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Bezahlte Streaming-Dienste im Vergleich

Viele Streaming-Dienste, viele Geschäftsmodelle: monatliche Abos oder Abrechnung pro Film. Wer liefert was - und für wen ist es geeignet. Ein Vergleich

Streaming Dienste nutzen und unbegrenzt Filme schauen.

iStock.com/ranplett

Es war eine echte Revolution: In den USA läutete Netflix vor vielen Jahren den Siegeszug des Videostreamings ein. Seit rund einem Jahr ist das Angebot nun auch in Deutschland verfügbar. Je nach gewünschter Qualität und gleichzeitig genutzten Geräten kostet ein Netflix-Abo zwischen acht und zwölf Euro. Dafür erhalten die Nutzer Zugriff auf mehrere Tausend Filme und Serien, von denen die meisten sowohl in der deutschen Synchronisation als auch im englischsprachigen Original verfügbar sind. Während das Filmangebot ungefähr auf dem gleichen Niveau wie das der Konkurrenz liegt, ist Netflix besonders bei Serienfans beliebt, denn aktuelle Sendungen sind bereits meist komplett im Programm. Ein echter Pluspunkt sind aber vor allem die Netflix-Eigenproduktionen wie „House of Cards“, „Narcos“ oder „Penny Dreadful“ – kein anderer Anbieter bietet derzeit mehr exklusive Inhalte auf vergleichbar hohem Niveau. Einzig Amazon kann da mithalten.

Im direkten Vergleich zum US-Angebot von Netflix muss man beim deutschen Ableger Abstriche machen, denn das Original bietet ein deutlich größeres Programmpaket. Netflix ist auf vielen Geräten verfügbar und bietet auch Mobilapps für Android, iOS und Windows Phone. Die Offline-Nutzung – wichtig für Reisende – erlaubt Netflix derzeit nicht.

Das Allround-Talent verkauft auch Socken

Das Onlinekaufhaus Amazon bietet über seinen Instant-Video-Service ein On-Demand-Angebot an, über das Filme und Serien gekauft bzw. geliehen werden können. Der eigentliche Clou aber ist eine Videoflatrate namens Prime Instant Video. Diese ist Bestandteil des Amazon-Prime-Angebots, über das Kunden auch andere Vorteile bekommen. Am wichtigsten ist wohl der kostenlose Express-Versand, den Amazon für viele Produkte aus dem Sortiment anbietet. Der Service kostet 49 Euro im Jahr, Studenten zahlen im Programm „Amazon Student“ nur 24 Euro. Im Angebot von Prime Instant Video enthalten sind über 12.000 Filme und Serienfolgen. Klasse für Serien-Fans: Im Prime-Angebot finden sich auch exklusive Inhalte wie „Fear of the Walking Dead“ oder die von Kritikern gelobten Amazon-Eigenproduktionen wie „Bosch“, „Transparent“ oder „Hand of God“. Wie Netflix oder Watchever bietet auch Amazon viele Inhalte im Originalton. Die Suche danach ist aber etwas umständlicher, denn entsprechende Videos erscheinen lediglich mit dem Zusatz „OV“ in den Ergebnissen. Dafür können ausgewählte Streaminginhalte auch offline angesehen werden. Kleiner Wermutstropfen: Während Amazon Instant Video auf unzähligen Geräten verfügbar ist, fehlt derzeit die Unterstützung für Googles ChromeCast, Android TV und Apple TV. Bei der Konkurrenz funktioniert das etwas besser.

Streaming-Oldie mit Zusatzinhalten

Maxdome bietet bereits seit 2006 Videostreaming in Deutschland an und ist damit der Veteran im Vergleichsfeld. Wie Amazon bietet auch Maxdome die Möglichkeit, Filme und Serien sowohl einzeln als auch im Abo für rund acht Euro im Monat zu konsumieren. Der Gesamtkatalog umfasst dabei mehr als 50.000 Titel, wobei die Suchfunktion leider nicht immer sauber zwischen Inhalten im Flatrate-Paket und den kostenpflichtigen Zusatzangeboten unterscheidet. Als Teil der ProSiebenSat1-Gruppe bietet Maxdome Zugriff auf aktuelle Serien, die bei den TV-Sendern laufen, etwa Family Guy oder Elementary. Diese sind dann allerdings nur für kurze Zeit und ohne komplette Staffeln verfügbar, weshalb das Angebot von Maxdome teilweise lückenhaft wirkt. Ein Bonus für Sportfans sind die Maxdome-exklusiven Live-Events, die - vergleichbar mit Pay TV-Sendern – gegen Aufpreis gebucht werden können.

Top ist die Kompatibilität von Maxdome: Abgesehen von Amazons Fire-TV-Boxen ist der Service auf fast jedem Gerät verfügbar, auch viele Smart-TVs und andere Player bieten ab Werk die entsprechende Unterstützung. Auf Smartphones und Tablets können die Inhalte von Maxdome auch offline angesehen werden. Das freut besonders Vielreisende, die auch im Zug oder Flieger ihre Lieblingsserie schauen möchten. Konkurrent Watchever bietet diese Funktion auch an. Der Anbieter ist auch schon länger auf dem Markt, konnte sich aber bislang nicht nennenswert von den großen Anbietern absetzen.

Ab jetzt soll alles besser werden

Aus diesem Grund hat der Streaming-Service kürzlich einen Neustart des Angebots vollzogen, das vor allem Serienkennern entgegenkommen dürfte: In der Übersicht finden sich die Inhalte nun nach dem produzierenden Network sortiert, außerdem soll ein neues Empfehlungssystem das Entdecken neuer Inhalte vereinfachen. Preislich liegt das Watchever-Abo mit knapp neun Euro im Mittelfeld, auch das Angebot an Filmen und Serien befindet sich auf einem vergleichbaren Niveau. Erfreulich ist, dass viele Hardware-Player Watchever unterstützen. Lediglich Amazons Fire TV streikt beim Abspielen der zahlreichen Inhalte. Übrigens: Viele Inhalte lassen sich bei Watchever auch im Originalton anschauen, die Umschaltung erfolgt wie bei Netflix direkt im Player. Wo Watchever immer wieder neue und spannende Inhalte anbietet, hinkt ein Konkurrent mächtig hinterher.

Nicht viel mehr als nur Fußball und Spielfilme

Der Sender Sky ist vor allem für seine Pay-TV-Angebote bekannt, bietet seit einigen Jahren mit Sky Snap aber auch einen Streaming-Service an. Für vergleichsweise günstige 3,99 Euro gewährt Sky Snap vor allem Zugriff auf ein Film- und Serienarchiv mit mehreren Tausend Einträgen. Im Vergleich zur On-Demand-Lösung Sky Go hinkt das Angebot allerdings hinterher, auch sind viele Serien unvollständig oder beginnen nicht mit der ersten Staffel. Das ist sehr ärgerlich.

Im Gegenzug wirbt Sky Snap mit der exklusiven Verfügbarkeit der bei Fans und Kritikern beliebten HBO-Serien. So ist Sky Snap der einzige Flatrate-Dienst, der den HBO-Megahit „Game of Thrones“ anbietet – enthalten sind derzeit aber nur zwei der fünf produzierten Staffeln. In Sachen Geräteauswahl hinkt Sky Snap der Konkurrenz ebenfalls hinterher, dafür gibt es einen Offline-Modus für Smartphones und Tablets. Immerhin. Doch die Konkurrenz schläft nicht, denn auch die TV-Sender haben das Streaming für sich entdeckt.

Fernsehen über das Internet

Wenn das eigene Zuhause ohne Kabelanschluss oder Satellitenschüssel auskommen muss, können die ganz normalen TV-Inhalte dank Streaming übertragen werden. Die beiden Dienste Magine TV und Zattoo holen die Sender übers Internet auf den Fernseher. Beide Dienste bieten eine kostenlose Grundversion, private und ausländische TV-Sender lassen sich hingegen nur per kostenpflichtigem Abo streamen. Wer bezahlt, erhält bei ausreichend schnellem Internet eine TV-Übertragung in HD-Qualität. Magine bietet dazu zwei Pakete an, bei denen je nach Umfang zwischen rund sieben und 14 Euro pro Monat anfallen, bei Zattoo können die Nutzer zwischen einer Reihe von Programmangeboten wählen, die zwischen acht und 13 Euro im Monat kosten. Wesentlich günstiger sind einzeln gekaufte Filme und Serienfolgen.

Alles gucken, wann und wo man will

Die vorgestellten Abo-Dienste haben zwei Dinge gemein: Ihre Angebote decken nur einen Teil der verfügbaren Serien und Filme ab und in Sachen Aktualität können sie nur selten punkten – oft vergeht mindestens ein Jahr, bis ein Film oder eine Serienstaffel in einer Flatrate auftaucht. Exklusive Deals wie beispielsweise „Fear The Walking Dead“ einmal ausgenommen.

Video-on-Demand ist das Zauberwort. Wie in der Videothek um die Ecke können hier aktuelle Filme und Serienfolgen gekauft oder für einen bestimmten Zeitraum ausgeliehen werden. Neben den schon vorgestellten Diensten Maxdome und Amazon Instant Video sind vor allem Apples iTunes, Googles Play Video sowie die Services Juke, Microsoft Movies & TV und Sony Playstation Video relevant. Sie bieten größtenteils ein recht ähnliches Angebot, aktuelle Filme und Serien sind in der Regel gleichzeitig mit der Veröffentlichung auf Blu-ray und DVD als Download verfügbar. Die Preise richten sich dabei nach den Inhalten und variieren von Anbieter zu Anbieter: Für den Kauf aktueller Filme in HD-Qualität verlangen die Dienste durchaus schon 15 Euro und mehr, während ältere Titel oft schon für einen Euro für 48 Stunden ausgeliehen werden können.

Die verwendete Abspiel-Hardware spielt bei den Bezahldiensten eine wichtige Rolle. So kann ein über iTunes gekaufter Film zwar problemlos auf dem Apple TV abgespielt werden, Besitzer eines Android TV oder Amazon Fire TV müssen aber Umwege gehen, um ihre gekauften Inhalte wiederzugeben. Das Gleiche gilt analog für die Nutzer der anderen Bezahldienste wie Google Play oder Amazon Instant Video. Wer sich also eine umfangreiche Videobibliothek bei einem der Dienste aufbaut, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man sich beim Kauf auch an den Anbieter und die entsprechenden Geräte bindet. 

Fazit

So gut wie alle Anbieter von Videostreaming bieten für vergleichsweise wenig Geld massenhaft Material für entspannte Filmabende und ausdauernde Serien-Sessions. Wer den „perfekten“ Streaming-Dienst sucht, wird aber enttäuscht sein, denn Lücken finden sich in allen Angeboten. Der überall verfügbare Probemonat ermöglicht aber einen kostenlosen Test, außerdem springen Video-on-Demand-Services bei Bedarf in die Bresche. Ein Tipp: Wer wissen will, welche Inhalte bei welchem Anbieter laufen, findet bei Werstreamt.es eine gute Orientierungshilfe im Streaming-Dschungel.

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