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Title: Entertainment
Mobilfunkstandard

5G: Alles, was man über den LTE-Nachfolger wissen sollte

Vor allem die Datenrate von mobilen Geräten wird weiter steigen. Die Lösung, um diesen Heißhunger nach noch mehr Daten für Emails, surfen und HD Videostreaming zu sättigen, heißt: 5G!

©iStock.com/sarayut

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Die Schlagzeilen am Morgen, E-Mails im Bus und abends hochauflösende Videotelefonie mit der Familie. Die Nutzung des Internets erfolgt mehr und mehr über Mobilgeräte wie Smartphone oder Tablet. Auch in Zukunft wird die mobil übertragene Datenmenge weiter anwachsen, darin sind sich alle Experten einig. Um auch weiterhin hohe Datenraten garantieren zu können, muss die Kapazität des mobilen Netzes dementsprechend angepasst werden. Hierfür steht der neue Standard 5G, welcher nicht nur schnelleres Internet mit Datenraten bis zu 10 Gigabit pro Sekunde verspricht, sondern auch neue Möglichkeiten für die Industrie. Wie genau der LTE-Nachfolger funktioniert und warum derzeit jeder von 5G zu sprechen scheint, das soll hier und jetzt geklärt werden.

© pixabay / 5G wird noch schneller als LTE!

5G: Mobilfunk der Zukunft

Der neue 5G-Standard steht für einen höheren Datendurchsatz, aber auch für mehr Kapazitäten bei geringeren Betriebskosten. Ganz ohne Kabel geht es aber auch im Mobilfunk nicht, denn: 5G-Funkmasten sind direkt mit dem Glasfasernetz verbunden. Dessen Ausbau gewinnt mit dem fünften Mobilfunkstandard also noch einmal gehörig an Bedeutung. Inwieweit dieser Ausbau entsprechend fortgeführt wird, hängt von vielen Faktoren ab, aber dazu später mehr.

Das neue 5G-Netz unterscheidet sich im Wesentlichen in drei Anwendungsbereiche. Erstens das ultra-schnelle mobile Breitband, wie man es im Alltag auf dem Smartphone nutzt. Zweitens die Kommunikation zwischen Maschinen sowie zwischen Maschinen und Anwendungen und drittens das sogenannte Hoch-Zuverlässigkeitsnetz mit kurzen Antwortzeiten. Oder anders gesagt: während bisher die Vernetzung des Menschen mit anderen Menschen im Vordergrund stand, soll 5G nun auch Maschinen, Anwendungen aber auch ganze Industrien stärker miteinander vernetzen können.

Nicht nur Menschen, sondern Maschinen und Märke vernetzen

© pixabay / 5G vernetzt Maschinen miteinander – Stichwort: Künstliche Intelligenz.

Bereiche wie IoT, das sogenannte Internet der Dinge, aber auch Industrie 4.0 werden mehr und mehr Bandbreite im mobilen Funksystem einnehmen. Zwar versenden mit dem Internet verbundene Geräte wie der Kühlschrank, Kaffeevollautomat oder die vernetzte Haustechnik je nur kleine Datenpakete. Durch die steigende Verbreitung solcher IoT-Geräte wird aber auch die Kapazität des Mobilfunks stärker in Anspruch genommen. 5G soll dieser Entwicklung Rechnung tragen und hat hierfür den Bereich „Kommunikation zwischen Maschinen“ vorgesehen.

Selbst Anwendungen wie das viel diskutierte autonome Autofahren beansprucht einen Teil des Mobilfunks. Damit autonome Fahrzeuge schnell und korrekt auf eine neue Situation reagieren können, ist ein Hoch-Zuverlässigkeitsnetz mit sehr kurzen Antwortzeiten von Nöten. Zum Vergleich: im LTE-Netz beträgt die Antwortzeit unter optimalen Bedingungen ca. 30 Millisekunden. Im 5G-Netz verringert sich diese auf gerade einmal eine Millisekunde.

Wann kommt 5G nach Deutschland?

Der LTE-Ausbau in Deutschland ist noch gar nicht abgeschlossen, da steht mit 5G bereits der neue Standard vor der Tür. Das bedeutet für den Nutzer, dass besonders in der Anfangsphase zwangsläufig beides parallel angeboten werden wird, bevor es dann stufenweise immer weiter in Richtung 5G geht. Immerhin: erste Mobilgeräte mit den neuen 5G-Chips befinden sich schon in Produktion und wurden bereits feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.

Welche Mobilfunkanbieter unter welchen Auflagen das 5G nutzen dürfen, das legt in Deutschland die Bundesnetzagentur fest. Terminiert ist die Auktion derzeit für den 19. März 2019, wobei aktuell vier Mobilfunkunternehmen zur Auktion zugelassen wurden: Telefonica, Vodafone, Deutsche Telekom und, man höre und staune: die 1&1 Drillisch Netz AG. Damit würde die United Internet Tochter zum viertgrößten Mobilfunkanbieter des Landes aufsteigen.

© pixabay / Auch die Deutsche Telekom wird unter den Anbietern von 5G sein.

Die Auflagen für Deutsche Telekom, Vodafone und Co.

Mit der Vergabe der 5G-Frequenzen sind indes viele Auflagen geknüpft – und genau gegen die haben unter anderem die drei großen Anbieter Telefonica, Vodafone und Deutsche Telekom Einspruch eingelegt. Eine dieser Auflagen besagt, dass die Bieter bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent aller Haushalte pro Bundesland sowie die Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Bahntrassen mit mindestens 100 Mbit/s Internet versorgen müssen. Wer einmal mit der Bahn oder länger über Land gefahren ist, der wird ahnen, wieviel es hier noch zu tun gibt.

Ob die Bieter aber nach der Auktion genug Geld haben werden, um die nötigen Investitionen in Sachen Glasfasernetz und Infrastruktur zu tätigen?
Übrigens: alle Bieter müssen Kooperationen schließen, um im Falle eines Funklochs auf das Netz des Konkurrenten zugreifen zu können. Gut für den Nutzer, bisher schwierig für die Mobilfunkunternehmen.

Huawei und 5G: droht der Spionage-Chip?

Und als wären die Auflagen allein noch nicht genug, sorgt auch die für 5G nötige Hardware für mutmaßlichen Ärger, denn: einem der wichtigsten Hardwareproduzenten wird Spionage vorgeworfen. Huawei produziert nicht nur Smartphones, sondern liefert auch entsprechende Funk-Hardware an die Industrie. Unglücklicherweise muss sich Huawei schon länger gegen Vorwürfe zur Wehr setzen, in den eigenen Geräten heimlich Chips zu installieren, die das Abhören jedweder Datenströme ermöglichen. Bisher konnte keine Untersuchung nachweisen, dass dem wirklich so ist. Unternehmen wie Apple, aber auch die Länder Großbritannien und Deutschland werden also auch in Zukunft auf die Technik von Huawei vertrauen.

Fazit

Mit dem fünften Mobilfunkstandard 5G werden Nutzer nicht nur langfristig deutlich schneller im mobilen Internet surfen können. Auch Funklöcher sollen dank massivem Ausbau der Infrastruktur sowie Roaming-Kooperation zwischen den Anbietern weitestgehend der Vergangenheit angehören. Darüber hinaus stellt 5G die Weichen für eine Zukunft, in der das Internet der Dinge, die vernetzte Haustechnik, wie auch die Kommunikation zwischen den Märkten wie selbstverständlich funktioniert. Die Ziele sind gesetzt, jetzt ist es an den Unternehmen, diese auch umzusetzen.

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