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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Techniken im Vergleich

So werden Immobilien auch ohne Kabel intelligent

Die Unternehmen Elgato und devolo bieten drahtlose Smart Home-Lösungen mit unterschiedlichen Ansätzen an.

Frau mit Tablet in der Hand installiert devolo-Stecker

© Copyright devolo AG 2016

Ob Licht, Heizung oder Stromverbrauch: Eine intelligente Vernetzung in den eigenen vier Wänden ist relativ leicht nachzurüsten. Für eine Installation ohne umständliche Verkabelung helfen Lösungen, die drahtlos arbeiten und so auch ohne die kostspielige Hilfe von Elektrik-Profis installiert werden können. Hier stechen vor allem zwei einfache Systeme für die Heimvernetzung ohne Kabelsalat hervor. Made in Germany: devolo setzt auf ein Smart Home, in dem die Sensoren per Z-Wave vernetzt und über eine Zentrale gesteuert werden, die mit dem Router im Haus verbunden ist. Einen komplett anderen Ansatz verfolgt Elgato und verlässt sich dabei auf die recht neue Lösung Apple HomeKit. Wir haben beide Systeme verglichen. 

Verfügbare Sensoren müssen zum eigenen Anspruch passen

Ein wesentlicher Faktor bei der Planung eines Smart Homes sind die Sensoren, die der Anbieter zur Verfügung stellt. Für das System „Elgato Eve“ (der günstigste Einstieg ist mit einem Tür-Fenster-Kontaktsensor um 40 Euro möglich) stehen aktuell Funksteckdosen, Tür-Fenster-Kontaktsensoren, ein Raumklimasensor und ein Außensensor zur Verfügung. Letzterer misst neben der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit auch den Luftdruck der Außenluft. Erfreulicherweise kommt das System ohne eine Zentrale aus. Das reduziert die Anschaffungskosten.

Elgato Eve Room

Das System „devolo Home Control“ (das Starter Paket kostet rund 200 Euro) eignet sich besonders, wenn die intelligente Vernetzung im Smart Home größere Ausmaße annehmen soll. Hier lassen sich unter anderem auch Heizkörperthermostate, Rauchmelder und Funkschalter in das smarte Zuhause integrieren. Die Vernetzung der Komponenten wird über die Zentrale des Systems von devolo Home Control vorgenommen, die über den Router mit dem Internet verbunden wird. 

Komfortable Bedienung per App, Sprache oder Vernetzung

Neben den Sensoren spielt die Bedienung des Smart Homes eine wichtige Rolle. Aktionen im intelligenten Haus lassen sich natürlich per App durchführen. Komfortabler geht es aber per Sprachsteuerung – oder man lässt die Komponenten einfach selbst miteinander kommunizieren und das Haus managen.

Dank der HomeKit-Anbindung steht für Elgato Eve die Sprachsteuerung Siri zur Verfügung. An Siri diktierte Wünsche, wie „Schalte alle Lichter in der Küche ein“, werden also besonders intuitiv umgesetzt, ohne dass die Elgato-App gestartet und bedient werden muss. Auch der Status der einzelnen Komponenten lässt sich bequem per Sprache abfragen. So liefert beispielsweise die Frage „Wie ist die Temperatur im Wohnzimmer?“ die entsprechende Antwort über Siri, wenn im abgefragten Raum ein Raumklimasensor von Elgato (um 76 Euro) aufgestellt ist.

Smart-Home-Fans, die auf devolo Home Control setzen, können über Smartphones, Tablet-PCs sowie PCs und Notebooks ins Geschehen eingreifen. Bei diesem System muss man aber nicht alles selbst erledigen, denn es nimmt dem Bewohner logische Entscheidungen ab, indem die Sensoren vernetzt werden und interagieren. Stellt beispielsweise der Tür-Fenster-Kontaktsensor fest, dass der Raum gelüftet wird, schaltet devolo Home Control den intelligenten Heizkörper im selben Raum automatisch ab oder regelt ihn herunter. Das spart Heizosten, und der Bewohner muss selbst nicht aktiv werden. Ebenso lassen sich Lampen bei Bedarf über Funktaster schalten, wenn gerade kein Smartphone zur Hand oder der Akku zur Neige gegangen ist. Das devolo Home-Control-System wurde zuletzt von der Zeitschrift „video“ mit der Note „sehr gut“ bewertet. Das Magazin „Connect“ gibt fünf von fünf möglichen Sternen und lobt „praxisgerechte Funktionen“ sowie die „gute Integration ins Gesamtsystem“.

Devolo Home Control Stecker in Wohnzimmer

Offene Schnittstellen für Dritthersteller

Um möglichst flexibel erweiterbar zu sein, sollte ein Smart Home über offene Schnittstellen verfügen, über die sich dann auch Geräte von anderen Herstellern einbinden lassen. Dadurch wird die Anzahl der verfügbaren Sensoren erweitert. Außerdem kann die Steuerung zentral über eine App erfolgen.

Nach außen gibt sich die Elgato-Eve-App so offen wie zurzeit möglich, da sich auch andere HomeKit-Komponenten in die Vernetzung einbinden lassen. Aktuell trifft das in Deutschland allerdings nur auf das LED-Leuchtensystem Philips Hue zu, doch wird sich die Gerätepalette mit großer Wahrscheinlichkeit schnell erweitern. Zuletzt erschien die Drittanbieter-App „Home“, von Matthias Hochgatterer mit der Elgato-Eve-Komponenten eingesehen, bearbeitet und zusammengeschaltet werden können.

Das System devolo Home Control basiert auf der Z-Wave-Technologie. Der Heimvernetzungsstandard wird von weltweit mehr als 300 Unternehmen unterstützt, doch empfiehlt es sich, die Kompatibilität im Einzelfall zu prüfen. Auch das devolo-Angebot wächst: So sind für 2016 unter anderem Wassermelder und eine Jalousiensteuerung angekündigt.

Devolo Home ControlElgato Eve
Funktechnik     Z-Wave Apple HomeKit    
Steuerung Schalter, Fernbedienung und Computer sowie Smartphones/Tablet-PCs (Android/iOS) Nur iPhone/iPad/iPod touch
Sprachsteuerung     Nein Ja (Siri)
Schaltung aus der Ferne Ja Ja, aber nur mit Apple TV ab Version 3
Komponenten vernetzbar Ja Nein
Zentrale erforderlich Ja Nein
Lichtsteuerung Ja Ja
Heizungssteuerung     Ja Nein
Tür-/Fensterkontakt     Ja Ja
Bewegungsmelder Ja Nein

Fazit

Nutzer, die Wert auf zahlreiche unterschiedliche Sensoren und die Bedienung über möglichst viele Endgeräte legen, sind mit devolo Home Control gut beraten. Wer zu Hause ohnehin auf Apple-Hardware setzt und von der einfachen Steuerung des Smart Homes über Siri profitieren möchte, kommt an Elgato Eve nicht vorbei.

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