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Title: Energie sparen
Kosten senken

So einfach: Mit Smart Home effektiv Energie sparen

Neue Hardware hilft dabei, den Stromverbrauch gezielt zu reduzieren. Aber ein Blick unter die Haube älterer Geräte bietet auch dort Sparpotenzial

© Stanisic Vladimir / Fotolia

© Stanisic Vladimir / Fotolia

Durch das Smart Home kommen neue Geräte in die heimischen vier Wände. Viele Menschen verbinden diesen Zuwachs automatisch mit höherem Energieverbrauch. Diese Wahrnehmung ist allerdings unrichtig, denn in Wirklichkeit bieten Smart Home-Technologien zahllose Möglichkeiten, Energie zu sparen, weit über den Eigenverbrauch hinaus. Wie das funktioniert, und worauf es zu achten gilt, haben wir uns im Folgenden etwas genauer angesehen.

Energie sparen und starke Stromverbraucher erkennen - mit smarten Stromschaltern

Die einfachste Möglichkeit, im Haushalt effektiv Energie zu sparen, ist, Geräte gar nicht erst mit Strom zu versorgen. Viele der von uns genutzten Geräte müssen nicht rund um die Uhr an das Stromnetz angeschlossen sein. Kaffeemaschinen, Toaster, Ventilatoren und viele weitere Helfer kommen nur in bestimmten Situationen zum Einsatz und verbrauchen den Rest der Zeit nur unnütz Energie. Für solche Einheiten lohnt sich der Einsatz von smarten Stromschaltern. Diese werden einfach zwischen das Endgerät und die Steckdose gesteckt und regulieren den Stromverbrauch des Endabnehmers. Außerdem können punktgenaue Zeitschaltpläne mithilfe der dazugehörigen Apps erstellt werden. So lässt sich festlegen, wann und für wie lange die Kaffeemaschine an sein soll. An einem normalen Arbeitstag kann ein bestimmtes Zeitfenster von zum Beispiel einer Stunde definiert werden, in dem der Kaffee durchläuft und warmgehalten wird. Danach wird das Gerät einfach abgeschaltet.

Solche Szenarien zum Energie sparen können mittlerweile für so gut wie alle Situationen und Alltagsszenen erstellt werden. Auch die Kombination mit anderen Auslösern ist möglich. Der Lüfter geht dann erst an, wenn die Zimmertemperatur 26 Grad übersteigt oder das Licht wird nur Sonnenuntergang angeschaltet, und wenn das Smart Home feststellt, dass ich mich meinem Zuhause nähere. Smart Home-Aktivitäten können durch Bewegungen, Positionsdaten, Uhrzeiten, Wetter, Sportereignisse und viele mehr aktiviert werden.

© elgato / Der Elgato Eve Energy macht Steckdosen smart und funktioniert mit Apples HomeKit-Technologie

Ein weiterer Vorteil vieler smarter Stromschalter ist eine Analysefunktion, die in den jeweiligen Apps untergebracht ist. Diese wertet spielend einfach aus, wieviel Energie einzelne Geräte tatsächlich verbrauchen. Starke Verbraucher werden auf diese Weise leicht aufgespürt und mithilfe der gewonnenen Daten lässt sich sogar eine Vergleichsrechnung aufstellen, ob und wieviel ein modernes Gerät mittel- und langfristig an Geld und Energie sparen kann.

Nutzung nur bei Bewegung

Noch individueller kann der Stromverbrauch im Smart Home gesteuert werden, wenn Bewegungsmelder zwischengeschaltet werden. In einem solchen Szenario wird eine Aktion (z.B. „Stehlampe an“) nur dann ausgelöst, wenn der Stromschalter das Signal von einem Bewegungsmelder bekommt. Das Licht würde also nicht anhand der Programmierung eingeschaltet, sondern erst, wenn der Hausbesitzer persönlich im Wohnzimmer auftaucht.

Tipp: Vor der Entscheidung für eine der zahlreich angebotenen Lösungen, lohnt es sich, einen Blick auf das Gesamtangebot des jeweiligen Herstellers zu werfen. Nicht alle Angebote sind untereinander kombinierbar. Teils werden unterschiedliche Funktechnologien genutzt, teils sind die Geräte nur mit der App des Herstellers nutzbar.

Sofern Apple-Geräte im Haushalt genutzt werden, sollte geprüft werden, ob das Wunschgerät „HomeKit“-fähig ist. Dieser Standard garantiert, dass auch Angebote unterschiedlicher Hersteller im Apple-Kosmos miteinander funktionieren.

© D-Link / Bewgungsmelder werden von zahlreichen Herstellern angeboten. Auch D-Link bietet eine Lösung an

Ein Router muss nicht immer routen

Der Router ist das Herzstück des heimischen Netzwerkes und des Smart Home. Aber auch hier ist die Frage legitim, ob dieser rund um die Uhr in vollem Betrieb laufen muss. Angebote von Qualitätsherstellern gehen bereits seit längerem auf diese Thematik ein und bieten unterschiedlichste Analyse- und Sparfunktionen an. Beispielsweise stellt sich die Frage, inwiefern das WLAN die ganze Nacht über aktiv sein muss. Mithilfe von Zeitschaltplänen kann unter anderem sehr genau bestimmt werden, wann das drahtlose Netzwerk zur Verfügung stehen soll, und wann nicht.

Das gleiche gilt für die Anschlüsse des Routers und für damit verbundene Peripheriegeräte. Über die Bedienungsoberfläche kann bei guten Geräten ziemlich genau festgelegt werden, welche Ports unterstützt werden sollen und welche nicht. Manche Module deaktivieren sich selbständig, wenn sie nicht verwendet werden, andere können manuell auf stromsparende Einstellungen gesetzt werden. Nicht genutzte Anschlüsse können oftmals komplett abgeschaltet werden. Ein Blick in die Einstellungen lohnt sich also auf alle Fälle.

Screenshot Karsten Kunert / Die FritzBox bietet eine Analyse des Energieverbrauches in der Benutzeroberfläche an

Smarte Thermostate

Eine Wohnung muss nicht rund um die geheizt werden und kann trotzdem stets mollig warm sein. Während der Schlaf- und Abwesenheitszeiten ist es sinnvoll, den Lebensraum etwas abkühlen zu lassen. Für den besseren Schlaf genauso wie aus Gründen der Energieeffizienz. Ideal wäre es jedoch, nachts in etwas frischerer Umgebung zu schlafen, und morgens in einer angenehm warmen Atmosphäre aufzuwachen. Hier hilft das Smart Home. Smarte Thermostate übernehmen auf Wunsch das Heizmanagement in den eigenen vier Wänden. Im obigen Beispiel würden smarte Thermostate dafür sorgen, dass die Heizelemente bereits vor der avisierten Aufwachzeit zu heizen beginnen. Wenn der Wecker dann läutet, ist das Zimmer bereits wieder auf Idealtemperatur.

Auch für smarte Heiz-Unterstützung ist das Angebot mittlerweile sehr umfangreich. Das Lösungsangebot reicht von Angeboten, die den Heizkessel im Heizkeller steuern bis hin zu Thermostaten, die herkömmliche Regler direkt am Heizkörper ersetzen. Über eine entsprechende App werden dann die gewünschten Temperaturen und Uhrzeiten definiert und eingestellt. Auf diese Weise lässt sich der Heizaufwand laut Herstellerangaben um bis zu 30% reduzieren, während der Wohlfühlfaktor zeitgleich steigen dürfte.

Fazit

Wahrscheinlich war es noch nie so einfach wie heute, Strom und Energie zuhause zu sparen. Die Hersteller haben dieses Bedürfnis der Kunden erkannt und reagiert. Dazu gehört einerseits das stetig wachsende Angebot neuer energiesparender Lösungen. Im gleichen Umfang werden allerdings auch bestehende Installationen wie Router oder Soundanlagen um entsprechende Funktionen erweitert. Ein Blick in die Einstellungen kann diesbezüglich unentdecktes Potenzial zum Vorschein bringen.

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