denkt, die Heizung während des Urlaubs herunterzufahren.

© René Wagner / Adapterringe für 90 % der Heizkörper bzw. Ventilregler.

Dem Starterpaket liegen verschiedene Adapterringe bei, die je nach Ventilgehäuse des Heizkörpers als „Träger“ der Thermostate fungieren und sie quasi mit dem Heizkörper verbinden. Welchen Adapter man verwenden muss, kann man mit einer ebenfalls beiliegenden Pappschablone herausfinden.

© René Wagner / Über eine Pappschablone lässt sich der passende Adapter herausfinden.

Was mir weniger gefallen hat:

Der Touchscreen des Zentralreglers könnte eine etwas bessere Auflösung vertragen (reicht aber für die Ersteinrichtung aus), und die Bedienung der App erschließt sich erst durch längeres Studieren und Ausprobieren, doch diese beiden Punkte sind Jammern auf hohem Niveau. Aber: Bei dem Kaufpreis hätten wenigstens drei Mal zwei Batterien für die Thermostate beiliegen können.

Die manchmal etwas „fummelige“ Installation ist der einzige relevante Knackpunkt, wobei Danfoss schon alles dafür getan hat, um den Aufwand möglichst gering zu halten und gleichzeitig so viel Hilfe wie möglich anzubieten. Schließlich geht es hier nicht um die profane Einrichtung einer Software, sondern sozusagen um die „Brücke zwischen zwei Welten“: die Verbindung analoger Heiz- mit digitaler Funktechnik.

© René Wagner / Mit dem richtigen Adapter klappt die Verbindung perfekt. Jetzt regelt der Funkthermostat den Energieverbrauch.

Wer sich jedoch an seine alten Heizkörper herantraut und bei der Umrüstung penibel von den Hilfe-Seiten und -Videos von Danfoss leiten lässt, kommt schneller ans Ziel, als er vorher vielleicht befürchtet hatte. Nach anfänglicher Skepsis und auch einem gewissen Respekt vor der Ventil-Technik hat es dann auch bei mir gut geklappt.

http://smartheating.danfoss.de/loslegen/installation/

Fazit

Danfoss Link als Starterpaket ist eine gelungene Lösung, um den Energieverbrauch sinnvoll zu lenken. Dem Heizungsspezialisten aus Dänemark merkt man seine über 80-jährige Erfahrung an: Zentrale Steuerungseinheit mit Touchscreen, drei Funkthermostate, Adapterringe und -schablone, dazu die vielfältige Hilfe im Netz, machen allesamt einen guten Eindruck. Übrigens lässt sich das System auch in elektrische und Warmwasser-Fußbodenheizungen integrieren – aber dazu sollte man vielleicht doch lieber einen Fachmann kontaktieren.

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