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Ab 29. März 2017

DVB-T wird schrittweise abgeschaltet

Was man bis zum Frühjahr tun sollte, um nicht vor einem dunklen Bildschirm zu sitzen. Denn: Das digitale Antennenfernsehen wird bald umgestellt.

© Andrey Popov / Fotolia.com

© Andrey Popov / Fotolia.com

Wer bisher schon digitales Fernsehen über den terrestrischen Weg (= DVB-T) empfangen hat, dem wird vielleicht Ende September ein Hinweis in den Hauptsendern aufgefallen sein: Am 29. des Monats sendeten Das Erste, kabel eins, ProSieben, RTL, SAT.1, VOX und ZDF Laufbänder, die auf eine wichtige Änderung hinweisen. Das gleiche Laufband gerade frisch im Oktober, wieder am 29. – und so geht es die nächsten Monate weiter, wobei die Häufigkeit kontinuierlich ansteigen soll.

Warum immer am 29.? Weil schlussendlich im März an diesem Tag die Änderung in Kraft treten wird. Am 29.3.2017 startet der Regelbetrieb, und nach und nach kommen immer mehr Regionen hinzu – bis die komplette Umstellung bis 2019 abgeschlossen ist. Sie betrifft schon viele „DVB-T-Gucker“, die leider vor einem dunklen Bildschirm sitzen werden, sofern sie bis dahin nicht gehandelt haben, vor allem in Bezug auf private Sender. Der Grund ist eine Art „Update“ fürs Antennenfernsehen, mit dem ein neues Zeitalter eingeläutet wird: Schrittweise wird DVB-T („Digital Video Broadcasting / Terrestrial“) in Deutschland bis zum Frühjahr eingestellt und auf das neue DVB-T2 umgestellt. Mit dem Start des Regelbetriebs werden gut drei Millionen Haushalte bis zu 40 Programme empfangen können.

© Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland

Mehr Sender, bessere Auflösung

Die „2“ steht für „second generation“ und bedeutet mehr Möglichkeiten, mehr Komfort, einfach mehr Fernsehen – das ist die eine, die schöne Seite der Medaille. Endlich können Sender in hoher HD-Auflösung übertragen werden, theoretisch sogar mit besserer Qualität beim derzeitigen Sat- und Kabelempfang. Außerdem teilen sich die Sender die viel höhere Bandbreite, sodass auch mehr Sender übertragen werden – darunter auch private, die bisher in bestimmten Regionen über Antenne nicht verfügbar waren. Und ganz nebenbei wird das digitale Antennenfernsehen mehr Spaß machen, etwa durch schnellere Umschaltzeiten und stabileren Empfang.

Der Preis für so viel Zukunftssicherheit ist die andere Seite der Medaille: Selbst vermeintlich moderne LCD- oder LED-Fernseher müssen in vielen Fällen ebenfalls ein Update bekommen – in Form eines externen Empfangsgeräts, das vorzugsweise das grüne Logo „DVB-T2 HD“ trägt. Oder sie werden gleich ganz ersetzt, denn das Angebot der Flachbildfernseher, die ein passendes Empfangsteil integriert haben, wächst stetig.

Stichwort „H.265“

Wichtig ist nur, dass sie eine ganz bestimmte Variante des „High Efficiency Video Coding“ verstehen: Das Videokompressionsverfahren H.265 komprimiert im Vergleich zum vorher verabschiedeten H.264 die Sendedaten bei gleicher Bildqualität noch besser – aber es wird längst nicht von allen Geräten, vor allem aus dem Ausland, unterstützt. Immerhin: Externe Antennen für DVB-T funktionieren auch mit DVB-T2, und für Laptops, Smartphones und Tablets gibt es schon günstige Sticks für den Empfang.

Zu diesen Geräten, die sich mit H.265 verstehen, gehört zum Beispiel der XORO-Receiver HRT 8724 zum Preis von unter 70 Euro. Noch etwas günstiger geht es mit dem STRONG SRT 8540 (ca. 55 Euro), weitaus teurer dagegen mit dem Linux-Receiver VU+ Solo 4K (ca. 500 Euro), der praktisch jeglichen Komfort und Luxus bietet und alle Empfangswege abdeckt – ein echter Leckerbissen für Vielseher. Beispiele für TV-Geräte, die ein DVB-T2-Empfangsteil inklusive H.265 mitbringen, sind der ODL 32650F-TB der Marke OK (ca. 250 Euro) und der Samsung-Curved-TV UE49K6379 (ca. 650 Euro).

© Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland

Um einen weiteren „Ersatz“ – in Bezug auf die Inhalte des gebotenen Programms – kommt derjenige nicht herum, der jedes Jahr nicht noch zusätzliches Geld investieren will. Für die Privatsender der RTL-Gruppe und der ProSiebenSat.1-Gruppe, die es nicht mehr in der kostenlosen SD-Variante geben wird, muss zwingend ein Abonnement abgeschlossen werden, das 69 Euro pro Jahr kostet. Immerhin sind die ersten Testmonate gratis, und eine Option auf monatliche Buchung ist zumindest angedacht. Wer auf das HD-Erlebnis bei den bekannteren Privatsendern verzichten kann, muss sich also mit dem Angebot der Öffentlich-Rechtlichen und einiger weniger privater Gratissender begnügen.

Ballungsräume schon jetzt mit DVB-T2

Auch wenn die dann kostenpflichtigen Privatsender nicht „frei“ im Sinne von „finanziell ungehindert“ verfügbar sind: Das Programmangebot nennt sich Freenet TV, zum Start im März werden 44 Standorte zur Verbreitung in Betrieb genommen. Zum Empfang ist ein Receiver nötig, der für Freenet TV zertifiziert ist, oder ein DVB-T2-kompatibles TV-Gerät mit CI+-Schnittstelle, in die ein Modul für Freenet TV eingesteckt wird.

© Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland

Bis November soll eine weitere Aufbauphase abgeschlossen sein, ein Jahr später dann die letzte mit insgesamt 61 Standorten. Vorteil: Gegenüber der aktuellen Verbreitung via DVB-T wird die Reichweite der Privaten verdoppelt. Gleichzeitig wird die „alte“ Verbreitung am Stichtag bundesweit komplett abgeschaltet.

Übrigens sind die bekanntesten Hauptsender – private wie öffentlich-rechtliche – schon jetzt in der neuen Qualität zu empfangen, und zwar in verschiedenen Ballungsgebieten; selbst die privaten sind kostenlos. Dazu bietet das Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland einen praktischen Empfangs-Check: Nach der Eingabe der Postleitzahl des Wohnortes werden die Sender angezeigt, die vielleicht schon aktuell oder später über DVB-T2 empfangen werden können. Auch wichtig ist der Hinweis, ob am eigenen Standort eine Zimmerantenne genügt oder eine Außen- oder Dachantenne nötig wird.

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