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Filme-Streaming: Was Einsteiger wissen sollten

Gibt es den perfekten Anbieter? Braucht man teure Technik? Wo lauern teure Fallen? Grundlagen des Streamings, die jeder Einsteiger kennen sollte

Streaming Dienste jederzeit nutzen.

iStock.com/Alan_Uster

Um Acht die Nachrichten und eine viertel Stunde später der Tatort: Was im Fernseher läuft, wird innerhalb der Familie meist mit Rotstift in der Fernsehzeitung eingekreist, der beste Platz vor der Glotze wird darüber hinaus seit Aufkommen des Schwarz-Weiß-TVs nach Alter und Stärke vergeben. Aber nicht mehr lange: Videostreaming-Dienste ermöglichen es, Filme, Serien und andere Inhalte über das Internet abzurufen. Dank moderner TV-Geräte, PCs oder Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets finden Schimanski und Co. den Weg zum Zuschauer. Auf Abruf! Wir zeigen, wie der Einstieg in die Welt des Streamings gelingt und was dabei beachtet werden muss.

Stressfrei fernsehen

Der Oberbegriff „Videostreaming“ umfasst eine ganze Reihe unterschiedlicher Angebote. Auch wenn es verschiedene Möglichkeiten rund um das Streaming von Videos aus dem Internet gibt, ist das Grundkonzept immer das gleiche: Die Nutzer suchen sich aus dem Angebot eines Anbieters wie beispielsweise Amazon Instant Video, Netflix oder Watchever den gewünschten Inhalt aus. Ob es sich dabei um den gerade erst auf Blu-ray erschienenen Hollywood-Blockbuster oder die verpasste Folge der Lieblingsserie handelt, spielt keine Rolle. Der Clou: Beim Streaming sieht der Zuschauer nur das, was er wirklich sehen möchte – und zwar genau dann, wann und wo er will. Ganz ohne die Suche nach der Fernbedienung. Im Grunde kann es auch schon gleich losgehen und teure Investitionen sind nicht nötig.

Technische Voraussetzungen: das ist nötig

Mega-Bandbreite, leistungsstarke Computer oder teures Smart-TV? Keine Sorge: Fast jeder Haushalt ist bereits fürs Videostreaming ausgerüstet. Die wohl wichtigste Voraussetzung für den Genuss von gestreamten Filmen ist eine ausreichend schnelle Internetverbindung. Was genau „ausreichend“ bedeutet, hängt von den konsumierten Inhalten ab. Werden die Videos nicht erst heruntergeladen, sondern direkt gestreamt, sollte mindestens eine Bandbreite von 3 Mbit/s zur Verfügung stehen. Für ruckelfreie Videos in HD reicht das allerdings nicht, denn Streaming in Full-HD-Auflösung verlangt mindestens 5 bis 6 Mbit/s. Diese Power gibt’s aber bei allen gängigen Anbietern in jedem Paket: Für rund 20 Euro im Monat bietet beispielsweise Vodafone im kleinsten Paket bereits 25 Mbit/s an. Damit sieht man HD-Videos garantiert von Anfang bis zum Ende ohne Stottern. Ob die eigene Leitung schnell genug ist, findet man übrigens ganz einfach heraus: Im Internet gibt es kostenlose Speed-Test-Seiten, die die Power der häuslichen Leitung abklopfen.

Weniger wichtig ist die Internetgeschwindigkeit, wenn Filme und Serien gekauft oder geliehen werden. Diese Inhalte werden zunächst komplett heruntergeladen. In diesem Fall ist zwar gegebenenfalls etwas Geduld beim Download gefragt, danach laufen die Inhalte aber offline garantiert ruckelfrei.

Teures Smart-TV? Nicht unbedingt!

Die zweite Grundvoraussetzung fürs Videostreaming ist natürlich die passende Hardware – und die gibt es in vielen Varianten. So bieten nahezu alle heute verkauften Fernseher mehr oder weniger umfangreiche Smart-TV-Funktionen an. Über das nötige WLAN-Modul können Filme und Serien aus dem Internet abgerufen werden. Hochwertige Modelle erlauben dabei die Installation von entsprechenden Apps der jeweiligen Streaming-Anbieter. Bei vielen Fernsehern ist das Angebot allerdings überschaubar oder schlichtweg nicht vorhanden. Muss man fürs Videostreaming also doch in einen teuren Smart-TV investieren? Nein!

In diesem Fall helfen externe Streaming-Boxen wie Amazons Fire TV, Googles ChromeCast oder der Apple TV. Diese werden per HDMI-Anschluss mit dem Fernseher verbunden und erweitern ihn um die nötigen Streaming-Fähigkeiten für Netflix, Amazon, YouTube und Co. Der Vorteil: Selbst alte Fernseher werden auf diese Weise „smart“. Googles ChromeCast beispielsweise kostet gerade einmal rund 40 Euro – im direkten Vergleich zum TV-Neukauf ein echtes Schnäppchen! Und wer ein Smartphone oder Tablet besitzt, kann auf den Fernseher im Wohnzimmer ohnehin verzichten.

Filme und Serien mitnehmen

Streaming bietet neben der zeitlichen Unabhängigkeit auch den Vorteil, Streaming-Videos auch auf anderen Geräten als dem Fernseher zu sehen. So lassen sich die Inhalte fast aller Anbieter auch auf dem PC oder Laptop genießen. Darüber hinaus stehen für die meisten Smartphones und Tablets Apps zur Verfügung, die die Videos mobil machen. Das ist besonders praktisch, wenn die Online-Kinos (z. B. Watchever) den Download der Inhalte erlauben, sodass Filme und Serien auch auf Reisen ohne Internetverbindung genossen werden können. Denn ob Download oder Stream: Die Anbieter sind hier breit aufgestellt.

Für jeden das passende Streaming-Angebot

Die Leitung steht, der Fernseher ist startklar? Prima, dann bleibt nur noch die Wahl des Streaming-Dienstes – und das ist gar nicht so einfach. Wer nur gelegentlich einen Film oder eine Serienstaffel sehen möchte, findet vermutlich bei Video-on-Demand-Angeboten die passende Lösung. Online-Bibliotheken wie iTunes, Google Play oder JUKE bieten Filme und Serien wahlweise dauerhaft zum Kauf oder für einen bestimmten Zeitraum als Leihgabe an. Hier wird für jeden Download bezahlt – ganz so wie in der klassischen Videothek.

Aber nicht jeder hat Lust, für jeden Download einzeln zur Kasse gebeten zu werden. Als Alternative haben sich daher Streaming-Flatrates etabliert, wie sie beispielsweise Netflix, Watchever oder Sky Snap anbieten. Hier erhalten die Nutzer gegen eine monatliche Abo-Gebühr Zugriff auf das Angebot. Die Höhe des Beitrags liegt in der Regel zwischen acht und zwölf Euro. Dafür bekommt der zahlende Kunde vollen Zugriff auf ein Videoarchiv, aus dem unbegrenzt Filme und Serien gestreamt werden können. Branchenüblich bei den Streaming-Abos ist dabei ein kostenloser Probemonat. So lässt sich gratis testen, ob die Inhalte überzeugen und die eigene Internetverbindung auch ausreichend schnell ist. Hinzu kommt, dass alle relevanten Dienste monatlich kündbar sind, man sich vor einer „Abofalle“ also nicht fürchten muss. Allerdings machen nicht alle Anbieter die Kündigung leicht: Während beispielsweise bei Netflix ein Klick auf „Abo beenden“ im Online-Konto genügt, bedarf es bei anderen Anbietern wie Maxdome einer umständlichen Kündigung per Hotline-Anruf.

Für Flexible: ein Kombi-Angebot

Einige Dienste – beispielsweise Maxdome und Amazon Prime Instant Video – kombinieren auch beide Vertriebsmodelle: Ältere Filme und Serienstaffeln sind als Stream im Flatrate-Preis inklusive, für neueres Material muss bei Bedarf gezahlt werden. Gerade bei Serien zeigt die Erfahrung, dass viele neue Staffeln oft erst mit rund einem Jahr Verzögerung in den Abo-Diensten auftauchen. Auch finden sich in manchen Angeboten noch andere Medien, die über das gleiche Benutzerkonto gekauft werden können. So verkauft Apple bei iTunes auch Hörbücher, Musik und E-Books. Juke bietet neben einer Musikflatrate für rund 10 Euro im Monat auch die Option, PC-Spiele und Software oder über 1,5 Millionen E-Books zu ordern, die per Smartphone- oder Tablet-App konsumiert werden können.

Neben den kostenpflichtigen Streaming-Angeboten gibt es auch viele Möglichen, kostenlos und legal Videos über das Internet zu sehen. Möglich wird dies beispielsweise mit den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender oder auch den werbefinanzierten Angeboten der Privaten. Immer beliebter sind zudem Videoplattformen wie YouTube, MyVideo oder Vimeo, auf denen es immer mehr professionelle Produktionen und sogar komplette Spielfilme kostenlos zu sehen gibt. Kurz: An Streaming-Inhalten herrscht kein Mangel.

Der Angebots-Flickenteppich ist etwas ärgerlich

Die große Freiheit in Sachen Videostreaming ist aber leider auch ein Problem: So gut wie kein Anbieter deckt wirklich alle Bedürfnisse ab, was vor allem Serienfans zu spüren bekommen. So schön die Möglichkeit ist, ganze Staffeln ohne Zeitdruck hintereinander zu gucken, so frustrierend kann es sein, wenn die neuen Folgen bei einem anderen Anbieter laufen, bei dem eigenen aber nicht. Besonders erfolgreiche Blockbuster-Serien wie The Walking Dead oder Game of Thrones werden von den Produzenten in Europa häufig komplett exklusiv vertrieben, sodass es leider kein „Alles in einem“-Angebot gibt. Bedeutet konkret: Während es bei Amazon Prime Instant Video „The Walking Dead“ zu sehen gibt, ist „Game Of Thrones“ nicht im Streaming-Programm enthalten. Hier muss jede Folge einzeln ausgeliehen werden.

Auch wechselt das Angebot der Streaming-Anbieter häufig: Wer einen Film auf seine Merkliste setzt, um ihn später zu sehen, muss damit rechnen, dass dieser nach einigen Wochen nicht mehr im Abo-Paket enthalten ist. Immerhin springen im Notfall die Video-on-Demand-Dienste in die Bresche, was aber mit Zusatzkosten verbunden ist. Der Grund für das Verschwinden sind die zeitlich begrenzten Lizenzen der Filmverleiher mit den Videostreaming-Diensten.

Fazit

Videostreaming befreit den Fernseher von seinen angestaubten Fesseln: Statt seinen Tagesplan auf den 20:15-Uhr-Film auszurichten und dabei auch noch Werbung zu ertragen, bestimmen Streaming-Nutzer ihr Programm selbst. Die umfangreichen Angebote bieten für jeden etwas – komplette Wunschlos-Glücklich-Anbieter gibt es aber leider noch nicht.

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