Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Sound aus Cupertino

Apple HomePod: Ausblick auf den Siri-Lautsprecher

Apple will es wissen: Der HomePod soll die nächste Musikrevolution auslösen. Doch was taugt der smarte Lautsprecher im Vergleich zur Konkurrenz?

© Apple

© Apple

„Mit dem HomePod wollen wir die Musik im Wohnzimmer neu erfinden.“ Phil Schiller zeigte sich bei der Präsentation des ersten smarten Lautsprechers von Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDCE gewohnt angriffslustig. An Selbstbewusstsein hat es in Cupertino bekanntermaßen nie gemangelt. Die neue WLAN-Box soll nicht nur dank Siri mit einer guten Spracherkennung, sondern auch mit einem hochwertigen Sound punkten. Doch was genau kann der Apple HomePod und wie schlägt er sich im direkten Vergleich mit der Konkurrenz von Amazon Echo und Google Home? Wir machen den Check und wagen eine erste Prognose.

© Apple / Laut Apple passt sich der Sound des HomePods automatisch an den Raum an.

Apple HomePod: Konkurrenz für Sonos und Co.?

Mit dem HomePod liefert Apple einen vernetzten Lautsprecher, der vor allem durch eine gut funktionierende Sprachsteuerung und sattem Sound punkten soll. Der HomePod steckt in einem rund 7 Zoll großen Gehäuse, in dem Apple sieben Hoch- und einen nach oben strahlenden Tieftöner untergebracht hat. Hier sieht Apple auch den größten Vorteil gegenüber anderen smarten Lautsprechern wie Amazon Echo oder Google Home: Die können zwar mit einer guten Sprachsteuerung überzeugen, ihr Sound wird gehobenen Ansprüchen aber nicht gerecht. In diesem Punkt sieht Apple den HomePod eher in der Liga von hochwertigen WLAN-Boxen wie der Play-Serie von Sonos. Ob das gelingt, muss ein Test der finalen Version des HomePods zeigen, erste Hörtests auf der WWDC bescheinigen dem Apple-Lautsprecher bereits einen guten Sound. Interessant ist auch die Ankündigung von Apple, dass sich der Klang des HomePods automatisch an die räumlichen Begebenheiten anpasst.

© Apple / Das Design des HomePod erinnert entfernt an den aktuellen Mac Pro.

Außerdem verfolgt er ein interessantes Multiroom-Konzept: Stehen gleich zwei HomePods im gleichen Raum, erzeugen diese automatisch einen Stereo-Klang. Werden die HomePods hingegen in Wohnung bzw. im Haus verteilt, können sie alternativ als Multiroom-Lautsprecher genutzt werden. Das ist für Sonos oder auch Google-Nutzer nichts Neues, Amazons Echo-System fehlt die Möglichkeit zur synchronen Musikwiedergabe derzeit aber noch. Möglich macht es AirPlay 2, das Apple mit iOS 11 im Herbst dieses Jahres auf seine Smartphones und Tablets ausliefert. Bislang konnte Apples Streaming-Protokoll Musik lediglich auf ein Endgerät übertragen, durch AirPlay 2 fällt diese Beschränkung aber endlich weg. 

Siri in der Box

Nach iPhones, iPads und dem Mac verrichtet Apples virtuelle Assistentin Siri auch im HomePod ihren Dienst. Die Käufer des Lautsprechers können nicht nur ihre Wunschmusik per Sprachbefehl starten, sondern auch weitere Anfragen an Siri schicken. In der Demonstration auf der WWDC beantwortete Siri beispielsweise die Frage danach, wer im aktuellen Stück Schlagzeug spielt oder spielt auf Zuruf ähnliche Musik. Durch ein ausgeklügeltes Lautsprechersystem soll das auch bei hoher Lautstärke im Raum funktionieren. Interessant ist vor allem, inwiefern die Siri-Funktionen auch mit anderen Streaming-Anbietern als Apple Music funktionieren. Dass der HomePod prinzipiell auch Spotify und Co. abspielen wird, scheint sicher, wie gut das klappt, muss sich aber noch zeigen. Alternativ lässt sich der HomePod natürlich auch via iPhone und iPad bedienen. Ob das auch mit Android-Geräten funktioniert, verriet Apple bislang leider nicht.

© Apple / Dank Siri-Integration soll vor allem das Entdecken von neuer Musik einfach klappen.

Neben der Musiksteuerung soll Siri im HomePod natürlich auch weitere Aufgaben übernehmen können. So beantwortet die Assistentin Fragen, hilft bei der Terminplanung und auch die Integration in Apples Smart-Home-System HomeKit soll selbstverständlich sein. Im HomePod kommt mit dem von Apple gefertigten A8-Chip der gleiche Prozessor zum Einsatz, der auch im Apple TV 4 oder im iPhone 6 seinen Dienst verrichtet. Wie gut sich Siri im direkten Vergleich mit den schon erhältlichen smarten Lautsprechersystemen schlagen wird, muss ein finaler Test des HomePods zeigen. Vor allem Amazon hat mit seinen Alexa-Skills einen nicht zu unterschätzenden Vorsprung auf Apple. Und Google Home kann mal eben auf das gesammelte Datenwerk des Such-Giganten zugreifen – wir sind gespannt, wie smart der HomePod letztlich wirklich ist. 

HomePod kaufen: Geduld ist gefragt

Mit Apple steigt ein echtes Schwergewicht in den Ring der smarten Lautsprecherhersteller. Tatsächlich hat das HomePod-Konzept eine Menge Potenzial – zumindest in der Theorie. Die Kombination aus einem kraftvollen, gut klingenden Lautsprecher und den smarten Funktionen, die Siri mitbringt, dürfte nicht nur Apple-Fans gefallen. Für Musikfans sind die bisherigen Lösungen von Amazon und Google nämlich nur in Kombination mit externen Boxen interessant.

© Apple / Im HomePod kommt der gleiche Chipsatz wie im Apple TV 4 und iPhone 6 zum Einsatz.

Allerdings ist es noch eine Weile hin, bis der HomePod seine Leistung unter Beweis stellen kann. Apple will seinen smarten Lautsprecher zunächst Ende 2017 in den USA, Australien und Großbritannien auf den Markt bringen. Der Rest der Welt soll nach und nach im Laufe des kommenden Jahres versorgt werden. Gerüchten zufolge soll der HomePod sogar erst Ende 2018 in Deutschland und Österreich erscheinen – Apple gibt seinen Konkurrenten damit genug Zeit, ihrerseits noch einmal mit neuer Hardware nachzulegen. Als Preis für den HomePod ruft Apple selbstbewusste 349 US-Dollar aus. Hierzulande dürfte der Preis daher in Richtung 400 Euro gehen und damit deutlich über dem von Amazon Echo und Google Home liegen. 

Andere Artikel mit Themen: WLAN, Lautsprecher, Siri, Google Home, Apple

War dieser Artikel interessant für Sie?

Spannende Produkte bei MediaMarkt kaufen

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Produkt wird geladen...

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück