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Wasser & Energie sparen mit smarten Duschen

Duschen macht jetzt noch mehr Spaß! Dank modernster Technik, die Energie spart und Wasser spart. Manches ist allerdings noch Zukunfts-Musik

Intelligente Duschen sparen Energie und Wasser.

© Lars Zahner / Fotolia.com

Manche mögen es heiß, andere duschen lieber etwas kühler. Alle Personen haben aber gemeinsam, dass sie Wasser und Geld sparen möchten. Um dieses Ziel zu erreichen, gehen neben den etablierten Herstellern auch findige Entwickler an den Start. Sie präsentieren Gadgets oder entsprechende Prototypen, um sie über Crowdfunding-Plattformen wie zum Beispiel Kickstarter zu finanzieren. In solchen Fällen kann es zwar etwas länger dauern, bis man das Produkt in der Hand hält, dafür kann sich die Wartezeit auf die teils wirklich cleveren Ideen richtig lohnen.

Wassersparen dank LED-Anzeige

Der Duschkopf NovoLed von RST beispielsweise gibt grünes LED-Licht für flotte Wassersparer: Die smarte Handbrause leitet nur eine bestimmte Menge Wasser durch die Schläuche. Möglich macht das laut Hersteller das „isoflow-Ventil“. Es regelt den Wasserdurchfluss auf exakt 10 Liter pro Minute unabhängig vom Wasserdruck. Innerhalb der ersten drei Duschminuten liegt der Wasserverbrauch demnach bei 30 Litern und damit voll im grünen Bereich. Wenn man etwas länger benötigt und damit auch mehr Wasser verbraucht, springt die Farbe an der integrierten LED-Ampel auf Gelb. Wer noch länger unter der Dusche steht und die sechs Minuten knackt, sieht Rot: Schon mehr als 50 Liter sind verbraucht – höchste Zeit also, den Hahn zuzudrehen.

Schummler haben übrigens keine Chance: Wenn man das Duschvergnügen für bis zu zwei Minuten unterbricht, speichert die Handbrause die bereits verbrauchte Zeit und zählt nach der Pause weiter. Der durchschnittliche Energieverbrauch kann so laut Hersteller im Idealfall um mehr als 50% gesenkt werden. Die LEDs der NovoLed funktionieren übrigens ganz ohne Batterien. Den Saft bezieht der Duschkopf ähnlich wie ein Mini-Wasserwerk über einen kleinen eingebauten Generator. Der Preis liegt bei rund 45 Euro.

Intervalldusche

Es darf noch effektiver sein? Kein Problem, wenn man mit fünf Litern Wasser pro Dusche auskommt. Der 5Litres-Duschkopf steckt zwar noch in den Kinderschuhen, ist aber schon jetzt ein vielversprechendes Projekt. Der Name ist dabei Programm: Durch diesen Duschkopf fließen dem Entwickler nach pro Duschvorgang gerade mal 5 Liter. Der Weg zu dieser phänomenalen Ersparnis soll in drei Stufen ablaufen. Zuerst wird der Körper mit weniger als einem Liter Wasser benetzt. Während des Einseifens wird das Wasser komplett abgestellt. Und schließlich sorgen die restlichen vier Liter dafür, dass man ohne Seifenreste aus der Dusche steigt. Ob man damit richtig sauber wird? Die Spannung auf die genaue Umsetzung des Projekts steigt. Preis und Starttermin stehen noch nicht fest, eine Crowdfunding-Kampagne ist jedoch schon geplant.

Duschen im Bewegungsmodus

Wer noch mehr Funktionen beim smarten Duschen haben möchte, greift zu einem kleinen Gerät, das direkt an der Wand zwischen Wasserzufuhr und Duschkopf installiert wird. Die kleine, smarte Box EvaDrop – kurz Eva genannt – hat es in sich: Ein Bewegungssensor misst ständig die Entfernung zum Duschenden und regelt entsprechend den Wasserzustrom. Wer den Kopf nah an Eva heranführt, bekommt zum Haarewaschen die vollen 100% Wasserdruck. Bewegt man sich aber etwas zu Seite, um nach dem Duschgel zu greifen, fließen nur noch 80 % des Wassers durch die Brause. Wer sich noch weiter entfernt, bekommt nur noch 40% Wasserkraft. Sobald man wieder näher kommt, verstärkt Eva den Wasserstrahl automatisch. Ebenfalls smart ist der Warmwasser-Sensor. Solange sich das Wasser erhitzt, staut Eva das Wasser auf. So wird weniger Wasser verbraucht und die Dusche beginnt direkt mit der gewünschten Temperatur. Das geht aber nur über die gleichnamige App EvaDrop, da der smarte Duschregler nicht ohne Smartphone oder Tablet funktioniert.

Mit mobilen Geräten kommuniziert Eva via Bluetooth. Die gleichnamige App warnt per Timerfunktion, wenn das Relaxen unter der Dusche mal etwas zu lange dauern sollte. Darüber hinaus misst sie den Wasserverbrauch und das Duschverhalten. Diese Statistiken lassen sich mit denen anderer Nutzer vergleichen und sollen so zum sparsamen Umgang animieren. Die Entwickler von EvaDrop versprechen bis zu 50% Wassereinsparung bei jedem Duschvorgang. Der Preis beträgt rund 110 Dollar. Lieferbar ist das smarte Gadget ab Dezember 2015. Temperatur und Wasserverbrauch bleiben mit EvaDrop und NovoLed locker im Griff; wer hingegen etwas mehr als die Standard-Berieselung oder einen Massagestrahl möchte, sollte zu Nebia greifen.

Sanfter Sprühnebel

Abwechslung darf auch beim Duschen nicht fehlen. Das weiß auch Apple-Chef Tim Cook und daher investierte er in das Projekt Nebia. Dabei handelt es sich um eine echte Wunderbrause, die sich im kalifornischen Silicon Valley großer Beliebtheit erfreut. Der futuristisch anmutende Duschkopf zerstäubt das Wasser mechanisch in Millionen von Tröpfchen – ganz so wie bei einem warmen tropischen Sprühregen. Laut Entwickler verzehnfacht sich so die Wasseroberfläche und das Duscherlebnis wird sowohl angenehmer als auch effektiver: Bis zu 70% Wassereinsparung soll drin sein – ganz ohne App. Statt der 75 Liter, von denen Nebia-Mitbegründer Philip Winter pro Duschvorgang ausgeht, sollen nur noch etwas mehr als 22 Liter verbraucht werden. Ob das den stolzen Preis rechtfertigt? Die Brause wird rund 350 Dollar kosten, lieferbar ist sie aber erst ab Mai 2016.

Fazit

Bei Preisen zwischen 40 und 400 Dollar muss man zunächst einmal etwas Geld ausgegeben, bevor man Wasser und Geld beim Duschen sparen kann. Auf Dauer zahlen sich die schlauen Funktionen der Dusch-Gadgets jedoch aus – zugunsten von Geldbeutel und Umwelt.

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