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Praxistest XXL

Eine Fernbedienung – drei Testurteile: Logitech Harmony Elite

Eine Fernbedienung, die so viel verspricht wie die Logitech Harmony Elite, verdient einen besonders ausführlichen Praxistest. Smart-Wohnen.de hat deshalb gleich drei Meinungen zur Universalfernbedienung eingeholt.

© Logitech

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Universalfernbedienungen gibt es schon lange auf dem Markt. So richtig im Trend sind sie allerdings nicht. Für mehr Spaß und Unterhaltung im Wohnzimmer soll nun die Logitech Harmony Elite sorgen.

Sie möchte diesem verstaubten Sektor einen neuen und auch smarten Anstrich verpassen. Für den stolzen Preis von knapp 270 Euro sind die Erwartungen an die Universalfernbedienung der neusten Generation dementsprechend hoch. Wir haben drei unserer Autoren losgeschickt, um die Harmony Elite einem knallharten Praxistest zu unterziehen. Jeder hat die Fernbedienung der Extraklasse dabei auf seine ganz eigenen Bedürfnisse getestet.

Erwartungshaltungen an die Super-Fernbedienung von Logitech

Chris Bertko: Wir schreiben das Jahr 2017, der klassische Wohnzimmertisch beherbergt mindestens eine Fernbedienung für den HD-Smart-TV und eine weitere für den Audio Receiver. Die optionale Ausbaustufe sind weitere Fernbedienungen für Satellitenreceiver, Fire- oder Apple TV, Spielekonsole, Blu-ray-Player und Saugroboter. Die smarten Lampen von Philips Hue werden per App geschalten, gedimmt und in ihrer Farbe variiert.

Ich hatte so einige All-in-One Fernbedienungen getestet, denn diese gibt es wie Sand am Meer. Doch mit smarten Geräten sprechen die wenigsten. So bin ich vor einigen Jahren auf die Harmony Reihe gestoßen und ja, ich gestehe: Ich bin seither infizierter Harmony Nutzer. Begonnen hat alles mit einer Harmony 1000, welche zu ihrer Zeit noch per USB-Kabel und PC-Software konfiguriert wurde. Vor sieben Jahren war dies die komfortabelste Art und Weise, eine All-in-One Fernbedienung zu programmieren. Alle anderen Geräte auf dem Markt wurden noch mit Herstellercodes gefüttert, während die Logitech Harmony schon auf eine Online Datenbank von tausenden Geräten zurückgriff.

Später folgte bei mir noch eine Harmony 1100, welche nun durch die Harmony Elite geupgraded wurde, um die es auch in diesem Artikel gehen soll.

Logitech Harmony Elite: Lieferumfang und erste Eindrücke

Chris Bertko: Im Lieferumfang kommt nicht nur die All-in-One Fernbedienung daher, sondern auch ein Smart Control Hub. Dieser ist mit Bluetooth und WLAN ausgerüstet und hört nicht nur auf die Kommandos der Logitech Harmony 950 IR Fernbedienung, sondern kann auch von Smartphone, Tablet und Smart Home Zentrale ihre Kommandos empfangen und diese via Infrarot oder Bluetooth an die Empfangsgeräte senden.

Neben dem Netzteil mit Micro USB Stecker für den Smart Control Hub liegt ein weiteres, identisches Netzteil für die Ladestation der Harmony 950 bei. So kann diese bei schwachem Akku einfach in die kleine runde Ladestation gestellt und aufgeladen werden.

© Chris Bertko / Der Lieferumfang der Logitech Harmony Elite enthält unter anderem den Smart Control Hub.

René Wagner: Schon der erste Kontakt mit diesem Hightech-Produkt ist eine kleine Offenbarung. Ähnlich wie beim berühmten weißen Apfel entfaltet sich die Anmutung des Exklusiven. Bisher kannte ich die Verpackung einer „Fernbedienung“ nur als recht kompakt, doch diese hier ist ziemlich groß und schwer. Nach dem Öffnen zeigen sich die Fernbedienung mit integriertem Akku (Entwarnung: doch kein Monsterteil), in Klavierlack-Optik der Hub als Basisstation (quasi die Steuerzentrale) und die edle Ladestation für die Fernbedienung, die selbstverständlich stehen statt liegen muss. Aber war das schon alles?

Nein, in der Lage darunter geht der Technik-Reigen in die zweite Runde – und prompt fragt man sich, was man damit bloß alles machen soll. Entwarnung auch hier: Erklärt wird alles klar und übersichtlich in der beiliegenden Anleitung, die überhaupt sehr gut gemacht ist und einem die „Angst“ vor der Einrichtung nimmt. Zwei kleine Infrarotsender, die mehrere Geräte steuern und sich einfach positionieren und konfigurieren lassen, liegen ebenso im Paket wie zwei Netzteile (für Hub und Ladestation) samt Stromadaptern je nach Landesnorm. Außerdem ein USB-Kabel, mit dem man die Fernbedienung über den PC konfigurieren kann.

Stellt sich die Frage: Warum braucht man das alles?

Damit die Harmony praktisch alle fernbedienbaren Geräte steuern kann, die es auf dem Markt gibt. Egal ob über Infrarot, Bluetooth oder WLAN. Ob es Geräte der wichtigsten Marken sind, die sich sofort über den (haptisch fantastischen) Farb-Touchscreen bedienen lassen, oder eines von sage und schreibe mehr als 270.000 Unterhaltungs- und Smart-Home-Geräten. Kein Problem sind auch Streamingboxen à la Fire TV oder smarte Lampen, Schlösser, Thermostate. Sogar wenn Geräte sich hinter geschlossenen Schranktüren verstecken, funktioniert die Steuerung problemlos. Und wer für den Griff zur Harmony nicht extra aufstehen will, aber sein Smartphone oder Tablet neben sich liegen hat, verwandelt es kurzerhand via App in eine zweite Harmony – wobei diese virtuelle Fernbedienung nicht so intuitiv bedienbar ist wie die „richtige“.

© Chris Bertko / Eine Verbindung mit Amazon Fire TV kann ganz leicht hergestellt werden.

Marc Zander: Da ist sie, die Harmony Elite, und ich muss sagen: hübsch ist sie geworden. Mal schauen, ob das Innenleben hält, was die Verpackung verspricht. Erst einmal zur Verpackung: Logitech hat hier eine schicke Box konzipiert, die schon beim Auspacken dem Gehirn signalisiert: „Du hast dich hier für ein hochwertiges Produkt entschieden“. Selbst die Bedienungsanleitungen stecken in einer Apple-ähnlichen Quadratschachtel, die Stromstecker können mit einem Klickprinzip je nach Bedarf mit deutschen oder internationalen Steckern bestückt werden. Auch zwei zusätzliche Infrarot-Sender sind mit an Bord. Damit kann man zum Beispiel auf einfachere Art und Weise auch Geräte hinter Glastüren erreichen. Jetzt heißt es erst einmal: auspacken, anschließen, konfigurieren, glücklich sein!

Installation & Einrichtung der Harmony Elite

Chris Bertko: Die Harmony Elite muss längst nicht mehr per USB Kabel an den PC angeschlossen werden, denn dafür kommt der Smart Control Hub mit der Konnektivität Bluetooth und WLAN daher. So kann der Hub bequem per Smartphone oder Tablet per Bluetooth-Verbindung mithilfe der Harmony App eingerichtet werden. Über diesen Weg erhält der Smart Control Hub die Zugangsdaten zu dem heimischen WLAN Netzwerk, so, dass dieser später auch ohne Bluetooth Verbindung gesteuert und zum Beispiel von einem Smart Home System, oder via IFTTT erreicht werden kann. Aber dazu gleich mehr.

Nachdem die Verbindung steht, können all die Multimedia- und Smart Home Geräte auf den Smart Control Hub einprogrammiert werden. Hatte man schon eine Harmony Fernbedienung im Einsatz, so können alle Geräte und Aktionen von dieser mit einem Klick übernommen werden. Aber auch das hinzufügen neuer Geräte geht denkbar einfach: Ein Klick in der Harmony App auf das (+) Plus-Symbol genügt, um per Hersteller und Modellnummer in der Onlinedatenbank nach dem passenden Gerät zu suchen. Smart Home Geräte wie die Philips Hue Leuchten hingegen werden mit einer Suche im WLAN ganz automatisch gefunden. 

Marc Zander: Die Einrichtung über die App für Android funktioniert auf Anhieb und macht auch wenige Probleme. Meine gewählten Unterhaltungsgeräte werden entweder sofort erkannt oder es wird während der Einrichtung angezeigt, wie man das Gerät manuell integrieren kann. Im Falle meiner PlayStation 4 musste hier erst einmal eine manuelle Kopplung über Bluetooth erfolgen, bevor ich auf sie zugreifen konnte, die Xbox One hingegen funktionierte aus dem Stand heraus. Ein wenig arbeitsintensiv: für die Einrichtung wird neben dem Herstellernamen auch die exakte Modellnummer benötigt.

Für die Einrichtung meines Samsung Smart TV bedeutete das: Fernseher von der Wand abrücken sowie Modellnummer finden und eingeben – das war jedoch halb so schlimm, da das Gerät sofort erkannt wurde und funktionierte. Einzig den Versuch, mein zehn Jahre altes MacBook Pro (mit MacOS 10.11.6) einzurichten, habe ich nach fünfzehn Minuten aufgegeben, auch, weil sich mir nicht recht erschließen wollte, warum ich dieses per Fernbedienung steuern sollte. Insgesamt werden laut Hersteller übrigens 270.000 Geräte von Sonos, Philips, Denon, Telekom, Bose etc. unterstützt.

© Marc Zander / So kann die Harmony Elite beispielsweise die Sender-Favoriten anzeigen.

Das Erstellen von Regeln bzw. Aktivitäten mit der Harmony Elite

Chris Bertko: Wie in jedem anderen Smart Home System können auch im Logitech Harmony Smart Control Hub Szenen – bzw. Sequenzen erstellt werden, in denen der Zielzustand von verschiedenen Geräten definiert wird. In den sogenannten Aktionen kann festgelegt werden, welche Geräte beispielsweise eingeschaltet werden müssen, wenn man fernsehen möchte. Auch die notwendigen Eingangskanäle werden hier definiert und beim Starten der Aktion angewählt. So wird völlig automatisch der Fernseher, der AV-Receiver und der Satelliten Receiver eingeschalten und am Fernseher sowie am AV Receiver der entsprechende Eingang gewählt.

Hat man indes noch Philips Hue Leuchten in Verwendung, so können auch diese in die perfekte „Movie-Stimmung“ geschalten werden. Aber nicht nur das, die entsprechenden Tasten der Fernbedienung steuern die korrekten Geräte. Während andere All-in-One Fernbedienungen stupide nur dieses oder jenes Gerät steuern können, übernimmt die Harmony Fernbedienung in Aktionen die Steuerung aller in die Aktion involvierten Geräte über ein Bedienfeld.

Wird die Lautstärke über den AV-Receiver geregelt, da man ein Soundsystem mit knackigen Bässen angeschlossen hat, so regeln die Plus (+) und Minus (-) Tasten der Fernbedienung auch dessen Lautstärke, und die Channel up + down Tasten steuern den Satelliten Receiver. Ein Hin- und Herschalten zwischen den Geräten auf der Fernbedienung entfällt somit.

Marc Zander: Sind alle Geräte eingerichtet, können direkt Regeln erstellt werden. Die App schlägt anhand der Geräteliste automatisch Aktivitäten wie „Wiedergabe PS4“ oder „Wiedergabe TV“ vor. Ich habe zusätzlich als Test eine Regel erstellt, die mein TV-Gerät und meinen Telekom Entertain-Receiver startet und mir dort meine aufgezeichneten Sendungen anzeigt. Das spart insgesamt vier Klicks auf zwei Fernbedienungen und funktioniert tadellos. Nimmt man noch das Dimmen einer angeschlossenen Philips Hue-Lampe dazu und das Verriegeln der Haustür, merkt man, warum die Harmony Elite eine Daseinsberechtigung hat. Im laufenden Betrieb sieht es dann jedoch anders aus. Möchte ich die Lautstärke reduzieren, muss ich erst vom Fernseher zur Soundbar wechseln, sprich: einmal zurück, dann auf Geräte, dann auf die Soundbar und erst dann kann ich die Volumetasten nutzen. Das geht mit einer zweiten Fernbedienung dann doch komfortabler. Und bei einer Spielekonsole benötige ich ja sowieso einen Controller.

Übrigens: wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappt, startet direkt eine Fehlerdiagnose, bei der man manuell nachjustieren kann. Danach klappte in der Regel jede Regel bei mir. Ich habe für 5 Geräte und 5 Aktivitäten gut eine Stunde für die lauffähige Einrichtung gebraucht. Der oben in der Fernbedienung integrierte farbige Touchscreen schaltete sich anfangs immer nach wenigen Sekunden aus, das ließ sich schnell in den Einstellungen korrigieren, für konfigurierte Geräte zeigt die Fernbedienung auf dem Screen die passenden, nicht über die haptischen Tasten nutzbaren Funktionen als Symbole an, so auch für die TV-Programme.

Harmony Elite in Smart Home Systemen

Chris Bertko: Die oben genannten Aktionen lassen sich nicht nur mit der Harmony 950 Fernbedienung steuern, sie können auch via App auf Smartphone oder Tablet und sogar vom Smart Home System gestartet werden.  In dem Smart Home System von Fibaro zum Beispiel findet sich in dessen Plugin Store eine entsprechende Erweiterung für die Harmony. Über diesen kann der Harmony Hub mit dem Fibaro Smart Home System verbunden werden. Nach der Installation des Plugin wird man auf die Harmony Login Seite weitergeleitet. Nach korrekter Eingabe der Zugangsdaten erhält man einen PIN Code, welcher einfach in das Plugin kopiert werden muss. Danach stehen alle Aktionen als einzelnes Element zur Verfügung.

© Chris Bertko / Unser Autor Chris Bertko hat die Harmony Elite in das Fibaro Home Center eingebunden.

So könnte man zum Beispiel über den konventionellen Lichtschalter per Doppelklick die Szene „Fernsehen“ starten, ohne eine Fernbedienung oder gar das Smartphone zur Hand zu nehmen.

Möchte man den Fernsehabend lieber durch Sprachsteuerung aktivieren, so hilft der IFTTT Kanal von Harmony. IFTTT ist ein kostenfreier Onlineservice, welcher verschiedene smarte Geräte und Webdienste über das einfache „WENN dies DANN das-Prinzip“ miteinander verknüpft. Auch hier muss zunächst der eigene Harmony Account mit IFTTT verknüpft werden. Über Applets (früher Rezepte), kann so beispielsweise der Alexa Sprachassistent mit der Harmony verknüpft und darüber eine definierte Aktion getriggert – also ausgelöst werden.

Mithilfe des Harmony IFTTT Kanal und des „IFTTT-Maker-Kanal“, lassen sich aber auch Aktionen des Harmony Hub von Smart Home Systemen steuern, die keine spezielle Anbindung für die Harmony vorsehen. So könnte das Smart Home System von Homee, oder auch das Devolo Home Control System eines sogenannten Webhooks die Aktionen des Harmony Hub über dessen IFTTT Kanal ansteuern.

Was an der Harmony Elite gefallen hat

René Wagner: Zum Beispiel die Bewegungserkennung: Die Harmony merkt, wenn man sie in die Hand nimmt, und aktiviert das Display und die Tastenbeleuchtung. Zum anderen die unendlichen Möglichkeiten: Nahezu alles lässt sich bis ins kleinste Detail einstellen, anpassen, hinzufügen – der Fantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Mein persönliches Highlight sind die Automatisierungsfunktionen, die verschiedene Aktionen über einen einzigen Knopf auslösen – zum Beispiel das synchrone Einschalten aller Geräte, die man etwa für einen Games-Abend braucht, bis hin zur Festlegung des richtigen Gerätes für die Lautstärke-Steuerung. Oder wenn man für den gemütlichen Filmabend auf einen Schlag die Beleuchtung runter-, die Heizung raufregeln und die Rollos herunterfahren möchte. Oder die Funktion „Gute Nacht“: einfach Knopf drücken, schon fährt das Licht runter, geht die Musik aus und verriegelt sich die Tür.

Voraussetzung für die letzten beiden Szenarien ist natürlich der Einsatz eines Smart-Home-Systems. Enttäuscht musste ich feststellen, dass meine Osram-Lightify-Lampen wohl noch etwas zu „exotisch“ sind, als dass ich sie mit der Harmony hätte steuern können. Dafür tun Geräte der Philips-Hue-Serie klaglos ihren Dienst, ebenso wie zahlreiche andere bekannte Systeme. Und weil der Bereich Smart Home in den Harmony-Produkten noch nicht sooo lange Thema ist, darf man auf einen ständigen Ausbau hoffen.

© René Wagner / Die Schritte der Harmony Elite sind ganz einfach nachzuvollziehen.

Was an der Harmony Elite weniger gefallen hat

René Wagner: Neben dem kleinen Dämpfer in Sachen Lightify sind es vor allem drei Dinge. Nummer 1 ist die Komplexität: Zwar hat Logitech es geschafft, die Einrichtung der Fernbedienung, das Hinzufügen von Geräten und die Konfiguration von Funktionen so einfach und strukturiert wie möglich zu gestalten (über App und PC), doch „gefühlte“ zigtausend Möglichkeiten erfordern es, sich mehr als in Ruhe mit dem Harmony-System zu beschäftigen. Da kommen locker mehrere Stunden zusammen, und wer wirklich alle bisherigen fernbedienbaren Geräte in die Harmony integrieren, die Steuerung eventuell anpassen und zu Aktionen verknüpfen will, nimmt sich am besten einen Tag frei.

Nummer 2 schließt sich nahtlos an: Für „Gelegenheitsgucker“ (im Sinne von: Nicht-so-oft-Fernbedienungen-Nutzer) ist die Harmony Elite nichts – da bieten sich ganz klar die günstigeren Varianten der Harmony-Serie an. Und selbst versierte Anwender, die unterhaltungstechnisch quasi im Mittelfeld liegen, sollten sich die Anschaffung zweimal überlegen. „Power-User“ dagegen werden ihre helle Freude haben, stellt das Elite-Paket doch wirklich die ausgefeilteste Kombination dar, die mir bisher begegnet ist. Im übertragenen Sinn heißt das: nur wenn man bereit ist, den Ferrari auf der Autobahn im sechsten Gang fahren zu lassen, macht die Anschaffung Sinn und wird man dem Produkt auch gerecht.

Womit wir bei Punkt 3 wären: die Kosten. Wer das volle Programm will, muss ordentlich in die Tasche greifen. Bei vielen Händlern gibt es die Harmony Elite noch zum Einstiegspreis von stolzen 379 Euro, bei dem einen oder anderen Unterhaltungselektronikmarkt auch schon für deutlich angenehmere 270 Euro. Doch auch das ist noch eine Menge Holz, die bedacht sein muss.  Allerdings bietet Logitech dafür eine Menge Technik mit quasi unendlichen Möglichkeiten, die unendlich viel Spaß machen, sofern man sich intensiv in die Materie einarbeitet.

Wie lautet das Fazit zur neuen Logitech Universalfernbedienung?

Marc Zander: Okay, nennt mich Sheldon Cooper, aber durch ein fehlendes Gegengewicht am oberen Ende zur dickeren Unterseite liegt die Harmony Elite zwar sehr gut in der Hand, aber schief auf dem Tisch. Klar, man sollte die Universal-Fernbedienung immer in die Ladeschale stellen, ich fand den Anblick nur etwas gewöhnungsbedürftig. Nichtsdestotrotz gehört die Logitech Harmony Elite zur absoluten Spitze und Luxusklasse der Universal-Fernbedienungen, auch weil sie WLAN, Bluetooth und Infrarot vereint und für die meisten Geräte und Probleme eine schnelle und brauchbare Lösung anbietet.
Bleibt die Frage: würde ich sie mir kaufen? Hier lautet meine derzeitige Antwort „Nein“. Das liegt zum einen daran, dass ich noch nicht hundertprozentig im Smart Home ausgestattet bin, andererseits kann ich die ganzen Funktionen auch über eine App nutzen. Klar, die gelernte Haptik einer Universal-Fernbedienung fehlt dann, aber bei einem stolzen Preis von 270 Euro kann ich gut darüber hinwegsehen. Ein Kritikpunkt ist für mich ebenso das umständliche Umschalten zwischen Geräten sowie die immer wieder variierende Nutzung von echten Tasten und Touchscreen. Womit ich eher liebäugeln würde, wäre der reine Logitech Harmony Hub, der sämtliche Funktionen beinhaltet, jedoch Geräte eben nur per Smartphone steuern kann. Aber das funktioniert halt mit der Harmony App sehr gut, dank WLAN-Nutzung auch in Räumen ohne direkten Infrarot-Empfang, da kann ich persönlich gern auf eine Fernbedienung verzichten.

René Wagner: Am Ende des Tests komme ich an einem Vergleich nicht vorbei: Wäre die Harmony Elite ein Auto, würde ich mich nicht einmal trauen, sie mit einem Porsche oder Tesla zu vergleichen – denn die wären noch zu „mickrig“. Zwar schlank und edel verpackt, aber vollgestopft mit Elektronik und Funktionen, verdient dieser Bolide unter den Fernbedienungen mindestens den Vergleich mit einem Ferrari oder Lamborghini, dazu noch kombiniert mit Allradantrieb und der Intelligenz eines autonom fahrenden Fahrzeugs. Kurz gesagt: Was die Entwickler von Logitech in ihr Topmodell hineingepackt haben, hat mich persönlich stark beeindruckt. Und ja, das Technikpaket hat auch einen Haken, finde ich, im Grunde sogar drei – wie bereits ausführlich erläutert.

Chris Bertko: Mit der Harmony Elite, wird nicht nur dem Fernbedienungs-Chaos der Kampf angesagt. Dank WLAN-Konnektivität und IFTTT Kanal, ergeben sich viele weitere, smarte Möglichkeiten – denn die Harmony Elite ist weit mehr als nur eine All-in-One Fernbedienung.

 

 

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