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Title: Energie sparen
Effizient Energie sparen

Stromkosten sparen mit moderner Technik

Helfen moderne Elektronikgeräte beim Energiesparen? Das ist von Fall zu Fall anders. Wer einige Tipps beherzigt, kann seinen Stromverbrauch spürbar reduzieren.

© AA+W/Fotolia.com

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Viele Verbraucher fragen sich immer wieder, ob sie den Energiespar-Labels vertrauen können und möchten wissen, wie sie effizient Energie sparen können. Gerade Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind seit „Fridays For Future“ wieder verstärkt in allen Köpfen vertreten. Nie wurden mehr Ökostromverträge abgeschlossen als heute. Das ist ein guter Anfang, trotzdem sollte auch dieser Strom effizient genutzt werden. Was kann man im Technikbereich tun, um den Stromverbrauch zu reduzieren? Nur Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ kaufen? Oder gibt es andere Tipps? Und worauf muss man eigentlich achten, wenn man ein altes Gerät durch ein neues ersetzt?

© Samsung / Ein Energielabel für ein TV-Gerät 2019: Wichtig sind die Watt- und kWh/annum-Angaben, die trotz größerer Diagonale oftmals ähnliche Werte wie ältere kleinere Modelle liefern.

Kann man dem Energie-Effizienzklassen-Label blind vertrauen?

Grundsätzlich dient das Energielabel als schnelle Vergleichsmöglichkeit. Doch nach dem Energielabel A kam A+, A++, A+++, Tendenz steigend, da wird ein Vergleich nicht unbedingt einfacher. Beispiel Kühlschrank: wer heute denkt, dass die Klasse A hier doch sparsam sein müsste, hat die Rechnung ohne den Betriebswirt gemacht, denn A++ verbraucht schon lange nur die Hälfte von A. Neue Kühlschränke der Energie-Effizienzklasse A dürfen sogar seit Jahren nicht mehr verkauft werden. Heute gilt auch A+ und in einigen Fällen sogar A++ bereits als zu stromverbrauchend im Vergleich zu A+++.

Bei Fernsehern erfolgt die Einstufung der Energie-Effizienzklasse zum großen Teil anhand der Größe. Ein 100 cm-LED-Fernseher mit 75 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr kann also durchaus ebenso als A+-Gerät eingestuft sein, wie ein 165 cm-LED-TV-Gerät mit 150 kWh Stromverbrauch. Dazu kommen das individuelle Verhalten des Nutzers und der Aufstellort. Wer täglich acht Stunden fernsieht und wegen großer Fensterfronten die Bildschirmhelligkeit auf Maximum setzen muss, zahlt logischerweise mehr Stromkosten als jemand, der drei Stunden in einem abgedunkelten Raum im Eco-Mode fernsieht. Ein wirklicher Anhaltspunkt sind daher eher die Angaben des Watt- und kWh/Jahr-Verbrauchs auf dem Energie-Effizienzlabel.

© Panasonic / Der TX-65GXW904 LED TV verfügt über die Energieeffizienzklasse A++.

Sind moderne Flachbildfernseher tatsächlich energieeffizienter?

Aktuelle Flachbildfernseher verbrauchen auf den ersten Blick ebenso viel oder sogar mehr Strom als alte. Doch hier muss differenziert werden. Mittlerweile sind Standard-Fernseher wahre Giganten. Und wenn man sich mal vor Augen hält, dass ein heutiger 4K-LED-TV mit 165 cm Bildschirmdiagonale ungefähr genauso wenig oder viel verbraucht, wie ein älterer 100 cm-Fernseher, und im reellen Vergleich ein aktueller 100 cm-LED-TV tatsächlich nur noch die Hälfte eines älteren Geräts, ist die Energie-Effizienz durchaus gewahrt. Zu beachten ist: je größer die Bildschirmdiagonale, desto höher der Energieverbrauch. Hat man ein eher kleineres Wohnzimmer, muss es kein 65 Zoll Smart TV sein, als Faustregel gilt immer noch: Sitzabstand = Bildschirmdiagonale mal drei.

Die Entscheidung beim Neukauf sollte heißen: möchte ich spürbar Energie sparen, kaufe ich mir ein gleichgroßes Gerät mit moderner Technik, möchte ich meinen Energieverbrauch effizient gestalten und auf einem ungefähr gleichen Level halten, kann ich zum größeren Gerät greifen. Die Krux: durch verändertes Sehverhalten und genutzte Features wie WLAN-Anbindung, Spielekonsole etc. kann es trotzdem zu einem höheren Energieverbrauch aufgrund der gesteigerten Nutzung kommen. Beim Kauf sollte man daher in jedem Fall darauf achten, dass der neue Smart TV über 42 Zoll mindestens die Energieeffizienzklasse A+, besser A++ erfüllt. Faustregel: große Fernseher mit unter 70 Watt Verbrauch sind sehr sparsam, ab 150 Watt sehr verbrauchsintensiv.

© Miele / Moderne Geschirrspüler sind oftmals per App bedienbar, verbrauchen weniger Wasser und tragen das A+++-Energieeffizienzklasse-Siegel.

Soll ich alte Geräte also lieber schnell durch neue ersetzen?

Hier gilt das klassische Jein. Jedes Gerät verbraucht auch bei der Herstellung viele Ressourcen, seltene Erden und das alte Gerät sorgt für jede Menge Schrott bei der Entsorgung. Sehr alte Kühlschränke, Gefriertruhen und Waschmaschinen tun vielleicht noch ihren Dienst, sollten jedoch statt noch einmal teuer repariert zu werden, in den meisten Fällen lieber durch A+++-Geräte ersetzt werden. Hier ist die Energieersparnis in der Regel direkt bei der nächsten Stromrechnung sichtbar und damit auch die Klimabilanz besser.

Und wie sieht es bei Unterhaltungselektronik aus? Wenn das alte Gerät noch voll funktionsfähig ist, steht dem weiteren Betrieb grundsätzlich nichts im Wege. Selbst alte LED-Fernseher, die nicht mehr die neueste Netflix-App beherrschen, können durch FireTV, Apple TV oder Google Chromecast mit wenig Aufwand in einen Smart TV verwandelt werden. Grundsätzlich gilt: da Unterhaltungselektronik heute durchschnittlich mit gut einem Viertel am Stromverbrauch eines Haushalts beteiligt ist, lohnt sich das Prüfen des kWh/Jahr-Verbrauchs auf dem Energieeffizienz-Label bei einem Neukauf in jedem Fall. Wer hier einmalig ein paar Euro mehr ausgibt, kann diese Mehrkosten über die Zeit der Nutzung oftmals herausholen bzw. macht nach einiger Zeit sogar Gewinn.

© AVM / Intelligente Steckdosen wie Fritz!DECT200 messen den Stromverbrauch angeschlossener Geräte und zeigen diesen in der App.

Fazit

Heutige TV-Geräte verbrauchen auf den ersten Blick genauso viel oder sogar etwas mehr Strom als alte Geräte. Sie sind jedoch deutlich größer und haben weitaus mehr Funktionen, wie etwa eine WLAN-Verbindung. Die Energie-Effizienz ist heute, gemessen an der stark zunehmenden Größe, durchaus gut, das Energie-Effizienzlabel darf jedoch nicht auf die A+++–G-Skala reduziert werden. Dazu kommt: der Energiefresser Nummer Eins in unserem Leben heißt Bequemlichkeit. Handy, Tablet und Laptop über Nacht an der Steckdose zu lassen, obwohl sie nach wenigen Stunden vollständig geladen sind, kostet unnötig Strom und Geld. Wer Stromfresser aufspüren möchte, findet in intelligenten Steckdosen eine gute Hilfe, da viele über die App nicht nur den Stromverbrauch anzeigen, sondern auch Komfortfunktionen wie Abschalten auch von unterwegs bieten.

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