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Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Intelligente Solaranlage

Wenn die Waschmaschine nach dem Wetterbericht fragt

Wozu Strom kaufen, wenn man ihn selbst erzeugen kann? Im smarten Zuhause stimmen sich Verbraucher und Erzeuger ab.

Solarpanels auf einem Dach

© ZStoimenov / Fotolia.com

Wenn am 20. Juni um 4:40 Uhr die Sonne über Bad Kreuznach aufgeht, wird der Himmel im wolkenlosen Blau erstrahlen, bis um 16:20 eine Gewitterfront aus dem Osten anrückt. Dann stehen der Solaranlage der örtlichen Eigenheimbesitzer elf Stunden und 40 Minuten an diesem Tag zur Verfügung, um ungehindert Sonnenlicht in Strom zu verwandeln. Während des Frühstücks läuft dann eine halbe Stunde lang das Radio, sieben Minuten wird die Kaffeemaschine in Betrieb sein, fünf Minuten der Toaster. Den ganzen übrigen Strom speist die Solaranlage ins öffentliche Stromnetz ein. Dafür bekommen PV-Anlagen-Besitzer eine Vergütung, und dennoch verschwenden sie Geld.

Denn wenn die Familie nach 17 Uhr nach Hause kommt, muss sie für den Strom, den sie dann benötigt, mehr bezahlen, als sie für den tagsüber erzeugten und eingespeisten Strom bekommen hat. Dabei hätten zumindest einige Verbraucher durchaus den selbst erzeugten Strom nutzen können: Die Waschmaschine, der Wäschetrockner oder die Spülmaschine hätten ihren Dienst auch in Abwesenheit ihrer Besitzer verrichten können, es wäre möglich gewesen, das Wasser für die abendliche Dusche vorzuwärmen, und die am Abend genutzte Hi-Fi-Anlage oder der Fernseher hätten ihren Strom aus einem tagsüber gespeisten Speichersystem beziehen können.

Eine App für den besten Zeitpunkt

Hauseigentümer, die smart wohnen und ihr Zuhause mit der Heimvernetzungslösung RWE SmartHome ausgerüstet haben, können auch die Leistung der Photovoltaik-Anlage abfragen und Verbraucher per App dann in Gang setzen, wenn es sich am ehesten lohnt. Voraussetzung für die Nutzung von RWE SmartHome Power Control ist ein elektronischer Haushaltszähler. Mit diesem verbindet der Anwender die Power-Control-Ausleseeinheit. In die SmartHome-Zentrale kommt dann noch ein kleiner USB-Stick, die Power-Control-Empfangseinheit. Dann ist SmartHome immer über den aktuellen Stromverbrauch im Bilde.

Solaranlage mit RWE SmartHome steuern

Schon von Haus aus überwacht das System beim Smart Wohnen den Stromverbrauch in Kilowattstunden und Euro und misst, wie viel die Solaranlage derzeit produziert. Mithilfe der App „SmartHome Power Control solar“ (die es in einer kostenlosen Basis- und einer kostenpflichtigen Premiumvariante gibt) kann der Nutzer seine elektrischen Geräte dann auch abhängig von der jeweils aktuellen Leistung der Photovoltaik-Anlage in Gang setzen lassen.

Das Komplettpaket für den Betrieb mit Photovoltaik-Anlagen bietet RWE zum Preis von rund 660 € an, im Lieferumfang enthalten sind unter anderem zwei Ausleseeinheiten und drei Heizkörperthermostate. Woher Nutzer ihren nicht selbst erzeugten Strom beziehen, ist für den Betrieb dieser Lösung unerheblich: Ein Stromliefervertrag mit RWE ist nicht notwendig.

Strom intelligent speichern

Eine alternative Lösung für den intelligenten Einsatz einer Solaranlage bietet SMA. Ein direkter Preisvergleich mit der erstgenannten Lösung ist nicht möglich, da SMA nicht nur die Steuerung liefert, sondern auch die übrigen Komponenten der Solaranlage, die dann individuell an die Gegebenheiten des Eigenheims angepasst werden. Die „Solaranlage Smart“ bietet der Hersteller zudem in drei Varianten an: Die Basislösung dient zur Überwachung der Photovoltaik-Leistung und der Energieflüsse. Der zugehörige „Sunny Home Manager“ wertet zudem lokale Wetterprognosen aus: Weil er weiß, wann und für wie lange die Sonne scheint, kann er Geräte wie die Waschmaschine automatisch zum optimalen Zeitpunkt starten.

Sunny Home Manager von SMA

Die beiden anderen Varianten umfassen eine einfache, respektive und variable Speicherlösung. So stehen im einfachen Fall auch in den Abendstunden noch zwei Kilowattstunden des am Tag erzeugten Stroms zur Verfügung, im variablen Fall so viel, wie die vom Kunden angeschafften – in der Menge beliebig skalierbaren – Speichereinheiten tagsüber aufgenommen haben.

Ein ähnliches Speichersystem bietet auch LG Electronics, das in der Grundversion ebenfalls 2 kWh Strom festhält und auf insgesamt 18 kWh Ladekapazität beziehungsweise 9 kW Leistung erweiterbar ist. In sonnigen Zeiten lässt sich so die Eigenversorgungsquote auf ein Maximum erhöhen.

Fazit

Strom gegen Vergütung in das öffentliche Netz einzuspeisen, den man später von einem externen Versorger teuer zurückkaufen muss, ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Intelligente Steuerungen im Smart Wohnen schalten Geräte, wie zum Beispiel Waschmaschinen, dann ein, wenn genug eigener Strom da ist. Was dann noch übrig bleibt, findet oft Platz in intelligenten Speichersystemen. Dann kann die eigene Energie fließen, auch wenn die Sonne gerade nicht scheint.

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