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Title: Entertainment
Wi-Fi 6 bringt WLAN-Boost in Smart Homes

Diese Geräte beherrschen den neuen WLAN-Standard

WLAN nutzt praktisch jeder, im Smart Home sowieso. Bisher waren die Bezeichnungen für die aktuellen Standards aber eher kryptisch. Mit Wi-Fi 6 soll sich das ändern und es kommen immer mehr Geräte auf den Markt, die den neuen Standard unterstützen. Doch fertig ist Wi-Fi 6 offiziell noch nicht.

©Netgear

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Die Grundlage eines leistungsfähigen Smart Homes ist ein starkes WLAN, das das komplette Eigenheim abdeckt und schnell sowie zuverlässig arbeitet. Dass es dafür verschiedene Standards gibt, ist vielen Nutzern noch klar, aber mit 802.11a, 802.11n oder 802.11ac können die Meisten dann doch nicht viel anfangen. Das haben 2018 auch die Macher der Herstellervereinigung Wi-Fi Alliance erkannt und die nichtssagenden Standardbezeichnungen durch ein anderes Namenssystem ersetzt. Heimanwender sollen damit zweifelsfrei wissen, welcher Standard aktuell ist und ob verschiedene Geräte problemlos zusammenarbeiten. Deshalb hat man sich für eine Nummerierung entschieden: Der derzeit in den meisten Smart Homes genutzte Standard dürfte 802.11ac sein, er wird neuerdings als Wi-Fi 5 bezeichnet und sein Nachfolger als Wi-Fi 6. Wer also die WLAN-Ausstattung auf den aktuellsten Stand bringen will, kann schon jetzt nach Geräten mit Wi-Fi 6 alias 802.11ax Ausschau halten. Doch dabei sollte man vorsichtig sein.

©D-Link: Auch wenn sich die Hersteller schon mit Geräten in Stellung bringen ist Wi-Fi 6 noch nicht komplett fertig.

WiFi-6 noch nicht ganz fertig

Auf keinen Fall sollte man vorschnell neue WLAN-Router kaufen. Der Grund: Die Hersteller von WLAN-Geräten haben wieder recht forsch losgelegt. Offiziell ist Wi-Fi 6 als Standard noch gar nicht in trockenen Tüchern, das wird wohl erst 2020 der Fall sein. Auf Entwurfsbasis liegt der Standard aber schon vor und genau auf Grundlage dieser sogenannten Drafts setzen aktuelle Router Wi-Fi 6 auch um. Es ist also eine gute Strategie, mit dem Kauf noch ein bisschen zu warten bzw. auf Hersteller zu setzen, die eine gute Versorgung mit Firmware-Updates bieten, sodass man per Software-Update von einem Draft-Gerät auf den fertigen Wi-Fi 6-Standard kommt.

Vorteile von Wi-Fi 6

Wi-Fi 6 ist gar nicht zu verachten, denn wie jeder neue WLAN-Standard verspricht er mehr Geschwindigkeit. In den Marketing-Abteilungen schießt man aber übers Ziel hinaus und preist Wi-Fi 6 mit "vier Mal so schnell" wie seinen Vorgänger an, was irreführend ist, denn für einzelne Geräte springt maximal ein Plus von rund 40 Prozent raus. Wichtiger als der Speed pro Gerät ist aber ein anderer Aspekt und auf den zielt auch die Werbung ab: Dank neuer Modulationstechnik (OFDMA, orthogonal frequency division multiple access), die übrigens auch bei LTE eingesetzt wird, soll sich das Frequenzspektrum besser ausnutzen lassen. Das ist auch der eigentliche Vorteil von Wi-Fi 6, denn es soll gleichzeitig mit mehr Geräten im WLAN umgehen können, und die hat man im Smart Home reichlich. Wi-Fi 5 konnte in Download-Richtung schon mehrere Geräte gleichzeitig bedienen (Multi-User MIMO), Wi-Fi 6 schafft das auch in Upload-Richtung.

©Netgear/ Der größte Unterschied der erhältlichen WLAN-Router mit Wi-Fi 6 betrifft die Antennenzahl.

WLAN-Router mit Wi-Fi 6

Das Herzstück eines jeden WLANs ist der Router und schon länger gibt es Geräte mit Wi-Fi 6-Unterstützung. Erster Anbieter mit einem Wi-Fi 6 Router war Asus mit dem RT-AX88U, der im Handel für rund 300 Euro zu haben ist und jeweils vier Datenströme (4x4 MIMO) parallel verarbeiten kann. Über das 5 GHz WLAN fleißen so 4,8 GBit/s an Bruttodaten, im 2,4 GHz Band sind es immerhin noch 1,2 GBit/s, die Summe ergibt dann die Bezeichnung 6 GBit WLAN. Auch Netgears Nighthawk AX8 ist schon länger als leistungsfähiger WLAN-Router erhältlich und spielt preislich sowie technisch in der gleichen Liga. Günstiger kommt der Netgear Nighthawk AX4 für rund 200 Euro daher, er bietet aber nur jeweils zwei parallele Datenströme (2x2 MIMO) an; der angekündigte Nighthawk AX12 ist ein Triband-Gerät mit zwei 5 GHz-Modulen (und einem 2,4er Modul) und damit insgesamt 12 Streams. Preislich liegt er um 400 Euro. Auch andere Hersteller wie TP-Link haben passende Wi-Fi-6-Router in verschiedenen Preisstufen im Angebot, etwa den AX6000 mit 4x4-MIMO (ca. 300 Euro) sowie den Gaming-Router AX11000, ein Triband-Gerät für rund 400 Euro. Der zur IFA vorgestellte AX50 bietet mit rund 160 Euro den günstigen Einstieg in die neue WLAN-Welt bei TP-Link. Auch D-Link hat mit dem DIR-X6060 schon einen Wi-Fi 6 Router mit 4x4-Datenströmen in der Hinterhand, die Triband-Version soll demnächst starten.

©AVM/ Bisher hat AVM nur 2x2-Router im Angebot für Wi-Fi 6; das dürfte sich bald ändern.

Fritzboxen mit Wi-Fi 6

Wirklich perfekt ist die neue WLAN-Namensgebung nicht, denn man kann aus dem Namen Wi-Fi 6 nicht ableiten, wie viele Antennen ein Gerät verbaut hat. Doch das ist für die Leistung entscheidend. Beispiel AVM: Die Fritzbox-Macher haben bisher drei neue Fritzboxen mit Wi-Fi 6 im Angebot: Fritzbox 5530, Fritzbox 5550 und Fritzbox 6660. Die beiden erstgenannten WLAN-Router sind für Glasfaseranschlüsse gedacht, letztere für schnelle Kabelzugänge nach DOCSIS 3.1 Standard. Anders als andere Hersteller bleibt AVM aber etwas konservativer und spendiert nur zwei parallele Streams (2x2 MIMO), was 2,4 GBit/s im 5 GHz-Bereich und 600 MBit/s im 2,4 GHz-Band bedeutet. Man kann davon ausgehen, dass AVM hier noch deutlich nachlegen wird.

©TP-Link/ Auch Mesh-Systeme mit Wi-Fi 6 gibt es bereits.

WiFi 6 für Mesh-Vernetzung

TP-Link hatte als erster Hersteller Wi-Fi 6 in einem Mesh-System parat. Neu sind Deco X20 (ca. 270 Euro) und X60 (ca. 400 Euro), die Wi-Fi 6 und Mesh kombinieren; sie werden jeweils im Dreier-Pack ausgeliefert und kommen Ende 2019/Anfang 2020 auf den Markt. Auch Netgear hat das hauseigene Orbi WiFi 6 System AX6000 mit zwei oder drei Nodes an der Startlinie stehen. Die Preise sind happig, das Set aus Router und zwei Nodes soll rund 800 Euro kosten, mit drei Notes sind es dann schon fast 1.100 Euro.

©Microsoft/ Aktuelle Notebooks wie das Surface Laptop 3 kommen schon mit Wi-Fi 6.

Fazit: Besser noch warten

Smart Home Fans dürften schon mit den Hufen scharren, schließlich sammeln sie fleißig Geräte und die belasten das WLAN. Mit Wi-Fi 6 schafft man sich aber jetzt noch nicht alle Probleme vom Hals, denn erstens ist der Standard noch nicht komplett fertig und zweitens profitiert man erst, wenn man den Großteil der Clients auf Wi-Fi 6 umgestellt hat. Das ist heute nur schwer möglich, obwohl beispielsweise die neuen iPhones, das Samsung Galaxy Note 10 oder Microsofts Surface Laptop 3 bereits Wi-Fi 6 unterstützen. Wi-Fi 6 ist also nach wie vor nur etwas für Early Adopter, die ohnehin immer das Neueste brauchen. Frühestens 2020 wird der Umstieg auch für normale Smart Home Fans interessant, richtig durchsetzen dürfte er sich aber erst 2021/2022.

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