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Title: Entertainment
Mobilfunkstandard 5G

Das universelle Netz

Der künftige Mobilfunkstandard 5G wird auch das Smart Home auf ein neues Niveau heben. Die Frage ist nur, wann – und zu welchem Preis.

© Egor / Fotolia

© Egor / Fotolia

Technikexperten, Politiker und IT-Manager sind sich einig: Die Zukunft des Internets besteht aus zwei Buchstaben – 5G. Von der fünften Generation der mobilen Datenübertragung (dafür steht das Kürzel) heißt es, sie werde Datenraten von bis zu 10.000 Mbit/s ermöglichen, Echtzeitdatenübertragung und das Internet der Dinge zum Alltag machen. Dabei soll der Energieverbrauch pro übertragener Dateneinheit drastisch sinken.

Klingt wie ein Wunschtraum, oder? Wer heute nicht gerade in Ballungsräumen mit guter, leistungsfähiger Netzabdeckung lebt, ist ja schon froh, wenn man auf dem Smartphone die Bahn-App aufrufen oder ein Foto per Whatsapp verschicken kann. Mitten in der Pampa ruckelfrei HD-Videostreams schauen zu können, würde sich da kaum jemand erhoffen.

Neue Qualität für viele Anwendungen

Dagegen verspricht 5G eine Fülle neuer Möglichkeiten – auch fürs Smart Home. Im Entertainment-Bereich könnte der neue Standard den endgültigen Durchbruch für zahlreiche Augmented- oder Virtual-Reality-Anwendungen bedeuten – mit ganz neuen Qualitätssteigerungen. Auch der bislang schon boomende Streaming-Markt könnte neuen Zulauf erleben, wenn zuverlässigere und schnellere Datenverbindungen für noch mehr Serien- und Home-Cinema-Spaß sorgen.

© Netflix / 5G könnte für Streamingdienste wie Netflix noch mehr Nachfrage bedeuten.

Gerade im Smart Home könnte 5G aber auch neue Anwendungsfälle ermöglichen, die heute noch zarte Zukunftsmusik sind. So sehen Forscher schon heute den Bereich des Ambient Assisted Living als wichtige Wachstumsbranche der Zukunft.

Solche Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben im Alter können das Leben in den eigenen vier Wänden durch smarte Hilfsmittel deutlich erleichtern. Das reicht von der noch breiteren Steuerung der Haustechnik via Smartphone bis hin zu intelligenten Servicerobotern, die den Nutzern zum Beispiel als sprachgesteuerte Assistenten dienen können.

Internet der Dinge wird Realität

Mit wachsender digitaler Vernetzung der Lebensbereiche wird auch das Internet der Dinge in der Realität der Menschen ankommen. So arbeitet beispielsweise Toyota seit einiger Zeit am Human Support Robot. Und alle diese Anwendungen im Sinne einer immer stärker vernetzten Gesellschaft brauchen mehr und mehr Netzleistung.

© Toyota / Mit smarten Robotern wollen Unternehmen wie Toyota das Leben erleichtern.

In seinem Ende November veröffentlichten Mobility-Report geht der schwedische Mobilfunk-Konzern Ericsson davon aus, dass das weltweite Datenvolumen bis 2023 auf unvorstellbare 110 Exabyte pro Monat steigen wird (1 Exabyte = 1.000.000 Terabyte). Aktuell beläuft sich das Datenvolumen auf weniger als neun Exabyte im Monat – mit enormen Steigerungsraten.

Allerdings spielt in den politischen Diskussionen zu 5G der private Bereich mit seinen Smart-Home-Anwendungen gar nicht die größte Rolle. In dieser Diskussion geht es eher um die Bedeutung der fünften Generation für Mobilität und Industrie. So wird das angestrebte autonome Fahren gewaltige Datenströme erzeugen. Auch die langerwartete Umsetzung intelligenter Fabriken und smarter Kommunikation zwischen Maschinen und Anlagen ist zumindest in der Breite kaum unter heutigen Netzressourcen vorzustellen.

Wer will mehr bezahlen?

Dazu passt, dass laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte die Verbraucher bislang noch relativ wenig Interesse für den Mobilfunkstandard 5G hegen. Viele der Befragten sind demnach nicht gewillt, für bessere Netzleistung auch mehr zu bezahlen. Das wiederum ist nach Ansicht von Ericsson die Grundvoraussetzung für den 5G-Netzausbau, der allein in Europa nach Schätzungen des Unternehmens 500 Milliarden Euro kosten könnte.

Das könnte allerdings auch daran liegen, dass es den künftigen Anbietern noch nicht gelungen ist, völlig überzeugende Argumente und entsprechend verlockende Angebote in Aussicht zu stellen. Mit spannenden Anwendungen im Gepäck sollte es schließlich kein Problem mehr sein, entsprechendes Interesse zu generieren. Nur: dafür muss das Netz erst einmal errichtet werden.

5G soll dabei kein neuer Dienst für Telefonie und Datenübertragung werden, sondern ein neues Netz für universelle Anwendungen. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass eine praktisch vollständig neue Infrastruktur errichtet werden muss. Für den Betrieb auf Frequenzen oberhalb von 6 Gigahertz braucht es ein im Vergleich zu heute deutlich engmaschigeres Netz. Und wer dran denkt, wie langsam der LTE-Ausbau voran ging, versteht auch, warum das Europäische Parlament im Sommer eine Entschließung verabschiedete, wonach die EU-Mitgliedsstaaten beim 5G-Ausbau enger als bisher zusammenarbeiten sollen.

Bleibt die Frage nach dem Wann. Eine definitive Antwort gibt es darauf kaum. Vor zwei Jahren ging die Branche noch von einem 5G-Start im Jahr 2020 aus. Das dürfte aber lediglich für einen sehr begrenzten Rahmen gelten. Branchenbeobachter rechnen eher damit, dass eine umfassende Durchdringung des neuen Standards nicht vor 2025 zu erwarten ist.

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