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Smart Home

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Universelle Steuerungsapp

Test: Smart Home Steuerung mit App "muzzley"

Schafft es eine einzelne App, sich das gesamte Smart Home untertan zu machen?

©Muzzley

Das gesamte Smart Home aus einer Hand beziehungsweise mithilfe einer App zu steuern, verspricht das portugiesische Unternehmen "muzzley". Dieses möchte als Universalfernbedienung das gesamte vernetzte Heim über eine einzige Plattform steuern. Darüber hinaus sollen Geräte unterschiedlicher Hersteller mit- und untereinander verknüpft werden können.

Um zu überprüfen, ob die App, die es kostenfrei für iOS, Android und Windows Phone gibt, auch im Alltag wie versprochen funktioniert, haben wir sie in einem Privathaushalt einem Praxistest unterzogen. Als Testprodukte standen uns dazu je eine eine Withings Scale Waage, ein Belkin WeMo-Switch und eine Netatmo Wetterstation zur Verfügung. Weitere unterstützte Geräte, die auch im deutschsprachigen Raum verfügbar sind, sind das Philips Hue-Lichtsystem, diverse weitere Withings- und Belkin WeMo-Lösungen und die Misfit- und Jawbone-Gesundheitstracker.

Prolog: Ins Heimnetzwerk geht es nur auf die klassische Tour

Die Installation der Geräte kann die App nicht ersetzen. Die Inbetriebnahme und Erstkonfiguration muss einmalig über die Hersteller-Routinen ablaufen. Erst, wenn die Geräte im Heimnetz angemeldet und betriebsbereit sind, schlägt die Stunde von "muzzley".

Erste Schritte mit der Universalsteuerung

"muzzley" ist im Nu eingerichtet. Nach einer obligatorischen Anmeldung stehen drei aktive Rubriken (Shortcuts, Agenten und Geräte), sowie die Einstellungen als Menüpunkte zur Auswahl. Die Geräteübersicht ist darunter erst einmal die Wichtigste.

©Karsten Kunert / In der Geräteübersicht werden die vernetzten Smart Home-Produkte in Rubriken eingeteilt.

Über ein Auswahlmenü werden hier die gewünschten Geräte ganz einfach hinzugefügt. Mehr ist nicht notwendig. „muzzley“ ordnet die Auswahl danach automatisch entsprechenden Rubriken zu, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Im Praxistest hat die App unsere drei Testgeräte anstandslos erkannt.

Die Geräteübersicht

In der standardisierten Übersicht stellt "muzzley" die installierten Smart Home-Devices in Listenform dar und gibt dazu deren aktuellste Messwerte an. Im Test waren dies die aktuelle Innen- und Außentemperatur bei der Netatmo Wetterstation, das aktuelle Gewicht bei der Withings Waage und der An/Aus-Zustand des WeMo-Switches. Ein Tippen auf das Bild des Gerätes eröffnet weitere Informationen.

Die Withings-Waage hat in dieser erweiterten Darstellung die Gewichtsentwicklung wahlweise über die letzten Tage, Wochen, Monate und Jahre angezeigt. Die Netatmo-Thermostate hingegen haben auf eine Langzeitdarstellung verzichtet.

Obwohl die Daten in der Cloud gespeichert sind und theoretisch verwendet werden könnten, stellen die Netatmo-Geräte lediglich die aktuellen Temperatur-, CO2-, Lautstärke- und Luftfeuchtigkeitswerte zur Verfügung. Bei dem WeMo Switch wurde der An/Aus-Schaler in vergrößerter Ansicht gezeigt.

©Karsten Kunert / Je nach Gerät stehen nicht alle Daten der Hersteller-Apps zur Verfügung.

"muzzley" ist für die erweiterten Darstellungen von der Intelligenz der Geräte und der Kooperationsbereitschaft der Hersteller abhängig. Die Wetterstation und die Waage sammeln Daten über die Zeit, während das WeMo-Switch nur seine beiden Zustände An und Aus kennt. In welchem Umfang diese Daten auch bereit gestellt werden hängt letztlich vom Hersteller selber ab, der dies bei der Programmierung der Schnittstelle zu "muzzley" bestimmt.

Agenten - 00muzzley bitte übernehmen Sie

Um die Smart Home-Geräte untereinander zu verknüpfen, sichert sich "muzzley" die Hilfe von so genannten Agenten. Das sind "wenn - dann"-Regeln, die definierte Aktionen auslösen, wenn an anderer Stelle bestimmte Werte erreicht werden. Grundsätzlich ist das nichts neues, der Clou von "muzzley" besteht aber darin, dies mit Geräten unterschiedlicher Hersteller zu realisieren.

©Karsten Kunert / Muzzley ermöglicht "wenn - dann"-Regeln mit Geräten unterschiedlicher Hersteller.

Smart Home-Geräte sind oft schon über Ihre Original-App mit diversen Regeln - meist in Kombination mit Wetterdiensten oder ähnlichem - ausgestattet. "muzzley" erweitert diese Möglichkeiten, indem die App auch Auslöser aus dem Smart Home als Aktivatoren hinzufügt.

Für unseren Test haben wir eine ganz einfache Regel aufgestellt. Meldet die Netatmo Wetterstation eine Innentemperatur von 30°, so soll sich das Belkin WeMo-Switch, an dem wir Ventilator angeschlossen haben, einschalten. Ein Föhn hat uns dabei geholfen, die Temperatur zu erhöhen, und der Ventilator ist umgehend angesprungen. Test bestanden!


Darüber hinaus bietet "muzzley" die Möglichkeit, die Regeln noch nach Belieben zu verfeinern und beispielsweise Tageszeiten oder Wochentage auszuschliessen, weitere Aktionen anderer Geräte zuzuschalten, und vieles mehr.

Geht’s auch schneller? Die Shortcuts

Die letzte Rubrik der App bietet dem Nutzer die Möglichkeit, Shortcuts zu programmieren. Darunter lassen sich einmal mehr Regeln verstehen, die ‚auf Knopfdruck‘ vorher definierte Aktionen und Zustände herstellen. "Stelle den Schrittzähler auf Null", "Schalte das WeMo-Switch aus" oder "aktiviere Regel XY".

Fazit

"muzzley" hat unseren Test bestanden. Die App gefällt durch Übersichtlichkeit, intuitive Bedienung und Funktionalität. Die Liste der unterstützten Geräte ist zum Testzeitpunkt - im April 2016 - bereits sehr beachtlich und wird weiter wachsen.

Die verwendeten Geräte hat die App ohne zu Murren erkannt und unterstützt.

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