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Beamen & streamen – der Projektor Largo von LG

Ohne Kabel: Der Projektor Largo von LG holt problemlos Inhalte von Netflix, YouTube und Co. auf die Leinwand.

LG Largo Beamer

© 2016 LG Electronics

Auch wenn sich moderne Fernseher in den zurückliegenden Jahren zu wahren Bildwundern entwickelt haben, schwören Heimkino-Enthusiasten noch immer auf den klassischen Beamer. Leider nervt die Verkabelung mit dem Zuspieler und dem Soundsystem, zudem sind kurzlebige Beamer-Lampen bei Vielsehern ein Ärgernis, eine Neuanschaffung ist teuer. Der koreanische Hersteller LG will mit dem Modell Largo gleich beide Probleme lösen. Es ist ein smarter Beamer mit langlebigen LED-Lampen, die eine Lebensdauer von bis zu 30.000 Stunden versprechen. Doch das ist nicht alles: Dank WLAN und Bluetooth streamt der LG Largo Filme oder Fotos (und auch Musik) nicht nur aus dem lokalen Netzwerk, sondern greift über Smart-TV-Apps auch auf Inhalte aus dem Internet zu. Mit einem Preis von rund 1.350 Euro liegt das Gerät zudem im preislichen Mittelfeld der modernen Heimkino-Beamer.

Gutes Bild, kompaktes Gehäuse

Der LG Largo löst das Bild mit Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) auf. Dank einer Zwischenbildberechnung mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde stellt er auch schnelle Inhalte ohne Schlieren dar. Zudem sorgt seine Helligkeit von bis zu 1.400 Lumen dafür, dass die Bilder auch bei Tageslicht gut erkennbar sind. Anders als bei der günstigeren Ausgabe, dem LG PF1500, wird die Largo-Version zudem mit einem optionalen Glasfilter ausgeliefert. Im Zusammenspiel mit einem vollständigen Farbmanagement soll so gewährleistet werden, dass die Darstellung der Schwarzwerte in allen Umgebungen und unabhängig vom Bildinhalt optimal zur Geltung kommen. 

Erfreulich: LG hat den Largo in einem vergleichsweise kompakten Gehäuse untergebracht, sodass er für einen Kinoabend im Freien schnell beispielsweise vom Wohnzimmer auf die Veranda gebracht werden kann. Mit einer Breite von 132 Millimetern und einem Gewicht von unter 1,5 Kilogramm findet er problemlos auf nahezu jedem Tisch Platz. Mit seinem 1,1-fachen Zoom lässt sich eine typische 2,4-Meter-Leinwand aus einem Abstand von 3,3 bis 3,7 Meter optimal ausleuchten. Auch bei der Soundausgabe kommt der LG Largo ohne Kabel aus: Via Bluetooth wird der Filmsound verzögerungsfrei auf kompatible Lautsprechersysteme, Soundbars oder auch Bluetooth-Kopfhörer gestreamt.

LG Largo

Aus dem Netz auf die Leinwand

Eine Kernfunktion des Largo ist jedoch die Möglichkeit, über Apps jede Menge Streaming-Inhalte aus dem Internet direkt auf die Leinwand zu übertragen. Der schon von LGs Smart-TVs bekannte LG Content Store bietet unter anderem Apps von Netflix, MyVideo, YouTube, der Tagesschau oder den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender. Wermutstropfen: Die Video-App von Amazon Prime steht derzeit noch nicht für den Largo zur Verfügung. Dennoch lassen sich sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Inhalte per Streaming direkt auf die Leinwand bringen – ein Beamer auf Smart-TV-Niveau.

Über den integrierten Browser ist mit der vergleichsweise komfortablen Fernsteuerung LG Magic Remote auch ein Ausflug ins Web möglich. Der Clou dabei: LG unterstützt auch die Wiedergabe von Flash-Inhalten auf dem Largo. Auch wenn immer mehr Streaming-Webseiten auf moderne HTML-5-Videoplayer setzen, ist sichergestellt, dass auch Flash-Videos ganz ohne PC oder App auf die Leinwand kommen.

Wer keine Lust auf Online-Medien hat, kann dank zweier USB-Anschlüsse auch eigene Mediendateien über den LG Largo wiedergeben. LG unterstützt dabei auch moderne MKV-Dateien inklusive DTS-Tonspur, was das Fehlen von Mediacentern wie Kodi oder Plex auf dem Largo durchaus verschmerzen lässt. Einfacher ausgedrückt: Der LG Largo spielt so gut wie alles ab, was er von USB-Stick, Festplatte oder auch per DLNA über das Netzwerk serviert bekommt.

Auch in Sachen Bildübertragung von Laptop oder Smartphone gibt sich LG keine Blöße: Dank Unterstützung für Wireless Display (kurz „WiDi“) können kompatible Windows-Laptops ihr Bild kabellos auf den Beamer übertragen, was den Largo auch bei Präsentationen zum ansprechenden Begleiter macht. Zudem kann das Bild vieler Smartphones und Tablets dank Miracast-Unterstützung auf den Beamer übertragen werden – toll für eine schnelle Diashow aus dem letzten Urlaub. Gamer, die auf der Leinwand zocken möchten, sollten aber nach wie vor den Einsatz des klassischen HDMI-Kabels vorziehen, da die kabellose Bildübertragung mit Verzögerungen einhergeht.

Fernsehen nur mit Zusatzkosten

So schön die Möglichkeiten des smarten Beamers sind, per Web und Co. Inhalte zu streamen, so entscheidend ist der Nachteil, dass der LG Largo keinen integrierten TV-Tuner besitzt. Deshalb muss ein externer Receiver mit dem Beamer verbunden werden, weshalb sich der Largo als Ersatz für den Fernseher nur bedingt eignet. Abhilfe schaffen hier Live-TV-Apps wie Zattoo oder Magine TV, die im LG-Store verfügbar sind. Das Problem: Nur die öffentlich-rechtlichen Sender lassen sich hier kostenlos streamen. Wer auch die privaten Programme sehen möchte und zudem auf HD-Qualität Wert legt, muss ein Abo abschließen, was – je nach Inhalten – zwischen rund 7 und 14 Euro im Monat kostet. In der Praxis funktionieren die Dienste sehr gut – solange es nicht um Live-Übertragungen von Sport-Events geht. Durch die Internetübertragung hängen die Dienste bis zu einer Minute hinter dem „echten“ Live-Bild hinterher. Wer sich nicht durch die brüllenden Nachbarn die Spannung bei der kommenden Fußball-EM verderben will, sollte den LG Largo lieber direkt mit einem Receiver koppeln.

Fazit

Die Integration von LGs etablierter Smart-TV-Plattform in einen modernen LED-Beamer ist gelungen. Besonders die große Anzahl unterstützter Medienformate, ein gutes Bild und das mobile Gehäuse können überzeugen. Weitere Pluspunkte sind die geringe Lautstärke und der mit durchschnittlich rund 95 Watt geringe Energiebedarf des Beamers. In Sachen „smarte Beamer“ ist LG mit dem Largo außerdem nahezu konkurrenzlos. Wer einen alternativen Beamer Smart-TV-fähig machen möchte, braucht eine externe Lösung wie beispielsweise einen Google Chromecast oder einen Fire TV Stick.

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