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Solar-Gadgets

Wenn Smartphones auch mal Sonne tanken …

Energie ist dann besonders wertvoll, wenn unterwegs der Akku schlappmacht. Solar-Ladegeräte versprechen Saft an jedem Ort.

Smartphone liegt auf Solar-Panels

© Adam Radosavljevic / Fotolia.com

Sobald der Sommer vor der Tür steht, heißt es: raus aus den eigenen vier Wänden und rein in die Natur! Dass die Technik in Zeiten von kompakten Smartphones und Tablet-PCs stets mit dabei ist, versteht sich von selbst. Deshalb bieten Hersteller für den sommerlichen Ausflug immer häufiger mehr oder weniger nützliches Technik-Spielzeug an. Beispielsweise für die mobile Beschallung, zum Abkühlen oder eben zum Aufladen von Akkus per Sonnenkraft.

Nicht nur ökologisch tragbar

Viele Deutsche haben sich in den vergangenen Jahren eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach geschraubt. Warum also nicht auch eine Tasche mit Solarpanel zum Aufladen von Smartphone, Digitalkamera oder Notebook mit sich tragen? Solartaschen versprechen Gadget-Nomaden mobile Unabhängigkeit von der Steckdose: Das Solarmodul erzeugt bei Sonneneinstrahlung Strom, der per Kabel an einen Akku im Inneren weitergeleitet wird. Elektronische Geräte lassen sich dann über ein USB-Kabel an den Akku anschließen und aufladen.  Solche Taschen gibt es von vielen Herstellern in unterschiedlichsten Größen und Formen, wie z. B. den Sakku Traveller, eine geräumige Umhängetasche zum stolzen Preis von 300 Euro. Immerhin handelt es sich bei jeder dieser Taschen um ein Einzelstück aus original Schweizer Segeltuch mit 25 Liter Volumen. Der Traveller hat ein großes Solarpanel auf der Vorderseite, das bis zu 5 Watt produziert. Zum Laden stehen zwei Varianten zur Verfügung: Im Direkt-Modus werden Geräte direkt ans Panel angeschlossen, das Laden klappt also nur bei Sonnenschein am Strand oder im Schwimmbad. Alltagstauglicher ist die Akku-Variante. Hier lädt die Tasche den mitgelieferten Akku auf. Ist der aufgeladen, stellt er über einen USB-Ausgang insgesamt 4.400 mAh zur Verfügung, was ungefähr reicht, um ein Smartphone zwei- bis dreimal komplett aufzuladen. Bestimmte Geräte wie das iPhone lassen sich ausschließlich auf diese Weise laden.

Sakku Traveller Tasche

Man muss aber leider sagen, dass solche Taschen für mitteleuropäische Wetterverhältnisse kaum alltagstauglich sind, denn das Panel liefert ausschließlich bei strahlendem Sonnenschein genug Energie, um den Akku zuverlässig zu füllen. Hersteller Sakku vertritt zwar die Auffassung, dass der Akku auch bei bedecktem Himmel mit 20 bis 30 Prozent der möglichen Ladungsstärke aufgeladen wird, dieses Verhalten können wir aber nicht bestätigen. Bei wolkigem Wetter mit gelegentlichen Aufheiterungen war die Batterie selbst nach mehreren Tagen nicht vollständig gefüllt. Der Sakku Traveller ist dementsprechend nicht mehr als eine schicke Tasche mit Hinguckeffekt, die darüber hinaus anständigen Stauraum und viele Fächer bietet. Das Notebook-Fach eignet sich beispielsweise optimal für 15,4-Zoll-Notebooks wie das große MacBook Pro. Leider fehlen ein Rausrutsch-Schutz sowie Fächer mit Reißverschluss, in denen man Kleinteile sicher aufbewahren kann.

Solarkraftwerke für den Rücken

Solarrucksäcke, die man auf den Rücken schnallen kann, bieten im Prinzip die gleiche Funktionalität wie der Sakku Traveller. Es gibt diverse Modelle, etwa den Nova von A-Solar, den XTPower SP507BL oder den Voltaic Array. Wichtig ist hier, auf die Leistung des Solarmoduls zu achten. Während etwa der Nova nur mit einem recht kleinen Modul bestückt ist, das maximal 2,7 Watt produziert, protzt der Voltaic Array mit satten 10 Watt Peak-Leistung. Entsprechend fallen aber auch die Preise aus, denn der Voltaic Array schlägt etwa mit rund 390 Euro zu Buche. Genau wie beim Sakku Traveller bleibt aber festzuhalten, dass es sich in erster Linie bei nur eitel Sonnenschein lohnt, das Panel ins Licht zu halten.

Solarrucksack Voltaic Array

Akkus mit Selbstversorgung

Akku Xsories XSolar ChargerFast das Beste an den Solartaschen und Rucksäcken sind die mitgelieferten Akkus. Denn wer kennt die Situation nicht: Immer, wenn man gerade das Haus verlassen will, fällt auf, dass das Smartphone mal wieder leer ist. Wer dann einen aufgeladenen Akku zur Hand hat, kann das Handy in der Tasche einfach unterwegs per USB aufladen, egal ob man zu Fuß, im Bus oder mit der Straßenbahn unterwegs ist.  Umso besser, wenn sich der Akku direkt per Sonnenlicht laden lässt, etwa auf der Fensterbank. Diese Philosophie verfolgen diverse Zubehörakkus, beispielsweise der Xsories XSolar Charger oder A-Solar Xtorm. Die wichtigsten Eckdaten sind hier zum einen eine möglichst hohe Kapazität in Milliampere (mAh) sowie möglichst zwei USB-Ausgänge. In diesem Fall lassen sich zwei Geräte gleichzeitig aufladen. Ein Micro-USB-Anschluss ist ebenfalls empfehlenswert, denn das gestaltet das optionale Befüllen an der Steckdose komfortabler. Entscheidend ist auch hier natürlich wieder die maximale Leistung des Solarpanels. Bei mickrigen Solarzellen dauert es ewig, bis Akku oder Smartphone direkt per Sonnenenergie geladen sind.

Logitech Solar Keyboard Folio

Schicke Hülle, Tastatur und Solarmodul – diese drei Kernfunktionen vereint das Solar Keyboard Folio in einem Produkt. In erster Linie soll das Folio das iPad vor Staub und Kratzern schützen. Mit wenigen Handgriffen verwandelt es sich in eine vollwertige Tastatur, die per Bluetooth verbunden wird. Eine Besonderheit ist aber der eingebaute Akku der Schutzhülle, der sich selbstständig über Sonnenlicht mit Energie versorgt. Logitech verspricht, dass sich Nutzer nie Sorgen um den Ladezustand des Akkus machen müssen: Bei zwei Stunden Tipperei pro Tag soll der Akku selbst bei absoluter Dunkelheit bis zu zwei Jahren durchhalten. Das konnten die Tester zwar nicht ausprobieren, dafür überzeugte aber das gute Tippgefühl der Tastatur. Ebenfalls gut: Das Folio besitzt die Smartcover-Funktion, die das iPad automatisch beim Öffnen in Bereitschaft versetzt. Zwei Dinge sprechen aber gegen das Folio: Erstens ist es mit einem Gewicht von satten 460 Gramm nicht gerade leicht, zweitens gibt es das Solar Folio nur für iPads der zweiten, dritten und vierten Generation.

Logitech Keyboard Folio

Alternative Energie zum An- und Ausziehen

Darüber hinaus möchten wir ein Gadget präsentieren, das es leider nie zur Serienreife gebracht hat: den Solar Bikini. Zwar sind hierzulande kleine, mobile Solarzellen nicht der Weisheit letzter Schluss, das ist beim Solar Bikini aber egal.  Denn der iKini ist sexy und wird sowieso nur bei praller Sonne aus dem Schrank geholt. Er besteht aus 40 flexiblen, superdünnen Panels und ist in der Lage, mobile Geräte wie Smartphones und MP3-Player mit frischer Energie zu versorgen. Dazu lassen sie sich per USB an den iKini andocken. Das sollte allerdings nicht kurz nach einem Sprung ins kühle Nass geschehen, denn zum Beladen muss das gute Stück absolut trocken sein. Der iKini hätte auf jeden Fall das Zeug gehabt, das Interesse an alternativer Energieerzeugung auf ein neues Level zu heben. 

Eine Frau im Solar-Bikini

Fazit

Wenn sich alle mobilen Geräte ganz einfach per Sonnenlicht laden ließen, wäre das wirklich ein Fortschritt. Leider macht hierzulande Mutter Natur diesen Traum zunichte, das Wetter spielt nicht immer mit. Für den Urlaub oder als ökologisches Statement taugen die Solar-Gadgets aber allemal.

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