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Hardware-Guide

Alles über die perfekte Streaming-Technik

Das Streamen von Videos und Filmen wird immer beliebter. Voraussetzung ist die passende Technik. Was man braucht, worauf man achten sollte

Mit der richtigen Hardware Streaming Dienste nutzen.

iStock.com/scyther5

Multimedia-Genuss ist nicht immer mit hohen Investitionskosten verbunden. Um den eigenen Fernseher Streaming-tauglich zu machen, genügen schon Ausgaben von weniger als 50 Euro. Oft ist die passende Hardware sogar schon vorhanden.

Streaming ganz ohne zusätzliche Hardware

Zunächst sollte man das vorhandene TV-Gerät unter die Lupe nehmen, denn immer mehr moderne Fernseher bieten schon ab Werk diverse Smart-TV-Optionen. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, Inhalte wie Videos und Musik aus dem Netzwerk oder eben über das Internet abzuspielen – ganz ohne zusätzliche Kosten für neue Hardware.

Über die Smart-TV-Oberflächen von Samsung, Sony, LG, Panasonic und Co. lassen sich dabei Streaming-Apps der wichtigsten Anbieter installieren und deren Inhalte direkt auf dem Fernseher abrufen.

Wie gut das in der Praxis funktioniert, variiert aber von Gerät zu Gerät. So lässt sich etwa die Anwendung von Netflix nur auf wenigen TVs vor dem Baujahr 2013 installieren. Bei neueren Fernsehern setzen die Hersteller auf aufgeräumte und flotte Bedienoberflächen mit mehr Funktionen. Sony installiert beispielsweise auf vielen neueren Bravia-TVs das von Google entwickelte „Android TV“ und erlaubt so die Installation von nahezu allen wichtigen Streaming-Apps. Auch Samsung und LG nutzen mittlerweile mit „Tizen“ bzw. „Web OS“ moderne Betriebssysteme auf ihren Fernsehern, und erlauben die Nutzung von Streaming-Apps ohne Dritthardware.

Ältere Fernseher ohne Smart-Funktionen lassen sich in der Regel über externe Gadgets fürs Videostreaming nachrüsten. Diese werden per HDMI-Anschluss mit dem TV verbunden und bieten eine wesentlich komfortablere Streaming-Erfahrung. Wer allerdings eine alte Flimmerkiste ohne HDMI hat, geht in diesem Fall leider leer aus.

Amazon Fire TV und Fire TV Stick: Vorteile für Prime-Kunden

Das Onlinekaufhaus Amazon bietet seinen Kunden seit Jahren die Option, Filme und Serien per Video-on-Demand zu kaufen. Darüber hinaus erhalten Nutzer von Amazon Prime über Prime Instant Video einen Flatrate-Zugriff auf Filme und Serien. Mit dem Amazon Fire TV sowie dem Amazon Fire TV Stick bekommen Kunden den passenden Unterbau für das Videostreaming via Amazon Instant Video. Beide Geräte bieten einen schnellen Zugriff auf die Videobibliothek von Amazon und spielen die Filme und Serien komfortabel ab. Über die Installation von Apps aus dem Amazon Store lassen sich die Funktionen der Fire-TV-Geräte erweitern, sodass auch Inhalte anderer Streaming-Anbieter abgerufen werden können. Das Angebot ist allerdings lückenhaft: Während beispielsweise Netflix oder diverse TV-Mediatheken der Fernsehsender im Fire-TV-Store verfügbar sind, fehlen die Angebote von Maxdome oder JUKE komplett.

Upgrade dank HDMI-Anschluss

Amazon bietet die „große“ Version des Fire TV für rund 100 Euro an, der Fire TV Stick ist mit knapp 40 Euro deutlich günstiger. Dafür verzichten Käufer der günstigeren Variante auf die Möglichkeit, externe Geräte per USB anzuschließen oder das smarte Gadget mit Sprachbefehlen zu steuern. Auch der interne Speicher für Apps und Videos kann nicht mit einer microSD-Karte erweitert werden. Immerhin: Streaming wird so platzsparend zum Kinderspiel.

Die 2015er-Version des Amazon Fire TV gehört übrigens zu den ersten Boxen, die auch Inhalte in Ultra High Definition auf entsprechende Fernseher streamen können. Passende Videos finden sich beispielsweise bei Netflix und immer häufiger auch bei Amazon selber. Wer hauptsächlich in Full HD streamen möchte, findet im Fire TV Stick unserer Meinung nach das bessere Angebot.

Ein Klassiker vor dem großen Comeback

Der „Apple TV“ ist gewissermaßen ein Klassiker unter den Streaming-Boxen. Während die bisherigen Versionen auf einen vergleichsweise kleinen Pool an Streaming-Apps und die Inhalte aus der iTunes-Bibliothek beschränkt waren, ändert sich die Lage mit dem nagelneuen Apple TV 4. Nicht nur hat Apple die angestaubte Bedienoberfläche in Form der Neuentwicklung „tvOS“ modernisiert, auch die Installation von Apps auf dem Apple TV ist endlich möglich. Bereits jetzt haben unter anderem Watchever und Netflix die Apple-TV-Unterstützung angekündigt, die meisten großen Anbieter dürften nach dem Start der neuen Box bald nachziehen.

Wie Amazon erlaubt auch Apple beim Apple TV 4 die Suche per Sprachbefehl über die Fernbedienung, zudem soll die neue Box aus Cupertino durch einen leistungsstarken Prozessor auch für Spiele-Fans interessant sein. Ein Wermutstropfen: Auf die Unterstützung für 4K-Fernseher verzichtet Apple beim neuen Apple TV, mehr als Full HD kann die Box nicht ausgeben.

Google ChromeCast: per Smartphone-App auf den TV streamen

Mit dem 2014 erschienenen und kürzlich in einer neuen Version aufgefrischten ChromeCast spielt auch Google im Streaming-Poker mit. Der rund 40 Euro teure Streaming-Stick funktioniert dabei ein wenig anders als die Lösungen der Konkurrenz: Statt über eine Fernbedienung suchen die Nutzer die Inhalte über ein Smartphone oder Tablet aus und schicken es per „Cast“-Symbol auf den Fernseher. Der ChromeCast übernimmt nun das eigentliche Streaming über das Internet, sodass das Smartphone oder Tablet normal weitergenutzt werden kann.

Sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte finden Heim-Cineasten mittlerweile Dutzende von ChromeCast-kompatiblen Apps, darunter auch die meisten Videostreaming-Dienste. Von den großen Anbietern verweigert derzeit lediglich Amazon das Kinoerlebnis per ChromeCast. Wer keine Lust auf eine zusätzliche Fernbedienung auf dem Couchtisch hat, findet im ChromeCast eine günstige Möglichkeit, einen Fernseher um Streaming-Funktionen zu erweitern. Aber Google legt noch einen oben drauf.

Zweiter Anlauf, das Wohnzimmer zu erobern

Mit der Softwareplattform Android TV ersetzt Google den Vorgänger Google TV und zielt vor allem auf die Entwickler ab, die ihre Apps vom Touchscreen-Display auf den Fernseher portieren wollen. Im Google Play Store für Android TV sind bereits eine Reihe von Videostreaming-Diensten vertreten.

Das Hardware-Angebot fällt aber vergleichsweise noch etwas dünn aus. Ein paar gute Anbieter sind aber bereits an Bord: Mit dem Nexus Player für rund 100 Euro sowie dem nVidia Shield für knapp 200 Euro gibt es aktuell zwei recht unterschiedliche Streaming-Boxen mit Android TV. Während der von Asus gefertigte Player vor allem auf die TV-Apps setzt, versteht sich die nVidia-Lösung (die auch 4K-Inhalte bietet) nicht nur als Videostreamer, sondern auch als echte Alternative zur Spielekonsole. Wie schon erwähnt dient Android TV auch als Betriebssystem für neuere Sony-Fernseher und soll in Zukunft auch in Geräten von Sharp und Philips zum Einsatz kommen. Überhaupt haben Spieler einen echten Trumpf im Ärmel.

Zwei Fliegen mit einer Klatsche: Streaming für Zocker

Die Apps von Streaming-Diensten wie JUKE, Netflix und Amazon gibt’s auch auf Spielkonsolen. Wer eine Playstation 3 oder 4, eine Xbox 360 oder Xbox One oder eine Wii bzw. Wii U verwendet, hat darüber Zugriff auf viele Streaming-Angebote. Auch hier stellen die Anbieter entsprechende Apps zum Download bereit.

Ähnliches gilt für die Nutzung eines PCs oder Laptops, da fast alle Angebote direkt im Browser verwendet werden können. Mit einem passenden HDMI-Kabel landet der Inhalt dann bei Bedarf auf dem TV oder Monitor. Im Vergleich zu einer eigenen Streamingbox, die meistens in wenigen Sekunden einsatzbereit ist, wirkt der Umweg über Konsolen und Computer beim Streaming zwar eher umständlich, wer aber keine neuen Geräte anschaffen möchte, findet hier am ehesten eine Alternative.  

Fazit

Vom Smart-TV bis zum Streaming-Stick: Es war noch nie so einfach, Streaming-Videos aus dem Internet auf den Fernseher zu bringen. Die perfekte Universallösung für alle Streaming-Dienste gibt es zwar noch nicht, die verfügbaren Optionen dürften aber die meisten Ansprüche abdecken.

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