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Title: Energie sparen
Smart Plugs

Smart Plugs: Die Intelligenz aus der Dose

Fernbedienbare Steckdosen sind keine neue Erfindung. Dennoch gehören sie derzeit zu den populärsten Produkten des Smart Homes, wie die stetig steigenden Verkaufszahlen von Smart Plugs belegen.

© Elgato

© Elgato

So viele Anwendungsszenarien es für schaltbare Steckdosen gibt, so viele Hersteller und Produkte gibt es. Doch nicht jede vermeintlich intelligente Steckdose ist auch wirklich smart. Höchste Zeit, die verschiedenen Produkte und Angebote näher zu betrachten. Wer bisher noch keine smarte Steckdose hat, der wird im Anschluss an diesen Artikel mit Sicherheit eine wollen.

Warum gibt es intelligente Steckdosen?

Vermutlich wurden intelligente Steckdosen ursprünglich aus Bequemlichkeit erfunden, damit man nicht jede Lampe oder andere Stromverbraucher an einer Steckdose von Hand ein- oder ausschalten muss. Vielleicht auch, damit man weniger Strom verbraucht, weil man mit Hilfe smarter Steckdosen ganz genau steuern kann, welches Gerät wann am Stromnetz saugt und wann es komplett ausgeschaltet ist. Ein bekanntes Beispiel ist das automatische Abschalten der Mehrfachsteckdose hinter dem Fernseher, wo neben dem Sat-Receiver auch der Blu-ray-Player, die Spielkonsole und die Lautsprecher angeschlossen sind. Selbst wenn man durchs Abschalten während der Nacht nur einen halben Euro spart, so amortisiert sich die intelligente Steckdose schon nach rund 100 Tagen – und ein gutes Gewissen, weil man die Stromfresser in den Tiefschlaf versetzt hat, gibt es kostenlos dazu. 

© König / Ganz einfach Geräte mit dem Smartphone aus der Ferne steuern z.B. mit dem Oplink Smart Plug.

Smart Plugs als Einbruchsschutz

Neben den offensichtlichen Einsatzszenarien für intelligente Steckdosen gibt es aber auch eine Reihe neuer Kaufargumente. So wurden Einbrecher im Gefängnis gefragt, was sie von einem Einbruch abschreckt. Auf Platz 1 – und zwar weit vor Überwachungskameras – gaben die überführten Einbrecher an, dass es sie stört, wenn das Licht angeht. Mit programmierbaren Steckdosen, die für ein paar Stunden das Licht im Wohnzimmer und anschließend für ein paar Minuten im Schlafzimmer schalten, lässt sich ein Einbrecher also effizienter abschrecken, als mit einer teuren Überwachungskamera. 

© AVM / DECT 200: Die schaltbare Steckdose lässt sich über die FRITZ!Box steuern.

Technische Unterschiede der smarten Steckdosen

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Steckdosen fürs Smart Home sind größer als man es auf den ersten Blick erwartet. Zunächst einmal ist jede der sogenannten intelligenten Steckdosen von einer Verbindung abhängig. Ohne Verbindung sind diese Geräte genauso schlau oder dumm wie eine billige Zeitschaltuhr. Die (Funk-)Verbindung ist also ein wesentliches Kriterium bei der Wahl der Steckdose. Die günstigsten Produkte nutzen den sogenannten Baumarkt-Funk (433 MHz bzw. 868 MHz), um sich mit einer Basis zu verbinden. Bisherige Smart-Home-Funk-Standards wie Zig-Bee oder Bluetooth nutzen den sehr populären Funk auf 2,4 GHz. Da auch WLAN dieselbe Frequenz nutzt, kommt es allerdings häufig zu Störungen, sogenannten Interferenzen. Störungsfrei sind hingegen Funk-Systeme, die auf dem noch jungen DECT ULE-Standard (1,9 GHz) kommunizieren. Diese Frequenz ist weltweit für DECT reserviert und kommt mittlerweile bei Produkten vieler Smart-Home-Hersteller zum Einsatz.

Die bekanntesten Hersteller sind die Deutsche Telekom, AVM (FRITZ!Box), Panasonic, Huawei, Gigaset, Vtech, Intel, Cisco und viele andere mehr. Neben der Verbindung zur Basis gibt es natürlich auch Unterschiede in der Hardware der Smart Plugs. Es gibt diverse Smart Home Steckdosen für den Innenraum sowie mittlerweile auch sehr intelligente Steckdosen für den Außenbereich wie mit FRITZ!DECT 210 von AVM. Den Unterschied zwischen innen und außen macht der Schutz vor Feuchtigkeit (siehe IP Schutznormen). Je höher die Kennziffer, desto besser ist der Schutz. Darüber hinaus bietet die Outdoor-Steckdose von AVM auch die Trennung beider Leitungen. Es wird also nicht nur der stromführende Außenleiter (braun, schwarz, grau), sondern auch der Neutralleiter (blau) beim Abschalten getrennt. Die Erdung, der Schutzleiter (protection Earth = PE), ist davon nicht betroffen. Die Schutzklasse und Vorsicht hat ihren Sinn. Denn so werden nicht nur die angeschlossenen Geräte, wie der Rasenmähroboter oder der teure Kühlschrank optimal geschützt, sondern auch der Nutzer.

© AVM / Die DECT 210 Steckdose ist für den Einsatz im Außenbereich ideal.

Preis/Leistungs-Verhältnis von smarten Steckdosen

Das Preis/Leistungs-Verhältnis bei intelligenten Steckdosen ist leider nicht so einfach zu vergleichen wie der Preis von Milch oder Butter im Supermarkt. Die Kriterien sind viel zu vielschichtig. Marken-Hersteller wie AVM bieten regelmäßige Firmware-Updates mit stetig neuen Funktionen sowie einen kundenorientierten Support etwa per Hotline, während andere Anbieter andere Stärken oder auch Schwächen haben. Mitentscheidend für die Rentabilität einer intelligenten Steckdose ist die Basis – zu der sich die Steckdose verbinden muss. Ist diese Basis für DECT ULE oder auch WLAN bereits zu Hause vorhanden, sind die Anschaffungskosten überschaubar. Muss allerdings erst eine Basis gekauft werden, rentiert sich die smarte Steckdose erst nach Monaten oder sogar Jahren.

© HOMEMATIC IP / Die Energiekosten werden von der PSM-Schalt-Mess-Steckdose ermittelt und sind über die Homematic IP Smartphone App einsehbar.

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