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Diese cleveren Gadgets helfen beim Wassersparen

H2O ist umwelt- und kostentechnisch ein wertvolles Gut. Im intelligenten Zuhause lässt sich der Verbrauch reduzieren.

Tropfender Duschkopf

iStock.com / jay_b

Die allmorgendliche Dusche gehört zu den großen Wasserverbrauchern im Haushalt. Nicht selten lässt man das Wasser nach dem Aufstehen erst einmal laufen, bis es die passende Wohlfühl-Temperatur erreicht hat. Oft gehen dabei schon mehrere Liter ungenutzt durch die Leitung. Und auch das Ende des Duschvorgangs wird nicht selten genutzt, um noch gemütlich im warmen Nass zu stehen – und Wasser zu verschwenden. Schwierig ist es in der Praxis, zu erahnen, wie viel Wasser bei einem Duschvorgang tatsächlich in den Abfluss läuft – eine Tatsache, die sowohl die Umwelt belastet als auch die Energiekosten in die Höhe treibt. Im smarten Zuhause gibt es aber glücklicherweise einige spannende Nachrüst-Lösungen, mit denen sich der Wasserverbrauch, teilweise spielerisch, reduzieren lässt.

Amphiro: Wasser sparen mit dem Eisbären

Amphiro b1Das Züricher Unternehmen Amphiro bietet mit dem Amphiro b1 (rund 60 Euro) eine kleine Hardware zur Messung des Wasserverbrauchs beim Duschen an. Das Gerät wird einfach zwischen Duschschlauch und Brause montiert und zeichnet fortan die Temperatur und die Wassermenge auf, die beim Duschen verbraucht wird. Aus diesen Verbrauchsdaten berechnet der Amphiro b1 dann eine Energieeffizienzklasse, die dem Nutzer Auskunft über seinen Wasserverbrauch gibt. Ein praktischer Nebeneffekt ist natürlich, dass man versuchen wird, seine Effizienzklasse zu verbessern. Dazu liefert der Amphiro b1 weitere Motivationsmöglichkeiten, denn die Verbrauchsdaten werden direkt über energiesparendes Bluetooth 4.0 an ein verbundenes Smartphone und dann in die Datencloud übertragen. Hier lassen sich die Daten mit anderen Nutzern, beispielsweise aus der Nachbarschaft, vergleichen.

Klare Zielsetzung ist dabei natürlich, sich gegenseitig beim Wassersparen zu übertreffen, was der Umwelt und den Energiekosten zugutekommt. Auf dem Display weist zudem eine Eisbärenanimation auf den Zusammenhang zwischen dem individuellen Wasserkonsum des Duschenden und dessen Auswirkungen auf die Umwelt hin. Wird mehr Wasser verbraucht, schmilzt die Eisscholle, auf welcher der süße Eisbär treibt, langsam dahin. Amphiro wirbt damit, dass mit dem b1 pro Haushalt und Jahr bis zu 440 kWh Wärmeenergie sowie 8.500 Liter Wasser gespart werden können. Das Gerät selbst verbraucht übrigens keinen Strom über Stecker oder Akkus, weil es die für den Betrieb notwendige Energie aus dem durchlaufenden Wasser bezieht.

EvaDrop: die smarte Dusche

Dieses smarte Gadget beginnt schon vor dem Duschen mit dem Wassersparen. Die Hardware, die zwischen Wand und Duschkopf geklemmt wird, stoppt den Wasserfluss so lange, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Während der Aufwärmphase wird also kein Wasser verschwendet. Ausgelöst wird der Wasserfluss schließlich, indem der Nutzer auf einen Knopf drückt. Damit ist es aber mit dem Wassersparen nicht vorbei, den EvaDrop überwacht über Sensoren, was der Duschende gerade tut, und reduziert den Wasserfluss in drei Stufen. Steht der Nutzer direkt unter dem Duschkopf, beispielsweise, um Shampoo aus den Haaren zu spülen, gibt EvaDrop 100 Prozent Wasserfluss frei. Tritt der Duschende ein wenig zurück, um sich einzuseifen oder die Haare zu waschen, wird die Wasserzufuhr reduziert. Das sorgt für warme Temperaturen, ohne Wasser zu verschwenden. In der dritten Stufe tritt der Duschende schließlich noch weiter aus dem Sensor. Denkbar ist, dass sich jemand die Beine rasiert. In diesem Fall reguliert EvaDrop den Schwall noch weiter herunter.

Wer mag, kann sich auch Ziele setzen, um Wasser zu sparen. Duschzeiten oder die verbrauchte Wassermenge lassen sich über die App „Eva“ einstellen. Sind solche Werte vorgegeben, benachrichtigt das System den Duschenden kurz bevor das Ziel erreicht wird. Alle Verbräuche werden auch vom Smartphone aufgezeichnet; so lassen sich die Werte beispielsweise mit anderen Nutzern vergleichen. Der Hersteller von Eva prognostiziert, dass alleine in den USA täglich über 11 Millionen Liter Wasser eingespart werden könnten, wenn alle Haushalte Eva verwenden würden. Vorbestellbar ist der Eva-Sensor für knapp 90 Euro zzgl. Versandkosten. Leider ist EvaDrop derzeit nur für den amerikanischen Markt konzipiert, wo die Duschköpfe in der Regel direkt an der Wand montiert sind. Für europäische Duschen, die meist über einen Schlauch mit der Wasserleitung verbunden sind, gibt es offenbar noch kein passendes Modell.

Fazit

Energieeinsparung ist einer der wichtigsten Trends in einem smarten Zuhause. Und ein großer Anteil der Energiekosten ist auf den Wasserverbrauch zurückzuführen. Lösungen wie der Amphiro b1 und Eva führen den Verbrauch bildlich vor Augen und animieren zum Wassersparen. Gekoppelt mit dem Engagement des Bewohners liegt hier ein großes Einsparpotenzial.

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