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Smarte Solar-Rollläden

Solar Blinds: Photovoltaik vor dem Fenster

Um Solarenergie zu gewinnen, braucht es nicht immer große Installationen auf dem Dach. Jetzt liefern auch Rollläden erneuerbare Energie.

© Solargaps

© Solargaps

Energie aus Sonnenkraft zu gewinnen und für den Haushalt zu nutzen ist in unserem Alltag kein Novum mehr. Normalerweise werden dafür Solarzellen genutzt, die großflächig auf dem Dach oder auf dafür eigens angelegten Solarfarmen aufgestellt werden. Eine solche Installation schränkt die Zielgruppe der potenziellen Solarenergie-Nutzer allerdings stark ein und reduziert sie auf Haus- und Grundbesitzer.

Solarenergie für alle Haushalte

Diesen Missstand hat das US-amerikanische Startup Solargaps aufgegriffen und gerade bei Kickstarter ihr ‚Solarenergie-Projekt für Jedermann‘ erfolgreich mit einer Zielerreichung von 205% abgeschlossen.

Anstatt auf platzintensive Installationen auf dem Hausdach zu setzen, hat Solargaps smarte Rollläden entwickelt, deren Lamellen mit photovoltaischen Modulen, beziehungsweise mit Solarzellen ausgestattet sind. Diese richten sich in der Standardeinstellung automatisch so nach der Sonne, dass das Verhältnis von Energieaufnahme und Hitzeentwicklung im Inneren des Raumes stets maximal effizient ist. Bei einer entsprechend umfangreichen Installation stellt der Hersteller so eine Energieersparnis von bis zu 70% in Aussicht.

© Solargaps / Smarte Rollläden können Energie für Rechner, Glühbirne und Co. zur Verfügung stellen.

Pro Quadratmeter genutzter Fensterfläche produzieren die smarten Rollläden zwischen 100 und 150 Watt Energie - je nach Intensität der Sonneneinstrahlung. Das entspricht in etwa der Nutzung von 30 LED-Glühbirnen oder 3 MacBooks. Solargaps empfiehlt den Einsatz von mindestens vier Quadratmetern. Ein Dreizimmer-Appartment, das Richtung Süden liegt, kann entsprechend ausgerüstet bis zu 600 Wattstunden, beziehungsweise vier KW pro Tag an zusätzlicher erneuerbarer Energie erzeugen. Große Büros natürlich entsprechend mehr. Dabei sollten die Rollläden idealerweise an der Außenseite angebracht werden, um ihren vollen Leistungsumfang ausschöpfen zu können. Bei Nutzung innerhalb von Räumen sinkt die Energiegewinnung um bis zu 50% im Vergleich zum Außeneinsatz.

Wie lässt sich die Energie nutzen?

Die gewonnene Energie kann sofort auf zwei Weisen genutzt werden. Zum einen lässt sich der grüne Strom in das hauseigene Stromnetz einspeisen. Sofern das machbar ist, reduziert sich die Menge der Energie, die dem Stromanbieter abgenommen werden muss, um die Menge der selbst gewonnen Solarenergie. Allerdings bedarf es zur Umsetzung dieser Möglichkeit nicht nur eines sogenannten Inverters (Wechselrichter), sondern auch noch spezieller Gerätschaften, die der Stromanbieter selbst zur Verfügung stellen und installieren muss. Deshalb bleibt diese Variante wohl nur Hausbesitzern vorenthalten, die auch selbst Inhaber des Haus-Stromanschlusses sind.

© Solargaps / Solarzellen auf den Lamellen erzeugen zusätzliche Energie für den Haushalt.

Einfacher und viel universeller gestaltet sich die Nutzung eines großen Hausakkus, der durch die Rollläden und deren Photozellen aufgeladen wird. Dieser wiederum kann dann konkret für spezielle Geräte genutzt werden und beispielsweise die Klimaanlage, die Mischbatterie, Kühlschränke usw. zu betreiben. Der Verbrauch dieser Geräte würde dann ohne die Leistung des Energieanbieters alleine durch die selbst produzierte Solarenergie gewährleistet werden.

Nicht ohne eine App!

Selbstredend bietet Solargaps auch eine App an, über die die Rollläden gesteuert und deren Leistung analysiert werden kann. Für iOS und Android-Geräte steht diese im entsprechenden Store zum Download bereit.

Auf diese Weise lassen sich die Rollos von überall aus hoch- und herunterfahren, die Neigungswinkel einstellen und die Energiewerte auslesen. In Kombination mit Informationen aus dem Internet können auch situative Schaltpläne ausgearbeitet werden. Die Fenster werden bei starker Sonneneinstrahlung geschützt und die Rollläden fahren bei Regen oder einsetzender Dunkelheit automatisch hoch.

Einfach per Zuruf die Rollläden steuern

Bereits im ersten Lieferzustand unterstützt Solargaps eine Reihe von digitalen Sprachassistenten und IoT (Internet of Things)-Diensten. Dazu gehören (natürlich) an vorderster Front Google Home und Amazon Echo. Auf Zuruf führen diese dann die Befehle aus, die sonst über die App gesteuert werden würden. „Hey Google, Fahr die Rollos hoch!“

Außerdem im Programm ist das Nest Thermostat, das im Zusammenspiel mit den smarten Rollos den Lichteinfall in die Wohnung regulieren und so heizen oder kühlen kann.

Verfügbarkeit

Die ursprüngliche Finanzierungskampagne wurde bereits erfolgreich abgeschlossen und die Solargaps können online bestellt werden. Zur Auswahl stehen mehrere Größen und Längen. Für Spezialformate bietet der Hersteller ebenfalls Hilfe an. Der Einstiegspreis beginnt bei 270 US-Dollar, was ca. 50% Preisnachlass zum späteren Serienangebot bedeutet. Der Versand wird voraussichtlich im Dezember 2017 beginnen.

© Solargaps / Selbst Energie produzieren kann man nicht nur auf dem Dach sondern auch vor den Fenstern.

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