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Der Kosten-Check

Entlarvt: Die größten Stromfresser im Haushalt

Vom ständig laufenden PC bis zum Kühlschrank - und vom Fernseher bis zur Herd. Wo wie viel verbraucht wird und wo sich wie viel sparen lässt

Welche Geräte den Stromzähler zuhause in die Höhe steigen lassen.

iStock.com/maramicado

Strom und Heizkosten sind teuer – insbesondere in Deutschland. Die Energiewende und der geplante Ausstieg aus der Atomkraft tragen einen großen Teil dazu bei. Kostete die Kilowattstunde Strom 1988 noch rund 17 Cent, sind es heute im Schnitt über 29 Cent – ein Anstieg von über 70 Prozent. Und auch wenn dieses Jahr die Strompreise stabil bleiben und mancherorts sogar leicht sinken, rechnen die Pessimisten unter den Experten damit, dass die Preise bis 2025 erneut um bis zu 70 Prozent steigen.

Bequemlichkeit kostet Hunderte Euro

Doch was soll man machen? Weniger kochen, Wäsche waschen oder staubsaugen? Das ist nicht praktikabel. Viel effektiver ist es, an anderen Stellschrauben zu drehen. Vermeidbar sind beispielsweise unnötiger Standby-Verbrauch und Leerlaufzeiten, die ebenfalls einen großen Teil der Stromrechnung ausmachen. Beispiel Computer: Kaum ein Elektrogerät steht zu Hause und im Büro so häufig unter Strom wie dieses Gerät. Studien belegen, dass PCs nur 30 Prozent ihres Stroms verbrauchen, während an ihnen gearbeitet wird. Der Großteil, also rund 70 Prozent, gehen ungenützt verloren. Oft läuft der Computer aus Bequemlichkeit sogar den ganzen Tag und die ganze Nacht – inklusive sämtlicher Peripherie wie Drucker, Modem, Router und Fax. Da kann im Laufe eines Jahres schon ein nettes Sümmchen zusammenkommen. Beispiel: Selbst wenn ein Durchschnitts-PC (120 Watt Stromverbrauch) nur acht Stunden am Tag läuft, summiert sich der Stromverbrauch übers Jahr auf 350 Kilowattstunden – und somit Stromkosten von über 100 Euro!

Ein Strommessgerät kann helfen

Es ist aber auch nicht einfach: Bei Autos gibt es den durchschnittlichen Verbrauch, bei einigen Haushaltsgeräten die Energieeffizienzklassen. Konkrete Hinweise liefern die aber auch nicht. Vor allem nach dem Kauf ist der Stromverbrauch vieler Geräte schwer nachvollziehbar. Schließlich muss man die Geräte nicht wie beim Auto selbst aufladen. Ein Indiz liefert allenfalls die Stromrechnung. Rückschlüsse auf den Stromkonsum einzelner Verbraucher lässt die aber auch nicht zu. Letztlich bleibt nur der Einsatz eines Strommessgeräts. Hier gibt es inzwischen sogar smarte Lösungen wie FRITZ!DECT 200. Die clevere Steckdose schaltet nicht nur Geräte zu bestimmten Uhrzeiten computergesteuert ab, sondern misst auch permanent den Stromverbrauch und erstellt auf Wunsch ein Kostenprofil.

Eine Pizza kostet 25 Cent

Um auch ohne solch ein Gadget ein Gefühl für Stromkosten entwickeln, hier einige Beispiele, welche Stromkosten bestimmte Haushaltsarbeiten erzeugen:

Küche

Backofen: eine Stunde Backen = rund 50 Cent
Spülmaschine: ein Durchgang im 50-Grad-Eco-Programm = rund 40 Cent
Herd: eine Stunde kochen = rund 25 Cent
Alter Kühlschrank mit Gefrierfach: pro Tag bis zu 30 Cent
Sparsamer Kühlschrank inklusive Gefrierfach: pro Tag rund 12 Cent

Waschen & Putzen

Alter Trockner mit Abluft: pro Durchgang rund 112 Cent
Staubsauger mit 2000 Watt: pro Stunde rund 58 Cent
Moderner Trockner mit Wärmepumpe: pro Durchgang rund 44 Cent
Waschmaschine 90 Grad: pro Durchgang zwischen 43 bis 52 Cent
Waschmaschine 60 Grad: pro Durchgang zwischen 34 bis 43 Cent
Waschmaschine 40 Grad: pro Durchgang zwischen 38 bis 37 Cent

Licht & TV

Sparsamer 55“-TV (65 Watt): eine Stunde Fernsehen knapp 2 Cent
Stromhungriger 55“-TV (235 Watt)  Eine Stunde Fernsehen knapp 7 Cent

Klassische Glühbirne mit 100 Watt: fünf Stunden = ca.15 Cent
LED-Lampe mit 15 Watt (entspricht 100 Watt): fünf Stunden = rund 2 Cent 

Die größten Energieschlucker im Haushalt

Nur wer genau weiß, wo im Haus am meisten Energie unnötig verbraucht wird, kann dagegen vorgehen. Hier die 10 größten Energiefresser und die besten Tipps:

1 Schlecht isoliertes Dach: Hitze steigt nach oben. Bei älteren Häusern mit schlechter Isolierung verpufft rund 20 Prozent der Energie durchs Dach. Eine Dachdämmung ist nicht allzu teuer und einfach zu installieren. Ähnliches gilt für die Kellerdecke.

2 Heimkino im Bereitschaftsbetrieb: Fernseher, Receiver und Blu-ray-Player verbrauchen im Standby-Modus viel Strom. Mit einer Steckdosenleiste dreht man den heimlichen Stromfressern unkompliziert den Saft ab. Den Geräten schadet das nicht.

3 Kochgewohnheiten: Nie ohne Deckel kochen! Sonst verbraucht man dreimal so viel Strom. Und beim Backen am besten den Ofen 10 Minuten vor Ende der Backzeit einfach ausschalten – die Temperatur bleibt trotzdem nahezu konstant.

4 Kühlschrank: Kühlschränke laufen rund um die Uhr, deswegen gehören sie zu den größten Stromfressern. Viele haben ihn zudem sehr kalt eingestellt. Tipp: Die Temperatur auf 7 °C (Tiefkühktruhe -18 °C) einstellen. Das ist der beste Kompromiss aus Effizienz und Frische. Kühl- und Gefriergeräte zudem nicht neben die Heizung oder den Herd stellen und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

5 Alte Geräte: Haben Kühlschrank, Gefrierschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine oder Trockner bereits 15 Jahre oder mehr auf dem Buckel, amortisiert sich eine Neuanschaffung durch besonders energiesparende Geräte bereits nach wenigen Jahren. 

6 Zu heiß waschen: Beim Wäschewaschen sollte man möglichst wenig Temperatur und Schleuderleistung wählen. Wäscht man bei 40 statt 60 Grad, spart man nahezu die Hälfte an Strom.

7 Ungenutzte Ladegeräte: Ladegeräte verbrauchen im Schnitt 0,26 Watt. Das macht pro Jahr rund 2 kWh, also etwa 65 Cent. Wer aber mehrere Smartphones, Tablets, Dect-Telefone, elektrische Zahnbürsten usw. im Einsatz hat, muss am Jahresende doch viel zahlen. Also bei Nichtgebrauch immer abstöpseln.  Wichtig: Nicht alle Ladegeräte sind betroffen. PerHandauflegetest kann man es feststellen: Ist das Ladegerät warm, selbst wenn es nicht auflädt, zieht es unnötig Strom.

8 Schlecht isolierte Rohre: Wenn Warmwasserrohre nicht isoliert durch kalte Kellerräume verlaufen, geht viel Wärme verloren. Eine Isolierung ist schnell angebracht und äußerst effektiv.

9 Alte Leuchtmittel: Moderne LEDs verbrauchen im Vergleich zu Leuchtstoffröhren rund 60 Prozent weniger und im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirne bis zu 90 Prozent weniger Strom. Eselsbrücke für den Kauf: Eine LED mit 600 Lumen ist so hell wie eine Glühbirne mit 60 Watt, 1.500 Lumen sind so hell wie eine Glühbirne mit 100 Watt.

10 Zu viel heizen: Senkt man die Temperatur in Wohnräumen nur um ein Grad, spart man fünf bis zehn Prozent Heizenergie und damit eine Menge Geld: pro Jahr 100 Euro und mehr an Heizkosten.

Fazit

Damit Strom- und Heizkosten nicht aus dem Ruder laufen, gibt es zwei Strategien: Sparende Geräte anschaffen, Verbrauch reduzieren oder beides. Am besten gleich damit anfangen.

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