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E-Boards: Cool, schnell und wendig

Einmal wie Marty McFly zurück in die Zukunft schweben? Nicht ganz – aber mit den smarten E-Boards von heute doch ziemlich rasant und genauso cool.

© xerox123 / Fotolia

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Aus der Sicht der Kinozuschauer im Jahr 1985 war es eine Sensation: Im Kultfilm „Zurück in die Zukunft 2“ raste die Hauptfigur dreißig Jahre in der Zukunft mit einem schwebenden Skateboard, einem Hoverboard, durch die Stadt. Und tatsächlich: Genau in jenem „vorausberechneten“ Jahr 2015 ist es findigen Tüftlern in der realen Welt gelungen, ein solches Hoverboard zumindest fast so gut hinzubekommen wie in der Leinwand-Fiktion. Nur leider nicht für den Massenmarkt.

Den aber wohl gleichen Effekt – viel Spaß, tolles Tempo und moderne Technik – erreichen die heutigen E-Boards locker. Die Verbindung zum Boden spürt man zwar über die Räder, doch im Grunde vergisst man sie auch schnell wieder. Oder sie gehört mit Absicht zum Konzept – wie bei den Offroad-Varianten, die einen durchs Gelände „pesen“ lassen.

E-Boards werden über Gewichtsverlagerung und Fußstellung gesteuert

© Iconbit / Der Smart Scooter kommt aus Nordrhein-Westfalen.Alle E-Boards folgen einem Prinzip: Laut Wikipedia ist es „ein elektrisch betriebenes zweispuriges Rollbrett ohne Lenkstange, auf dem sich eine Person stehend fortbewegen kann“ und besteht normalerweise „aus einer zweirädrigen Achse mit zwei kleinen Plattformen, auf denen der Fahrer steht“. Das E-Board halte sich dabei „durch eine elektronische Antriebsregelung selbst in Balance“ und werde über Gewichtsverlagerung und die Fußstellung des Fahrers gesteuert. Und im Übrigen begegne man auch vielen anderen Bezeichnungen, etwa Self-balancing-Board, Balance-Board, selbstbalancierender Scooter oder irreführend Mini-Segway – weil Letzteres eine abgespeckte Variante des berühmten Stehrollers bedeuten könnte, was ein E-Board aber nicht ist.

Unbedingt vorher über Zuverlässigkeit und Verbote informieren

Achtung: E-Boards gibt es erst seit 2014, der Massenmarkt begann 2015 – entsprechend „inhomogen ausgereift“ erscheint das weltweite Angebot, was Qualität und Zuverlässigkeit betrifft. So ließen zahlreiche Berichte über Unfälle und auch die ersten Sicherheitstests oft nichts Gutes ahnen. Doch die Entwicklung ging rasant weiter, heute sind bei den meisten Geräten die Kinderkrankheiten auskuriert. Auf jeden Fall sollte man sich vor dem Kauf über sein Wunschmodell ausreichend informieren, etwa über das maximale Traggewicht, das bei manchen Modellen schon bei 100 kg endet. Unfallgefahr besteht auch, wenn das Warnsignal zum Laden des Akkus ignoriert wird, weil die Restkapazität nicht mehr ausreichen könnte, um das Board zu stabilisieren.

Ebenso wichtig ist ein Blick in die Bestimmungen des Landes, wo man das Gerät einsetzen will. Denn weil E-Boards schneller als 6 km/h sind und damit in Deutschland als Kraftfahrzeug eingestuft werden, ist ein Verbot für Rad- und Gehweg unausweichlich; aber mangels Straßenzulassung dürfen sie auch nicht auf die Straße. Deshalb unser Tipp: Nur außerhalb öffentlicher Verkehrsflächen fahren – und die passende Schutzausrüstung wie Helm und Gelenkschützer sollte obligatorisch sein. Bequeme Kleidung und geschlossene, eher flache Schuhe sind ebenfalls nicht verkehrt.

E-Boards 2017: Jetzt gibt‘s starke Modelle für jedes Budget

© Cityblitz / Fahrspaß zu einem erschwinglichem Preis: BBOARD CB007.

Nun aber genug der Mahnungen und Hinweise. Jetzt heißt es: E-Motoren anschmeißen und los geht‘s! Nicht nur als Spaßmobil sind die Boards eine runde Sache, sondern auch als Fortbewegungsmittel ziemlich praktisch, weil kompakt gebaut, leicht zu transportieren und zu verstauen. Etwa am Arbeitsplatz, auf großen Messen, in Lagerhallen etc. – überall dort, wo sonst ein Tretroller oder Klappfahrrad zum Einsatz kommt. Im Folgenden zeigen fünf Modelle als Beispiele für smarte E-Boards die Möglichkeiten und Preise.

Schon ab ca. 350 Euro gibt es viel Fahrspaß von der Firma Cityblitz aus Hongkong und einem Deutschlandbüro in Grünwald. Das BBOARD CB007 kommt im Set mit Protektoren, Fernbedienung, Nylontasche und Samsung-Batterie – und es begeistert die Kunden: „Nach zwei Minuten bin ich gefahren wie ein Weltmeister“, heißt es in einer Bewertung. Oder: „Umweltfreundlich, schnell und kostet nicht viel, ist praktisch und bringt die Aufmerksamkeit anderer Leute.“

Kein Wunder, denn trotz des Preises hat der flinke Flitzer, der auch gegen Staub und Spritzwasser geschützt ist, eine Motorleistung von 700 Watt und schafft bis zu 18 km/h sowie eine Reichweite von bis zu 20 km. Selbst 360-Grad-Drehungen sind kein Problem.

Auf-der-Stelle-Drehungen schafft auch der bis zu 15 km/h schnelle und bis zu 20 km fahrende „Smart Scooter“, der von der deutschen Firma ICONBIT entwickelt wurde. Vom Hauptsitz in Wegberg aus, zwischen Aachen und Düsseldorf, werden Entwicklung, Vertrieb und Support europaweit gesteuert. Den Scooter gibt es ebenfalls für 350 Euro, ebenfalls mit 700 Watt und Samsung-Batterie – aber: in den Farben schwarz, rot, blau oder weiß.

Ab ins Gelände mit Offroad-Varianten

Mit gut 500 bzw. 550 Euro sind die E-Boards NILOX DOC aus Italien zwar teurer, liegen aber immer noch im Bereich von Markenfahrrädern. Zwar ist ihre Geschwindigkeit mit 10 km/h etwas geringer, doch die Variante „Off-Road“ hat geländegängige 8-Zoll-Räder und meistert auch unebene Straßen und schwierigere Untergründe.

Stellt man sich auf das E-Board, schalten die Gewichtssensoren automatisch die zwei vorne angebrachten blauen LEDs an – diese erzeugen bei Dämmerung und im Dunkeln geheimnisvolle Lichteffekte. Für den 50-Euro-Aufpreis liefert das Board mit dem Zusatz „BT“ noch Bluetooth-Lautsprecher mit, damit man auch unterwegs Musik hören kann.

© Skatey / Bis zu 38 km/h schnell ist der Skatey 900 Wood Jeans.

10 bis 18 km/h sind zu wenig, ein paar Hundert Euro nur „Spielgeld“ und unebene Straßen etwas für, Pardon, „Weicheier“? Dann bitte anschnallen: Für stolze 1500 Euro liefert die niederländische Firma Skatey ein E-Board der ganz anderen Art – das elektrisch angetriebene Skateboard „Skatey 900 Wood Jeans“. Der Name ist Programm, denn das Longboard bringt satte 900 Watt auf die Straße, nein, vorzugsweise direkt ins Gelände. Fast 10 Zoll große Räder, eine Reichweite bis 25 km und ein Top-Speed von sagenhaften 38 km/h verraten Kraft in allen Lebenslagen. Suchen Sie mal bei YouTube nach diesem Monster! Egal ob Asphalt, Schotter, unbefestigte Wege, mitten durch den Wald oder über den Strand: Wo es erlaubt ist, pflügt das Skatey geradezu durch die Landschaft.

Fazit

Dass der Umgang mit einem E-Board gelernt sein will, sollte ein unnötiger Hinweis sein – doch er ist wichtig, damit man gleichermaßen lange Freude an den flinken Flitzern sowie an seiner Gesundheit und der seiner Mitmenschen hat. Dann aber steht dem großen Spaß nichts mehr im Wege, und schon nach kurzer Eingewöhnung darf man sich ruhig ein klein wenig wie Marty McFly fühlen – sofern man nicht die öffentliche Hauptstraße für den Sprung in die Zukunft benutzt...

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