Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Powered by MediaMarkt
Title: Energie sparen
Smarter Sichtschutz

Intelligentes Glas: Mit smartem Sichtschutz Energiekosten sparen

Ein intelligentes Fenster, das sich automatisch an die Temperatur- und Lichtverhältnisse anpasst? So etwas gibt es tatsächlich. Lese hier mehr über "smartes Glas".

©iStock.com/amesy

©iStock.com/amesy

Unter dem Begriff „smartes Glas“ bzw. „intelligentes Glas“ sind mittlerweile eine Vielzahl von sogenannten Funktionsgläsern erhältlich, die entweder als Scheibe oder als nachrüstbare Folie am Markt erhältlich sind. Was es damit auf sich hat, wie das Ganze überhaupt funktioniert und wie man die richtige Scheibe bzw. die richtige Folie für sich privat, im Home Office oder Büro findet? Ich habe da mal genauer hingeschaut.

Smart Glas: Perfekt als automatischer Sonnenschutz

Als intelligentes Glas bezeichnet man übrigens ganz allgemein Verglasungen, die zum einen durch das Anlegen von elektrischer Spannung ihre Lichtdurchlässigkeit verändern. So können sie als sogenannte elektrochrome Verglasungen zum Beispiel auch als intelligenter Sichtschutz genutzt werden  als dimmbare Scheibe sozusagen. Zum anderen reagieren bestimmte Verglasungen auf Erwärmung und verändern so je nach Temperatur ihre Lichtdurchlässigkeit. Solches sogenanntes thermochrome Glas bietet sich wiederum als perfekter und smarter Sonnenschutz an. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Eine Scheibe, die automatisch das Sonnenlicht abhält, spart nämlich auch ganz automatisch die Kosten für die ansonsten anspringende Klimaanlage ein  ganz besonders im Sommer.

© Rayno / Smart Glass: lichtdurchlässig.

© Rayno / Smart Glass: "gedimmt" - Schützt vor Sonneneintrahlung.

Ebenfalls interessant: smarte Verglasung verbraucht unter anderem nur in dem Moment Strom, in dem sie ihre Lichtdurchlässigkeit verändert. Zum Beispiel dann, wenn man das Fenster bzw. die Fensterfolie blickdicht macht bzw. einen Milchglas-Effekt erzielen möchte. Hierbei kann die Spannung natürlich auch manuell angelegt werden.

© Rayno / Funktionsweise eines "Smart Glass".

Doch wie funktioniert das eigentlich? Bei smartem Glas handelt es sich im Grunde um nichts anderes, als um zwei Glasscheiben, die mithilfe einer Spezialfolie zusammenlaminiert werden. Als sogenannte Verbund- bzw. Funktionsgläser kommen sie häufig in Büros oder Produktionsstätten zum Einsatz. Hier helfen sie nicht nur, dank opaker Strukturen Privatsphäre herzustellen, sondern auch ganz automatisch Energiekosten zu sparen. Dank der sinkenden Preise finden sich smarte Gläser aber auch immer öfter in unseren eigenen vier Hauswänden wieder.

Perfekt zum Nachrüsten: Die thermochrome Spezialfolie

So, wie Verbundgläser mit einer Spezialfolie schaltbar gemacht werden, zum Beispiel per Smartphone, so können auch bereits bestehende Verglasungen mittels nachrüstbarer Folie dimmbar gemacht werden. Damit lässt sich sogar im Nachhinein per Smartphone einstellen, wie lichtdurchlässig die hauseigenen Fenster sein sollen.

Manch einer mag einwenden, dass Fenster mit Folien zu versehen, um diese mit einem Sichtschutz auszustatten, in der Tat alles andere als neu oder smart sei. Das kennen wir nicht nur von unserem Zuhause, sondern zum Beispiel auch von Sonnenschutzfolien für unser Familienauto. Thermochrome Folien, also solche, die nicht intelligent auf Wärme bzw. Sonneneinstrahlung reagieren, sind indes etwas völlig anderes, da sie das Licht nicht einfach nur dämpfen, sondern ihre Lichtdurchlässigkeit je nach Einstrahlung und Lage zu verändern wissen.

© Rayno / Duschtrennwand aus Glas: lichtdurchlässig

© Rayno / Duschtrennwand aus Glas: gedimmt für Privatsphäre.

Solche Folien sind also nicht bloß für Hausbesitzer von Interesse, die bestimmte Bereiche besonders blickdicht machen möchten, sondern eben auch für Nutzer in Mehrparteien- bzw. Mietshäusern. Als Smart Home-Enthusiast, wie ich es nun mal bin, warte ich noch immer auf eine nachrüstbare Folie, die mittels Z-Wave in mein Smart Home eingebunden werden kann. Zwar gab es immer wieder mal Pilotprojekte für ein solches Produkt, doch bisher hat keines wirklich Marktreife erlangt.

So kündigt der Hersteller Aeotec (vielen ein Begriff als Pendant zu den designaffinen Produkten von Fibaro) seit einiger Zeit auf seiner Produktseite den „smart Film“ an. Dabei handelt es sich um eine smarte Folie mit Z-Wave Funk, welche das Fenster auf Knopfdruck Blickdicht macht – oder eben die Durchlässigkeit herstellt. In Verbindung mit einem Z-Wave Smart Home Gateway ergeben sich somit einige Interessante Möglichkeiten. Zum Beispiel könnte man die Scheibe bei hoher Sonneneinstrahlung „dimmen“ um störende Reflektionen auf Monitor oder Fernseher zu vermeiden. Ganz nebenbei verschattet man so auch den Raum, um nicht allzu viel Wärme im Sommer hinein zu lassen.
Auf einigen Messen zeigte der Hersteller schon den Prototypen, wie ein Youtube Video zeigt. Wann das Produkt von Aeotec jedoch in Markt kommt ist ungewiss.

© Aeotec / Smart Film mit Z-Wave.

Die Z-Wave Community wartet sehnlichst darauf, denn eine schaltbare Folie bietet gegenüber smarten Jalousien viele Vorteile. Und sei es auch nur die Reaktionszeit oder die prozentgenaue Steuerung. Aber wie heißt es so schön: Alles hat seine Zeit. Wer von uns bisher jedenfalls dachte, dass ein Fenster bloß ein Fenster sei, der hat dank der Spezialfolie bzw. dank der Verbundgläser eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zur Hand. Ja, auch ein Fenster kann smart gemacht werden und zwar ganz ohne Jalousien.

Andere Artikel mit Themen: Energie sparen, sparen, Smart Home

War dieser Artikel interessant für Sie?

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück