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Title: Energie sparen
Smart Home Energie sparen

Mit smarten Jalousien effektiv Energie sparen

Eine smarte Jalousiesteuerung birgt ein großes Energiesparpotential - im Sommer, wie auch im Winter.

© cunaplus / Fotolia

© cunaplus / Fotolia

Wer elektrisch angetriebene Jalousien an seinen Fenstern angebracht hat, verfügt über ungeahnte Möglichkeiten, um mit diesen nicht nur die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen. Auch für unser Smart Home sind Jalousien eine wahre Goldgrube. Wie wäre es zum Beispiel, wenn die Jalousien sich automatisch bei Sonnenschein schließen und so Energiekosten senken - jedoch nur im Sommer? Im Winter hingegen sollen sie sich bei Sonne öffnen. Das geht und zwar ganz einfach - dank Multisensoren und dem Gewusst-wie.

Es klingt im ersten Moment natürlich zu schön, um wahr zu sein. Elektrisch angetriebene Jalousien, die sich bei Sonneneinfall automatisch schließen und darüber hinaus sogar wissen, welches Jahreszeit wir gerade haben. Ganz so abwegig ist dieses Szenario aber nicht.

Jalousien: Smart dank Multisensor

Hohe Außentemperaturen können neben Sturmwarnungen ein guter Grund sein, unsere Jalousien vorsichtshalber herunterzufahren. So bleibt es im Inneren schön kühl und auch störende Reflexionen auf den Bildschirmen werden so vermieden. Damit das Smart Home aber weiß, dass die Sonne just in diesem Moment direkt auf das Fenster scheint, brauchen wir lediglich ein kleines Zusatzgerät.

Es handelt sich hier im besten Fall um einen Multisensor, welcher auch die Helligkeit erfasst, wie beispielsweise der Aeotec GEN5 Outdoor Motion Sensor. Dieser erfasst neben Bewegung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch die Helligkeit. Anhand des LUX-Wertes, also dem Wert der Beleuchtungsstärke lässt sich dann auch recht schnell ablesen, ob die Sonne direkt auf unser Fenster scheint. Der Helligkeitswert dient als Auslöser, sogenannter Trigger, und veranlasst das Schließen der Jalousien, sobald dieser Wert überschritten wurde.

© Chris Bertko / Der Aeon Z-Wave Outdoor-Multisensor misst Helligkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewegung.

Natürlich wird die Lichtstärke im Außenbereich gemessen. Das bedeutet: Gleichgültig, welchen Sensor man auch verwendet, er sollte mindestens über die Schutzklasse IP44 verfügen. Diese besagt, dass das Gerät auch dauerhaft ohne Bedenken im Freien genutzt werden kann.

Energiekosten sparen nach dem WENN-DANN-Prinzip

Das automatische Herunterfahren der Jalousie sorgt im Sommer übrigens nicht nur dafür, dass der Raum angenehm kühl bleibt, es spart zugleich auch Energiekosten. Ein Klimagerät, welches den Raum verstärkt herunterkühlt, muss so gar nicht erst zum Einsatz kommen. Im Winter kann es dagegen natürlich durchaus gewünscht sein, dass die ohnehin wenigen Sonnenstrahlen unsere eigenen vier Wände erwärmen. Da der in diesem Beispiel eingesetzte Aeotec Sensor neben einem Licht- auch einen Temperatursensor besitzt, können wir auch auf diesen Wert zurückgreifen. So könnte die Jalousie nur dann heruntergefahren werden, sofern es draußen recht warm ist und die Helligkeit einen definierten LUX-Wert übersteigt. In dem bekannten WENN-DANN-Prinzip sähe die programmierte Szene nun so aus:

WENN Helligkeit >= 200 LUX

UND Temperatur >= 19°C

DANN Rollladen = Setze Wert: 0

UND setze Lamellen Wert 0 (geschlossen)

© Screenshot Chris Bertko / Die Szene im Fibaro HCL wird durch den Helligkeitssensor getriggert.

Man muss aber wissen, dass der erwähnte Aeotec-Sensor im Gegensatz zum Fibaro Motion Sensor beispielsweise zwar für den Außeneinsatz geeignet ist, aber die Helligkeit nur bis zu einem Wert von 1.000 LUX messen kann. So ist für diesen Fall der Helligkeitswert nur ein Indiz für den tatsächlichen Sonnenstand. Der Sonnenstand lässt sich natürlich auch berechnen oder über Webdienste abfragen. Diese können sogar den aktuellen Bewölkungsgrad wiedergeben. So ist eine deutlich exaktere Steuerung der Jalousien, Raffstores oder Markisen gemäß Sonnenverlauf möglich, aber hierfür bedarf es der Scriptsprache LUA.

© Screenshot Chris Bertko / Szene im Fibaro Home Center Lite lässt Jalousien automatisch schließen bei Sonneneinstrahlung.

Fazit

Natürlich ist die Technik noch nicht soweit zu erkennen, welches Jahreszeit gerade herrscht. Wie sollte man auch einen verregneten Sommer von einem goldenen Herbst unterscheiden? Dank der Helligkeitswerte sowie der Außentemperatur lässt sich dennoch recht genau bestimmen, wann direkte Sonneneinstrahlung erwünscht sein kann (Winter) und wann eben nicht (Sommer). Auf je mehr Messwerte von verschiedenen Sensoren man zurückgreifen kann, desto genauer lassen sich natürlich auch die Bedingungen beschreiben. Für eine 100 % konkrete Steuerung anhand des tatsächlichen Sonnenstands bedarf es allerdings eines LUA-Scripts, welches die Werte einer API eines Online-Dienstes abruft. Dieses ist beispielsweise mit dem Fibaro Home Center 2 möglich.

Mithilfe von Multisensoren und einer entsprechenden Smart Home Zentrale lassen sich die bereits vorhandenen elektrisch betriebenen Jalousien im Handumdrehen smart machen. So können die Jalousie nicht nur im Notfall, wenn zum Beispiel ein Rauchwarnmelder Alarm schlägt automatisch geöffnet werden. Auch wenn es darum geht, Energiekosten zu senken, sind sie eine wahre Goldgrube. Übrigens: Auch der ausgewiesene Experte in Sachen Duofern-Rohrmotoraktoren Rademacher hat eine Smart Home-Zentrale im Angebot. Auf den Namen HomePilot getauft, lässt sie sich jederzeit nachrüsten und kann dank Z-Wave-USB-Stick auch mit Komponenten anderer Gewerke erweitern. 

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