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Das Streaming-Duell

Apple TV 4 vs. Google Chromecast 2

Sowohl Apple TV 4 als auch Google Chromecast bringen Fotos, Musik und Videos auf den Fernseher – doch das war es schon mit den Gemeinsamkeiten.

© kentoh / Fotolia.com

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Auch wenn immer mehr Fernseher per Smart-TV-Apps Inhalte aus dem Internet streamen, erfreuen sich externe Streaming-Boxen immer noch großer Beliebtheit – kein Wunder, statten sie doch auch ältere Modelle mit smarten Funktionen aus. Mit dem Google Chromecast 2 und dem Apple TV 4 buhlen zwei unterschiedliche Lösungen um die Kunst der Käufer. Während beide Geräte im Grunde genommen die gleichen Ziele verfolgen, ist die Umsetzung komplett verschieden. Wir machen den Check, welche Streaming-Lösung sich für welche Zwecke lohnt.

Apple TV 4 vs. Google Chromecast 2: Zwei Konzepte fürs Streaming

Die Art und Weise, wie Apple TV 4 und Chromecast 2 die Inhalte aus dem Internet auf den Fernseher holen, ist grundverschieden. Das Apple TV 4 ist eine klassische Streaming-Box. Sie wird per HDMI-Kabel mit dem TV verbunden und per Fernbedienung oder auch via Sprachbefehl gesteuert. Videos, Fotos und Musik lassen sich auf zwei Wegen abspielen: Entweder direkt aus einer der vielen zur Verfügung stehenden Apps (beispielsweise Netflix oder Apples iTunes-Angebot) oder per „AirPlay“ von einem kompatiblen iOS-Gerät. Als Bedienoberfläche kommt Apples tvOS zum Einsatz, ein für große Bildschirme optimierter Ableger von iOS.

© Apple / Apple TV 4 ist eine klassische Streamig-Box.

Der Chromecast 2 verzichtet auf ein eigenes Interface, auch eine Fernbedienung fehlt dem Streaming-Stick von Google. Stattdessen dient ein Smartphone oder Tablet als Zuspieler für den Chromecast 2 – ob es sich dabei um ein iPhone oder ein Android-Gerät handelt, ist grundsätzlich egal. Wichtig ist lediglich, dass das die verwendete App Chromecast-kompatibel ist. Google listet inzwischen mehrere Dutzend Chromecast-tauglicher Anwendungen, darunter Größen wie Netflix, Spotify, Sky Ticket und natürlich YouTube.

Sobald der Zuspieler im gleichen WLAN wie der Chromecast 2 hängt, erscheint in passenden Apps das Cast-Symbol. Ein Druck darauf sendet den aktuellen Inhalt auf den Chromecast. Der Clou: Einmal gestartet, holt sich der Stick die Inhalte selbstständig aus dem Netz. Das Smartphone oder Tablet muss also nicht die ganze Zeit mit dem Stick verbunden sein und kann anderweitig genutzt werden. Als Fernbedienung – etwa zum Wechsel von Songs – bedarf es allerdings wieder das Smartphone. Auch auf dem Handy gespeicherte Fotos und Videos lassen sich auf den Chromecast 2 schicken. Androiden können das ab Werk, auf dem iPhone muss eine spezielle App wie beispielsweise Google Fotos installiert werden.

Google bietet mit dem Chromecast Audio und dem brandneuen Chromecast Ultra noch zwei Alternativen zum Chromecast 2. Ersterer verbindet sich per Klinkenstecker mit Stereoanlagen und Boxen und macht diese damit fit fürs Musikstreaming. Der Chromecast Ultra streamt hingegen auch Videos in 4K-Auflösung auf neue UHD-TVs. Apple TV 4 und der Standard-Chromecast 2 sind hingegen auf FullHD-Inhalte beschränkt.

© Google / Chromecast 2 zieht seine Inhalte aus kompatiblen Apps.

App-Vorteil fürs Apple TV

Der Minimalismus des Chromecast macht sich auch an anderer Stelle bemerkbar, nämlich im Fehlen eines eigenen App-Stores. Käufer des Apple TV 4 finden eine immer größer werdende Auswahl von Apps, die für die Nutzung auf dem Fernseher optimiert sind. Diese erweitern die Möglichkeiten der Apple-Lösung über die einer reinen Streaming-Box hinaus.

Vor allem Spiele-Fans kommen dabei auf ihre Kosten. Der Prozessor des Apple TV 4 bringt Spiele mit toller Grafik auf den Fernseher. Zusammen mit einem separat erhältlichen Spielecontroller wird die Streaming-Box damit sogar zur Konsolen-Alternative.

Chromecast-2-Käufer müssen auf diese Extras verzichten. Immerhin gibt es einige simple Spiele, die tatsächlich auf dem Google-Stick laufen. Ein Beispiel dafür ist die Chromecast-Version des Partyspiels „Cards against Humanity“, die unter dem Namen CardCast im Google Play Store zu finden ist.

Chromecast 2 vs. Apple TV 4: Die Anwendung entscheidet

Welche Streaming-Lösung die beste ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Wer durch Mac, iPhone oder iPad ohnehin schon in den Apple-Kosmos investiert hat, findet im Apple TV 4 die bessere Wahl. So lassen sich gekaufte iTunes-Medien problemlos direkt auf dem Apple TV 4 abspielen oder per AirPlay übertragen – der Chromecast muss hier draußen bleiben. Im Gegenzug funktionieren Dienste wie Google Play Music oder Google Play Videos gar nicht oder nur auf Umwegen auf dem Apple-Player. Apps und Spiele direkt auf dem TV bietet hingegen nur die Apple-Box.

© Google / Chromecast Ultra streamt in 4K-Auflösung auf neue UHD-TVs.

Geht es primär darum, die Inhalte der großen Video- oder Musik-Streamingdienste auf den Fernseher zu bringen, kann der Chromecast 2 die bessere Entscheidung sein – vorausgesetzt, der Anbieter unterstützt den Streaming-Stick. Auch Android-Nutzer liegen beim Chromecast richtig, sind viele Funktionen doch direkt in das Google-System eingearbeitet. Nicht zuletzt punktet Google auch beim Preis: Der Chromecast 2 ist deutlich günstiger als der Apple TV 4.

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