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Smart Home

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Clever Energie erzeugen

Das eigene Kraftwerk für das smarte Zuhause

Strom sparen im Smart Home: Einige Firmen entwickeln Produkte, die ganz ohne externe Stromversorgung auskommen sollen.

Haus Recycling

iStock.com/petovarga

Wir sind es gewohnt, dass elektrische Geräte Strom verbrauchen; das ist sozusagen eines ihrer wesentlichen Merkmale. Doch tatsächlich ist die benötigte Energie in vielen Fällen so gering, dass die Geräte sie im Grunde auch einfach selbst erzeugen können. Die Technik, die dahintersteckt, nennt sich Energy Harvesting, was auf Deutsch so viel heißt wie Energie-Ernte.

Dabei geht es um Folgendes: Wenn man beispielsweise einen Knopf oder Schalter drückt, so erzeugt man damit bereits Energie in Form von Bewegungsenergie. Diese Energie lässt sich in elektrischen Strom umwandeln. Dabei entsteht zwar lediglich ein kleiner Impuls, aber dieser reicht bereits aus, um etwa ein Funksignal an die Heizung zu schicken, damit sie eingeschaltet wird.

Die Umwelt schonen und damit Geld sparen

Herkömmliche Smart-Home-Geräte sind entweder ans Stromnetz angeschlossen und verbrauchen selbst dann Energie, wenn sie nicht aktiv sind (zum Beispiel im Stand-by-Modus), oder sie beziehen ihren Strom von Batterien, die oft mehrmals im Jahr ausgetauscht werden müssen. Beides kostet Geld, und der Batterietausch ist zudem eine lästige Pflicht, die auch zu Lasten der Umwelt geht.

Hier setzt das Energy Harvesting an. Geräte, die diese Technik beherrschen, kommen komplett ohne Strom aus der Leitung und auch ohne Kabel aus. Sie sind nahezu wartungsfrei und müssen daher nach der Einrichtung nur noch selten angerührt werden. Die Technik ist energiesparend, umweltschonend und nachhaltig.

Weltmarktführer aus Oberhaching

Spricht man vom Energy Harvesting im Smart Home, dann kommt man an EnOcean nicht vorbei. Das Unternehmen aus Oberhaching bei München ist der weltweite Marktführer auf dem Gebiet der batterielosen Funksensorik. Zudem ist der EnOcean-Funk ein international anerkannter Standard. Die Produkte der Firma gewinnen Strom nicht nur, wie oben beschrieben, aus der mechanischen Energie, die beim Drücken eines Knopfs oder Schalters entsteht, sondern auch aus Temperatur-Veränderungen oder Solarzellen, die natürliches oder elektrisches Licht in Strom umwandeln.

 EnOcean Starter KitEnOcean hat seine Technik an mehr als 200 Firmen weltweit lizenziert. Daraus sind Produkte für nahezu jeden Bereich der intelligenten Haussteuerung entstanden, darunter Steuerungen für Licht, Heizung und Klimaanlagen. Aber auch ein Alarmsensor ist darunter, der beim Öffnen von Türen oder Fenstern ein Signal aussendet und dafür weder einen Stromanschluss noch Batterien benötigt. Ein anderes Produkt ist ein Sensor, der solange das Licht eingeschaltet lässt, wie er Bewegungen in einem Raum registriert. Sobald sich zehn Minuten lang nichts mehr tut, macht er das Licht aus und verringert damit den Energieverbrauch. Der mit Solarenergie betriebene Lichtsensor von EnOcean dagegen dimmt die Lampen in einem Raum herunter, wenn er eine Zunahme von natürlichem Licht feststellt.

Die kabellose Technik von EnOcean macht die Installation einfach. Sowohl die beschriebenen Sensoren wie auch der stets notwendige Switch, also die zentrale Schaltstelle, lassen sich an beliebiger Stelle im Raum einfach an die Wand hängen. Man muss keine Rücksicht darauf nehmen, ob dort ein Stromanschluss verfügbar oder die Stelle gut zugänglich ist. Einmal einrichten und sich nie mehr darum kümmern. Das Starter Kit „ESK 300“ von EnOcean kostet etwa 150 Euro. Es besteht aus dem Schaltermodul für die Gebäudetechnik (PTM 210), einem Bausatz für Industrieschalter (PTM 330, ECO 200), einem Temperatursensor (STM 33x), einem USB-Empfänger (USB 300) sowie einer PC -Software zur Visualisierung (DolphinView Basic). Für die Installation ist allerdings ein gewisses Know-how in Sachen Elektrik nötig. Hilfe bietet aber sicher auch der Handwerker vor Ort. EnOcean gibt für seine Produkte eine Lebensdauer von 20 Jahren an.

Fazit

Zum Steuern der Geräte und Sensoren im Smart Home sind nur winzige Mengen an Energie erforderlich. Diese Energie lässt sich bereits durch das Drücken eines Schalters, durch Temperatur-Unterschiede oder mit Solarzellen gewinnen. Das Ergebnis ist eine energiesparende, nachhaltige Haustechnik.

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