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Strom & Heizung

Smarte Energie-Steuerung für Einsteiger

Was schon für wenig Geld mit Smart-Home-Technik möglich ist: Wir zeigen in einer Übersicht, worauf man achten muss und wie viel man sparen kann

Wie im Haus Energie gespart werden kann.

iStock.com/LvNL

Smart Home ist in aller Munde. Die neuesten Studien zeigen: Der Begriff „Smart Home“ ist bekannt, und die meisten Konsumenten sind auch bereit, etwas mehr Geld für entsprechende Anschaffungen auszugeben. Zudem planen 38% der Deutschen, in den Bereich Smart Home einzusteigen.

Dennoch wissen viele nicht, welche Möglichkeiten Smart-Home-Technologie bietet und wo sie zu bekommen ist. Muss ich in den Elektrofachmarkt oder hilft mir vielleicht ein Architekt weiter? Auch sind viele der Meinung, Smart Home sei nur etwas für einen Neubau. Doch auch Altbauten lassen sich recht einfach mit intelligenter Technik ausstatten und smart machen.

Smarte Technik gegen Stromfresser

Der Energielieferant RWE nennt handfeste Gründe für smarte Technik: Wer seinen alten analogen Stromzähler mit einem Energy-Control-Aufsteckgerät von RWE aufrüstet, könne künftig den aktuellen Stromverbrauch jederzeit ablesen. Der Zähler lässt sich leicht in eine digitale Haussteuerung einbinden, sodass der Stromverbrauch jeden Tag per Smartphone-App verfolgt werden kann, während analoge Zähler nur einmal jährlich abgelesen werden. Der Vorteil der neuen Technik: Beim regelmäßigen Energiecheck können Geräte mit hohem Verbrauch leicht erkannt und ausgetauscht werden.

Bis zu 30% weniger Energiekosten verspricht auch die Deutsche Telekom beim Einsatz ihrer Smart-Home-Lösungen wie funkbasierte Heizungsregelung oder Lichtsteuerung. Wie viel das ausmacht, lässt sich leicht überschlagen: Rund die Hälfte der Nebenkosten entfallen heute laut Telekom auf die Heizkosten. Durchschnittlich würden so etwa jährlich rund 1.000 Euro Heizkosten bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung anfallen.

Die Heizung aus der Ferne steuern

Heizkosten lassen sich schon mit einer geringen Investition in Smart-Home-Technik sparen. So kostet beispielsweise ein entsprechender Heizkörperthermostat im Telekom-Shop nur rund 40 Euro. Mit mehreren dieser Thermostate lassen sich die Temperaturen unterschiedlicher Räume aus der Ferne per Telekom Smart Home App steuern. Möchte man es zum Beispiel wohlig warm haben, wenn man von der Arbeit nach Hause kommt, legt man hierfür eine Regel in der Smart Home App an. Und schon steuert der Thermostat den Wärmezustrom direkt am Heizkörper, um die Heizung punktgenau anzuwerfen.

Mit Hilfe von smarter Technik lässt sich aber nicht nur Heizenergie, sondern auch Strom sparen. Welche Möglichkeiten es neben intelligenten Thermostaten noch gibt und wo im Haus weitere Energie-Einsparpotenziale sind, zeigen die folgenden Tipps.

1. Weg mit den alten Lampen

Strom sparen fängt bei der Beleuchtung im Haus an. Inzwischen sind die alten Glühbirnen bereits per EU-Gesetz den Energiesparlampen gewichen. Noch weniger Strom verbrauchen allerdings moderne LED-Lampen. Laut Philips sollen LEDs den Energieverbrauch um bis zu 90% im Vergleich zu den klassischen Glühbirnen senken. Zudem halten die LEDs viel länger, sind schadstoffarm und höchst effizient. Sie bieten mit rund 60 bis 100 Lumen pro Watt die fünf- bis zehnfache Lichtausbeute im Vergleich zu einer klassischen 60-Watt-Glühbirne.

Wer immer noch an den alten Glühlampen hängen sollte, weil die klassischen Stromsparlampen möglicherweise zu lange brauchen, bis sie richtig leuchten, kann beruhigt sein: Auch moderne LED-Lampen bringen direkt nach dem Einschalten die volle Leuchtkraft. Es gibt also keinen Grund mehr, an den fossilen Stromfressern festzuhalten. Außerdem bieten Produkte wie die Hue-LED-Lampen von Philips die Möglichkeit, sie per Smartphone-App zu steuern.

2. Beleuchtung intelligenter machen

In einem vernetzten Heim kann ein Lichtregler weit mehr, als nur die Beleuchtung ein- und auszuschalten. Der Clou in einem Smart Home ist, dass sich sämtliche Produkte programmieren lassen – und eben auch die Beleuchtung. Über sogenannte Szenarien kann die Beleuchtung im ganzen Haus ferngesteuert und so den persönlichen Vorlieben angepasst werden. So kann auf Wunsch nur das Stockwerk automatisch beleuchtet werden, in dem sich gerade jemand aufhält. Beim Verlassen des Hauses können dann alle Lichter automatisch ausgeschaltet werden.

Einen interessanten Ansatz zur Vernetzung aller Geräte im Haushalt bietet das Smart-Home-Unternehmen Digitalstrom. Hierbei werden bestehende Stromleitungen für die Vernetzung genutzt, sodass auch jeder Altbau intelligent gemacht werden kann. Gesteuert werden die Geräte über eine Smartphone-App, mit der sich bestimmte Szenarien programmieren lassen, um beispielsweise die Beleuchtung im Wohn- und Esszimmer zu dimmen, die TV und Soundbar einzuschalten und alle nicht benutzten Geräten auszuschalten.

Die Möglichkeiten der Automatisierung mit Digitalstrom sind enorm, jedoch müssen bei der nicht einfachen Installation Chip-basierte Lüsterklemmen in das Stromnetz verbaut werden. Hier ist oft die Hilfe vom Fachmann gefragt. Volker Lorentzen hat sich mit seinem Elektromeisterbetrieb aus Bergenhusen schon 2012 auf Smart-Home-Installationen spezialisiert. „Man muss heute den Kunden Lösungen für jeden Zweck anbieten“, sagt Lorentzen. „Ich habe Handwerker für alles in der Hinterhand, kann die richtigen Geräte aussuchen, alles vernetzen und fertig übergeben“. Um zu zeigen, was mit smarter Beleuchtung alles möglich ist, hat der Meisterbetrieb eines der bekanntesten Modellprojekte umgesetzt und 2012 eine 300 Jahre alte Kirche mit Digitalstrom-Technik ausgerüstet. Die Beleuchtung des denkmalgeschützten Gebäudes kann jetzt per iPad ferngesteuert werden. Der Pfarrer muss auf dem iPad nur noch das Szenario namens „Taufe“ oder „Trauung“ antippen, um bestimmte Bereiche der Kirche heller zu beleuchten und das Licht woanders zu dimmen.

3. Mehr Tageslicht nutzen

Im smarten Zuhause beginnt der Tag idealerweise mit Sonnenlicht, denn ein natürliches Aufwachen ist angenehmer als der Weckruf mit Kunstlicht. Deshalb sollte eine intelligente Steuerung bei Tagesanbruch auch automatisch die Rollläden hochfahren. RWE bietet hierfür eine Unterputz-Rollladensteuerung an, die unsichtbar in der Wand verborgen ist und elektrische Rollläden, Jalousien und Markisen automatisch hoch- und runterfährt. Ein toller Nebeneffekt: Die Rollladensteuerung simuliert zudem, dass man anwesend ist, sodass potenzielle Einbrecher abgeschreckt werden.

4. Intelligent Lüften

Wer im Winter das Lüften vergisst, verhindert unbewusst, dass Feuchtigkeit abgeführt wird. Sammelt sich diese im Raum an und schlägt sich an den Wänden nieder, besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Für die Gesundheit ist das alles andere als förderlich. Natürlich ist es beim Lüften im Winter wichtig, die Heizung währenddessen auszuschalten, um kein Geld aus dem Fenster zu werfen. Hier kommen Smart-Home-Systeme wie zum Beispiel die RWE-SmartHome-Zentrale ins Spiel. Sie registriert, welche Fenster geöffnet sind, und schaltet die Heizung in diesem Raum automatisch aus. Sobald die Fenster geschlossen sind, lässt sie die Heizung wieder hochfahren.

5. Wärmeisolierung mit Smartphone checken

Im Altbau entweicht Wärme oft durch Fenster oder schlecht gedämmte Wände. Um die undichten Stellen aufzuspüren, bietet sich die Aufsteckkamera Seek Thermal an. Sie erfasst Thermalbilder und zeigt an, an welchen Stellen die Wärmelecks an Fenstern und Wänden lauern.

Die etwa 250 US-Dollar teure Wärmekamera kann einfach auf ein Android- bzw. iOS-Gerät gesteckt werden. Mit der zugehörigen App wird entweichende Wärme sofort sichtbar und Schwachstellen in der Isolierung werden aufgedeckt. Dabei ist die Bedienung nicht schwieriger als die der gewöhnlichen Smartphone-Kamera.

Fazit

Das Angebot der Hersteller zeigt: In jedem Haushalt, egal ob Neu- oder Altbau, gibt es viele Ansatzpunkte, Energie und somit bares Geld zu sparen. So groß wie das Angebot ist aber auch der Unterschied bei den anfänglichen Investitionen. Es gibt einfache Aufsteckgeräte ab 40 Euro, aber auch umfangreiche Komplettsysteme, bei deren Einbau der Fachmann helfen sollte.

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