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Title: Entertainment
Google Assistant

FAQ: Das muss man über den Google Assistant wissen

Sprachassistenten sind der derzeit heißeste Smart Home Trend. Doch sie werfen auch viele Fragen auf. Wir klären, was man über den Google Assistant wissen sollte.

©Google / Google Assistant steckt schon heute in verschiedensten Geräten.

©Google / Google Assistant steckt schon heute in verschiedensten Geräten.

Was ist der Google Assistant?

Google Assistant ist ein virtueller Assistent, der auf künstliche Intelligenz zurückgreift. Im Grunde steckt dahinter ein Cloud-Dienst von Google, der per App angezapft wird. Gestartet ist Google Assistant im Jahr 2016, in deutscher Sprache aber erst 2017. Sein Vorgänger war Google Now. Die Benutzung erfolgt entweder über Textnachrichten oder Sprachsteuerung. Integriert ist Google Assistant in Android, in diverse smarte Lautsprecher und im Messenger Google Allo. Auch eine Version für iOS gibt es. Google erlaubt es zudem Drittanbietern, den Google Assistant in ihre Produkte zu integrieren. Über den Sprachbefehl "Ok Google" startet man die Konversation mit Google Assistant.

Was kann der Google Assistant?

Viel, aber im Grunde sind es zwei Dinge: Wie einen echten Assistenten kann man auch dem Google Assistant Fragen stellen und die künstliche Intelligenz versucht sie zu beantworten. Das klappt längst nicht immer, aber als Faustregel gilt: Einfache Fakten, die man auch über die Google-Suche recherchieren würde, kann man auch den Assistenten fragen. Neben dem Frage-Antwort-Spiel erledigt Google Assistant aber auch Aufträge wie ein echter Assistent, etwa verwaltet er Termine, führt Einkaufslisten oder steuert Smart-Home-Geräte.

©Google / Google Home kann einfache Google-Suchen ersetzen.

Welche Fragen kann Google Assistant beantworten?

Google Assistant deckt einen großen Bereich ab, neben klassischen Google-Anfragen auch Funktionen einfacher Apps. So kann man nach dem Wetter fragen, welche Restaurants es in der Nähe gibt oder wie man am besten Weinflecken vom Teppich entfernt. Dabei ist es natürlich ein großer Vorteil, dass Google Assistant die Websuche schlechthin im Rücken hat. Nutzer können beispielsweise eine Bildersuche nach Katzenbabys anzapfen, Einheiten umrechnen lassen oder Übersetzungen anfragen. Am besten funktionieren Fragen, auf die es eine eindeutige Antwort gibt, etwa wie hoch die Zugspitze ist oder wie Bayern gespielt hat.

Was kann Google Assistant außerdem noch?

Google Assistant zapft auf dem Smartphone zum Beispiel auch andere Apps an. So können Nutzer WhatsApp-Nachrichten verschicken, die Navigation via Google Maps starten oder bestimmte Fotos aus den Alben anzeigen lassen. Der Assistant stellt auch den Wecker, verwaltet Termine und steuert Smart-Home-Geräte. Mit intelligenten Lampen zum Beispiel steuert man das Licht in Haus oder Wohnung dann einfach auf Zuruf. Jedoch unterscheiden sich die Fähigkeiten auch nach Geräten. Beispielsweise gibt es in Lautsprechern mit Display und Google Assistant die Möglichkeit, Videoanrufe zu starten. Auf einer Smartwatch beginnen Sportler ihr Training auf Zuruf. Auch viele weitere Dienste macht Google Assistant leicht zugänglich, etwa Musik oder Videostreaming. Dann reicht ein "Ok Google, starte meine Frühstücks-Playlist", um die passende Musik abzuspielen.

©Philips/ Google Assistant steuert zahlreiche Smart Home Geräte, etwa Hue-Lampen.

Was sind Stärken und Schwächen von Google Assistant?

Kein Assistent ist heute perfekt, die Entwicklung steht erst noch am Anfang. Insofern gibt es auch bei Google Assistant noch Verbesserungsmöglichkeiten. Gut gelungen ist bei Google Assistant aber die Spracherkennung. Zur Steuerung muss man nicht brüllen oder übertrieben deutlich reden. In lauten Räumen kann es aber schon mal zu Missverständnissen kommen. Ein nettes Detail: Google Assistant hat eine Stimmerkennung eingebaut. Er hört also nur auf seine Besitzer bzw. alle die, deren Stimmen angelernt wurden. Außerdem bringt Google dem Assistant jetzt auch bei, den Kontext zu verstehen. Apropos verstehen: Google Assistant kommt seit kurzem auch mit einer zweiten Sprache klar. Die Antworten gibt der Assistent dann in der Sprache, in der auch die Frage gestellt wurde. Über Actions lassen sich die Fähigkeiten von Google Assistant ausbauen. Das sind Erweiterungen, etwa um Sportnachrichten abzurufen, Spiele zu spielen oder Smart-Home-Geräte zu steuern. Routinen bündeln verschiedene Befehle und lassen sich von Nutzern erstellen. So kann man zum Beispiele eine Guten-Morgen-Routine bauen, die das Licht einschaltet, die Nachrichten vorliest und danach auf anstehende Termine hinweist. Bald lassen sich auch Befehle einfacher verknüpfen, sodass man nicht jedes Mal "Ok Google" sagen muss, nur um dann einen einzelnen Befehl zu übermitteln.

Wie kann man den Google Assistant ausprobieren?

Das geht sehr einfach, auf einem aktuellen Android-Smartphone sollte der Google Assistant bereits vorhanden sein. Ein Abo muss man nicht abschließen, der Dienst ist kostenlos, funktioniert aber nur mit verknüpftem Google-Konto. Es kann sein, dass man Google Assistant auf älteren Geräten erst auf dem Smartphone aktivieren muss. Dann hört er auf "Ok Google" bzw. auf einen langen Druck auf den Home-Button des Smartphones.

©Google / Auch Google selbst hat einige smarte Lautsprecher im Angebot.

Gibt es von Google spezielle Geräte mit Google Assistant?

Natürlich, Google vertreibt diverse Smart Home Lautsprecher mit eingebautem Google Assistant. Die hauseigene Lautsprecherreihe heißt Google Home, wobei es verschiedene Modelle gibt, neben dem klassischen Google Home auch die Geschwister Google Home Mini und Google Home Max. Auch auf Wearables ist Google Assistant vertreten, etwa auf Smartwatches mit WearOS oder den Kopfhörern Google Pixel Buds.

©Lenovo / Google Assistant plus Bildschirm gibt es im Smart Display.

Bieten auch Drittanbieter Google Assistant an?

Ja, Lautsprecher gibt es beispielsweise von Panasonic, LG oder Sony. Lenovo hat mit dem Smart Display auch einen Lautsprecher samt Bildschirm im Angebot. Insgesamt zeigt sich Google sehr offen dafür, dass Drittanbieter den Google Assistant integrieren. Derzeit liegt man in der Verbreitung zwar noch hinter Alexa, bis Ende des Jahres sagen Analysen aber voraus, dass beide Konkurrenten sich annähern werden.

Welche Bedeutung hat Google Assistant im Smart Home?

Müsste man aktuell ein Ranking erstellen, dürfte momentan noch Alexa am häufigsten von Smart-Home-Geräten unterstützt werden, doch gleich dahinter kommt Google Assistant und er holt auf. Bis Ende des Jahres sollen die Assistenten zum Beispiel bei den Smart-Home-Lautsprechern gleichauf sein. Viele Smart-Home-Hersteller bauen eine entsprechende Schnittstelle ein, damit Nutzer Geräte per Google Assistant steuern können. Dazu gehören Heizungsanlagen, Fernseher, Lampen, Überwachungskameras, Steckdosen und mehr. Insgesamt gibt Google an, über 1500 Geräte von 200 verschiedenen Smart-Home-Herstellern zu unterstützen, Tendenz steigend.

Hört der Google Assistant immer mit?

Die Mikrofone der Google Home Lautsprecher zum Beispiel sind immer aktiv, sie lauschen aber auf ihr Stichwort "Ok Google". Erst wenn Sie das hören, werden die aufgezeichneten Befehle als Audioschnipsel an die eigenen Cloud-Server geschickt.

©Google / Google Assistant steuert auch die Unterhaltung zuhause.

Wie steht es um den Datenschutz?

Die Datenschutzerklärung von Google Assistant ist auf den ersten Blick gut aufbereitet, verzweigt sich dann aber schnell und macht mit viel Konjunktiv deutlich, dass so ziemlich die Speicherung aller Daten erlaubt ist, die bei der Interaktion mit Google-Diensten anfallen. Wichtig: Sämtliche Informationen werden über das Google-Konto personalisiert. Was man beim Google Assistant wissen muss, ist, dass er auch auf das Webprotokoll zugreift, also zum Beispiel weiß, was über Google gesucht wurde, wo Nutzer unterwegs waren und welche Videos sie auf YouTube angesehen haben. Das Webprotokoll kann man praktischerweise unter myactivity.google.com einsehen, inklusive den Interaktionen mit dem Google Assistant. Auch bei Diensten von Dritten und angebundenen Geräten zeichnet Google Assistant jede Menge Daten zu Geräten und Nutzung auf. Google löscht die aufgezeichneten Daten zwar nicht freiwillig, sie können aber vom Nutzer selbst entfernt werden.

Wie geht es mit Google Assistant weiter?

Google arbeitet mit Hochdruck an neuen Funktionen, etwa an natürlicheren Stimmen. Auch die Kommunikation soll natürlicher werden, sodass man nicht ständig "Ok Google" sagen muss, sondern ein echtes Gespräch führen kann. Auf der Google I/O zeigten die Entwickler außerdem, wie Google Assistant komplett selbständig ein Telefongespräch führte, um einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren. Dieses Feature ist umstritten, weil der Assistent sich so menschlich anhört, dass man keine Chance hat zu erkennen, mit wem man spricht. Einen großen Schub beim Google Assistant versprechen sich die Macher aber auch davon, dass er auf dem Smartphone zukünftig aktiver in Aktion treten soll.

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