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Title: Entertainment
Elektro-Tretroller nach der Entscheidung des Bundesrats

E-Scooter im Alltag

Der Bundesrat hat den Weg geebnet für E-Scooter. Wir schauen, welche Erfahrungen es bisher mit Elektro-Scootern gibt und wie die Zukunft der E-Scooter aussieht.

©iStock.com/Bruce Touron

©iStock.com/Bruce Touron

Am 17. Mai 2019 gab der Bundesrat in Deutschland grünes Licht für die E-Scooter. Ein paar feine Änderungen gab es noch: statt zwölf Jahre sind die schnelleren E-Scooter mit Geschwindigkeiten über 12 km/h jetzt erst ab vierzehn Jahre erlaubt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h. Auch das Fahren auf Gehwegen  wurde untersagt, es ist nur das Fahren auf dem Radweg, oder wenn es diesen nicht gibt, das Fahren innerorts auf Straßen gestattet. Eine Helmpflicht wird es weiterhin nicht geben, auch ein Moped-Führerschein wird nicht benötigt, wohl aber eine Versicherungspflicht mit Straßenzulassungspapieren.

Diese bieten derzeitige Modelle oftmals noch nicht, aber die Hersteller sind mit Elan dabei eine Straßenbetriebserlaubnis für ihre Produkte zu erhalten. Aktuell gibt es nur wenige Modelle, bei denen eine Straßenzulassung zu erwarten ist und mit diesen Produkten seid ihr künftig wohl auf der sicheren (Straßen-) Seite*:

Symbolbild © Xiaomi

Sind Elektro-Scooter der nächste große Hype?

E-Scooter sind an sich eine feine Sache und ideal, um die letzten Kilometer zu überbrücken. Sie passen klein zusammengeklappt in die Hand oder den Rucksack und ermöglichen zügiges Vorankommen, ohne in Schweiß zu geraten. In vielen europäischen Ländern gehören E-Scooter zum normalen Bild in den Innenstädten. Im Gegensatz zu Segways, die auch nach Jahren nur sehr wenig verbreitet sind und eher für Touristentouren genutzt werden, sind Elektro-Scooter eine Art der Mobilität, die sich mehrere Menschen zutrauen werden. Das Steuern von Segways mit Gewichtsverlagerung ist nicht jedermanns Sache, einen Roller kennt praktisch jeder aus Kindertagen.

Dazu kommen die Leih-Roller, die man ab Sommer in vielen Städten finden wird. Sie könnten dem E-Scooter bei intelligentem Einsatz zum Durchbruch verhelfen und den einen oder anderen dazu bewegen, sich einen eigenen E-Scooter zuzulegen. Günstiger als ein E-Bike werden die E-Scooter in der Regel allemal sein  und finden schneller einen Platz im Keller und sogar der Wohnung. Natürlich gibt es auch luxuriösere Modelle, etwa von Egret oder BMW, die bis zu 2.500 Euro kosten. Sie werden wahrscheinlich eher von einer Handvoll betuchter Kunden oder echten Nerds gekauft, die Masse entscheidet sich eher für günstige Modelle von Herstellern wie Xiaomi, Cityblitz, Iconbit & Co.

© Cityblitz

Die Einsatzmöglichkeiten von Elektro-Scootern

Neben den Leih-Scootern könnte sich zudem eine andere Art der Verbreitung etablieren: in Werbeagenturen, Start-Up-Unternehmen, sprich im Smart Office, wären Elektro-Scooter ein nettes Goodie für die Mitarbeiter, um etwa in der Mittagspause kurz zum Imbiss zu fahren. Einige größere Unternehmen, die längere Wege vom Herstellungsort zum Büro oder ähnliche Wege nötig machen, haben ja schon vor der Bundesrat-Entscheidung eine eigene kleine Flotte für die Kurzstrecken bereitgestellt. Aber Achtung: Teils gelten auch Firmengelände als öffentlicher Raum und dann muss der Scooter auch dort straßenzugalssen und versichert sein.

Diskussion um E-Scooter in Hamburg

In der Bürgerschaft der Hansestadt Hamburg waren Elektro-Tretroller kürzlich ebenfalls ein Thema: da in Städten, in denen man bereits E-Scooter leihen kann, diese einfach irgendwo abgestellt werden dürfen, kommt es dort an einigen Hotspots immer wieder mal zum Roller-Herumliege-Chaos. Man möchte mit den Verleihfirmen erreichen, dass das Abstellen in bestimmten Straßen nicht erlaubt sein soll, eine rechtliche Grundlage dafür gibt es jedoch nicht, sodass man hier auf den Goodwill der Leihunternehmen angewiesen ist. Vorgesehen ist, dass die E-Roller per App gebucht werden: Fahrtantritt und Fahrtende soll man in der App bestätigen. Der voraussichtliche Leihpreis pro Minute beträgt fünfzehn Cent, das sind fünf Cent mehr als „Mitbewerber“ Stadtrad Hamburg derzeit verlangt.

© Iconbit

Relativ hohe Strafen für nicht zugelassene E-Tretroller

Gleich mal vorweg: das Fahren auf einen nicht zugelassenen E-Scooter wird nicht als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat behandelt. Das kann sogar die Beschlagnahmung des Geräts sowie ein Verfahren wegen unerlaubten Fahrens ohne Versicherungsschutz nach sich ziehen. In jedem Fall sind laut derzeitigem Stand 70 Euro Bußgeld sowie ein Punkt in Flensburg die Folge.

E-Scooter in Bus und Bahn

In den meisten Großstädten gibt es für die Mitnahme von Elektro-Tretrollern keinen Anspruch auf Mitnahme, zusammengeklappt würde man sie als Gepäckstück ansehen, wie RMV, NVV und der Fernverkehr der Bahn mitteilten. In Regionalzügen mit Mehrzweckbereichen wird wohl ein Auge zugedrückt, allerdings nur, wenn Kinderwagen oder Rollstühle dadurch nicht behindert oder verdrängt werden. Die Bahn hat bereits ein Statement zur Mitnahmen in IC und ICE veröffentlicht: zusammengeklappt unter dem Sitz oder in der oberen Gepäckablage soll das Mitnehmen eines E-Scooters, sofern der Akku fest eingebaut ist, hier kein Problem darstellen. Aber auch hier gilt: es gilt noch viel Unsicherheit - am Ende werden wir erst Sicherheit haben, wenn wir die E-Scooter im Alltag erleben.

© Iconbit / Gefaltet sollen E-Scooter als Gepäckstücke gelten, wer die Rush-Hour im ÖPNV in Großstädten kennt, ahnt, was uns erwartet.

 

*Änderungen vorbehalten

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