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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Smarte Fußbodenheizungen

Immer warme Füße dank intelligenter Heizelemente

Auch Fußböden gehen mit der Zeit und lassen sich ins Smart-Home-System integrieren - eine Marktübersicht.

Kinder auf dem Boden liegend mit Tablet in der Hand

iStock.com / Squaredpixels

Wer eine Fußbodenheizung sein Eigen nennt, schwärmt von den Vorzügen: Sie gibt die Wärme sehr gleichmäßig im ganzen Raum ab, und man kann mit nackten Füßen über Fliesen oder Parkett laufen. Außerdem ist die gefühlte Temperatur bei Fußbodenheizungen etwas höher als die tatsächliche. Das spart Energie, weil sie sich ein bis zwei Grad niedriger einstellen lässt und es trotzdem gemütlich warm bleibt. Und schließlich tut eine Fußbodenheizung auch etwas für die Optik, denn ein Heizkörper an der Wand ist beileibe kein Blickfang und muss überdies regelmäßig abgestaubt werden.

Einfache Fußbodenheizungssteuerung von RWE

In den meisten Häusern und Wohnungen sind warmwassergeführte Fußbodenheizungen verbaut, die sich sogar ins smarte Zuhause einbinden lassen. Eine passende Lösung stellt RWE mit der SmartHome Fußbodenheizungssteuerung für etwa 200 Euro bereit. Wer zu Hause ohnehin schon die SmartHome-Produkte von RWE nutzt – beispielsweise für Licht, Rollläden oder Steckdosen – integriert damit die Fußbodenheizung ins Gesamtpaket. Die Steuerungseinheit, die auf der einen Seite direkt mit dem Heizkreisverteiler und auf der anderen Seite drahtlos mit der SmartHome-Zentrale verbunden wird, steuert bis zu acht Heizkreise. Der Nutzer reguliert die Fußbodenheizung über seine Smartphone-App oder die Raumthermostate von RWE. Letztere erfassen die Soll- und Ist-Temperatur in den jeweiligen Räumen und versuchen die Differenz durch Öffnen und Schließen der Ventile am Heizkreisverteiler zu minimieren. 

Raumthermostat von RWE an einer Holzwand

Das Problem bei Fußbodenheizungen ist jedoch generell ihre Trägheit. Kommt der Befehl zu heizen, kann es mitunter Stunden dauern, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Bis dahin kann es aber schon zu spät sein, wenn etwa der Tag sonniger wird als erwartet und schon die Außentemperatur das Quecksilber in der Wohnung steigen lässt. Auf der anderen Seite kann es auch zu kalt sein, wenn die Heizung zu spät aufdreht und zu lange braucht, um den Raum aufzuheizen. So kann es zu unerwünschten Schwankungen in der Heizkurve kommen. 

Intelligente Steuerung mit smarten Extras

Diese Schwankungen möglichst gering zu halten, hat sich die Firma Controme auf die Fahne geschrieben, Controme spezialisiert sich ganz auf die smarte Heizungssteuerung. Herzstück ist das Gateway namens „heizManager“ für knapp 400 Euro, das ebenfalls in der Nähe des Heizkreisverteilers montiert und mit diesem verbunden wird. Es unterstützt bis zu 15 Heizkreise. Vor allem zwei Dinge macht Controme anders als viele Konkurrenten: Zum einen messen zusätzliche Sensoren an den Rückläufen des Heizkreises, wieviel Wärme bereits im Raum gespeichert ist. Steigt die Temperatur des Rücklaufs auf ein bestimmtes Level, wird die Heizung heruntergeregelt, weil es in der Wohnung in Kürze voraussichtlich warm genug sein wird. Controme verhindert somit ein Überhitzen des Raums, auf der anderen Seite jedoch auch eine zu starke Abkühlung – und das wesentlich genauer als ein Raumthermostat.

Der heizManager von Controme

Zum anderen bezieht Controme die Wettervorhersage mit ein, um eine gewünschte Temperatur relativ exakt zu erreichen. Dank der Wetterberichte aus dem Internet entscheidet das Gateway, zu welchem Zeitpunkt ein Aufheizen tatsächlich sinnvoll ist. So dreht der Heizkreis nicht am frühen Morgen ganz auf, nur weil der Thermostat zu niedrige Temperaturen meldet. Denn die smarte Fußbodenheizung weiß bereits, dass der Tag sonnig wird und die Außentemperaturen auch in der Wohnung für eine behagliche Atmosphäre sorgen werden. Die Kombination aus Rücklaufmessung und Wetterprognose gestattet dem Nutzer sogar, die Fußbodenheizung ganz ohne Raumsensor zu betreiben.

Die Bedienung des Controme Gateways erfolgt über den Web-Browser von PC, Smartphone oder Tablet. Der Kunde hat dabei die Wahl, die Steuerung in der Cloud – also über die Server des Anbieters – laufen zu lassen oder einen lokalen Server (ca. 100 Euro) zu installieren, der allerdings entsprechend konfiguriert werden muss, um ihn etwa auch von unterwegs zu erreichen.

Selbstlernende Fußbodenheizung

Ebenfalls vorausschauend arbeitet die Lösung von alphaEOS, die für die Ermittlung der optimalen Heizzeiten neben dem Wetterbericht auch die Heizcharakteristik des Gebäudes oder der Wohnung nutzt: Das Steuermodul lernt, wie lange ein Raum bzw. der dazugehörige Heizkreis braucht, um auf die gewünschte Temperatur zu kommen. Außerdem sollen auch bestimmte Tageszeiten berücksichtigt werden: Ist tagsüber niemand zu Hause, regelt die Heizung herunter. Abends oder am Wochenende wärmt sie die Zimmer hingegen auf angenehme Temperaturen auf, nachts wiederum wird es einige Grad kühler. Dabei soll die Heizkurve keine großen Schwankungen aufweisen, weil das Steuermodul von alphaEOS weiß, wann es die Ventile rechtzeitig öffnen und schließen muss. Nach Zeitplan arbeiten auf Wunsch aber auch die Lösungen von Controme und RWE.

Fazit

Fußbodenheizungen reagieren sehr viel träger als normale Heizungen, vorausschauende Lösungen bringen daher gerade hier Vorteile, darunter insbesondere Energieeinsparungen und konstante Wunschtemperaturen. Vor allem die Lösungen von Controme und alphaEOS sind also im doppelten Sinne smart: Sie lassen sich nicht nur drahtlos aus der Ferne steuern, sondern sollen intelligent auf Temperaturschwankungen und die aktuelle Wetterlage reagieren.

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