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Title: Entertainment
Smart Home von Apple

Apple HomeKit: Die Grundlagen

Apple hat seine Smart-Home-Lösung HomeKit überarbeitet. Wir zeigen, wie HomeKit funktioniert und was es für das smarte Zuhause von Apple braucht.

© Apple / Wer möchte kann den Apple TV 4 oder den Apple TV 4K als Hub zu nutzen.

© Apple / Wer möchte kann den Apple TV 4 oder den Apple TV 4K als Hub zu nutzen.

Schon seit 2014 bietet Apple mit HomeKit einen eigenen Standard in Sachen Smart-Home-Steuerung an. Trotz der Marktmacht der iPhone-Macher kam HomeKit aber bislang nicht so recht in Schwung. Das könnte sich nun ändern: Zusammen mit dem neuen Mobilbetriebssystem iOS 11 hat Apple auch HomeKit überarbeitet. Nicht nur soll die Interaktion zwischen den HomeKit-tauglichen Smart-Home-Geräten künftig deutlich effizienter funktionieren, die Hersteller können ihre smarten Produkte auch einfacher HomeKit-tauglich machen. 

HomeKit-Grundlagen

In seinen Grundzügen funktioniert Apple HomeKit ähnlich, wie andere Smart-Home-Lösungen. Die Nutzer können die verbundenen Geräte bequem vom Smartphone aus steuern, um beispielsweise die Lichtstimmung zu ändern, die Heizung hoch- oder herunterzuregeln oder Türen zu öffnen. Auch macht es HomeKit einfach, bestimmte Schritte zu automatisieren (zum Beispiel "Türe verriegeln, wenn ich das Haus verlasse").

© Apple / Apple will mit HomeKit das smarte Zuhause erobern.

Die Einrichtung neuer HomeKit-Geräte erfolgt zentral über die "Home"-App, die Apple seit iOS 10 auf allen iOS-Geräten vorinstalliert. Die App dient später auch als Zentrale für die Bedienung der Smart-Home-Geräte und fasst eingehende Benachrichtigungen zusammen. Unabhängig davon können die Hersteller natürlich trotzdem eigene iPhone-Apps zur Steuerung der Geräte in Apples App Store veröffentlichen. Neben der Home-App ist HomeKit vor allem auf die Nutzung mit Apples Sprachassistentin Siri ausgelegt. Per Sprachbefehl steuern die Nutzer damit von jedem verbundenen iOS-Gerät, dem Apple TV mit Siri oder auch der Apple Watch, alle verbundenen HomeKit-Devices. Neben der manuellen Steuerung ist es dabei natürlich auch möglich, Aktionen zu bestimmten Zeiten auszuführen. Mit dem in diesen Tagen erschienenen Update auf iOS 11 hat Apple die Home-App überarbeitet und bietet neue Events an. So ist es beispielsweise möglich, das Licht abhängig vom Zeitpunkt des Sonnenuntergangs ein- oder auszuschalten. Außerdem sollen HomeKit-Interaktionen und Benachrichtigungen nach dem Update deutlich schneller funktionieren. 

HomeKit: Mit oder ohne Hub

Eine Besonderheit von HomeKit ist seit jeher, dass das System grundsätzlich keinen separaten Hub benötigt. Wer sich kein zusätzliches, dauerhaft eingeschaltetes Gerät ins Haus holen möchte, kann die HomeKit-Geräte einfach via iPhone oder iPad einrichten und im heimischen WLAN steuern. Der Nachteil der HomeKit-Nutzung ohne Hub liegt darin, dass der Unterwegs-Zugriff auf das Smart-Home-System nicht möglich ist. Vor allem der Aufbau eines HomeKit-basierten Sicherheitssystem wäre unter diesen Voraussetzungen nur wenig sinnvoll. 

© Apple / Sein volles Potenzial zeigt HomeKit erst in Verbindung mit iPad oder Apple TV.

Aus diesem Grund bietet Apple die Option, einen Hub als HomeKit-Steuerzentrale einzurichten. Aktuell kann das wahlweise ein Apple TV 4 bzw. der neue Apple TV 4K oder ein iPad sein. Dieser Hub macht es möglich, die HomeKit-Geräte und damit verbundenen Funktionen auch von unterwegs via iPhone oder iPad zu steuern. Voraussetzung dafür ist, dass der Apple TV oder das iPad mit dem gleichen WLAN verbunden sind, wie die HomeKit-Devices. Einen Mac als HomeKit-Hub zu nutzen, sieht Apple derzeit nicht vor. Mit dem Apple HomePod, dem ersten vernetzten Lautsprecher aus Cupertino, kommt Ende des Jahres (bzw. Anfang 2018 in Deutschland) aber ein weiteres Gerät auf den Markt, das als HomeKit-Hub dienen kann. 

Apple HomeKit: Viele Hersteller an Bord

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2017 verkündete Apple, dass mittlerweile mehr als 70 Hersteller HomeKit-Geräte in immerhin 17 verschiedenen Geräteklassen produzieren. Vom smarten Thermostat über Alarmanlagen und Sicherheitskameras bis hin zu Lichtsystemen, Lautsprechern oder auch Ventilatoren und Lufterfrischern reicht die Palette. Künftig dürften noch deutlich mehr HomeKit-kompatible Endgeräte auf den Markt kommen. Der Grund: Apple hat seine bislang recht strengen Restriktionen gelockert. Mussten die Hersteller bislang einen speziellen Chip in HomeKit-taugliche Devices einbauen, können sie künftig auch ohne Spezialhardware eine offizielle HomeKit-Zertifizierung erlangen. So können auch bereits erhältliche Geräte für den Apple-Standard fit gemacht werden. Ein Beispiel dafür sind die beiden Schalter Hue Tap und Hue Dimmer aus dem Philips Hue-System. Durch ein Software-Update können diese künftig direkt mit anderen HomeKit-Geräten interagieren. 

© Philips / Immer mehr Hersteller machen ihre Geräte fit für Apple HomeKit, beispielsweise Philips mit seinem Hue-Lichtsystem.

Auf der IFA 2017 war das Thema Apple HomeKit deutlich präsenter als in den Jahren davor. Beispielsweise präsentierte Netatmo neue smarte Heizkörperthermostate, dessen Steuerung und Infos nun auch komplett via HomeKit funktionieren. Auch das Thema Sicherheit spielt im Zusammenhang mit HomeKit eine gewichtigere Rolle. So arbeitet die vernetzte Überwachungskamera Logitech Circle 2 ab sofort mit dem HomeKit-Standard zusammen, um Live-Bilder zu zeigen oder per Push-Benachrichtigung verdächtige Aktivitäten zu vermelden. D-Link bringt mit der Omna 180 ebenfalls eine smarte Überwachungskamera auf den Markt, die direkt mit HomeKit zusammenarbeitet. 

HomeKit zeigt sein Potenzial

Tatsächlich könnte Apple mit der angepassten HomeKit-Strategie die Weichen für eine erfolgreiche Smart-Home-Zukunft gestellt haben. Die große Verbreitung von iOS-Geräten gepaart mit interessanten Neuerungen wie dem Apple HomePod oder dem Apple TV 4K macht HomeKit für Smart-Home-Hersteller interessant. Zusammen mit dem einfacheren Zertifizierungsprozess für HomeKit könnte HomeKit zum Schwergewicht in Sachen Smart-Home-Steuerung werden. 

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