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IFA 2016 Neuheiten

Flach-TVs beeindrucken: schärfer, bunter, smarter

Die Fernseher werden wieder größer – aber nicht nur. Der neue Trend heißt sattere Farben, besseres Bild und clevere Bedienung.

© Samsung

© Samsung

Klar, große Fernseher gibt es auch auf der IFA zu bestaunen, z.B. den riesigen KS9890 von Samsung. Seine 88 Zoll, stolze 223 Zentimeter (!), biegen sich „gefühlt“ fast um den Betrachter herum – und jeder Kinobesuch wird praktisch überflüssig. Bei einem Preis von gut 20.000 Euro könnte man allerdings auch 1.000 Mal zu zweit ins Kino gehen…

Apropos gebogen: Curved-TVs haben sich etabliert, auch normale Größen lassen das Fernsehbild tiefer und brillanter wirken. Doch Innovationen bemessen sich nicht durch ihre Größe. Es sind die kleinen Feinheiten, für die zwar lange geforscht und getüftelt wurde, die aber Bewährtes wie die gute alte „Glotze“ erst so richtig beeindruckend machen.

Zum Beispiel, um dieses Thema besonders klein zu beginnen, die Fernbedienung: Kann man hier das Rad neu erfinden? Samsung hat es versucht, und so wie die neue „Premium Smart Remote“ funktioniert, ist das Experiment geglückt. „Weniger ist mehr“, dachten sich die Techniker: Da sowieso die wenigsten TV-Besitzer alle Knöpfe der bisherigen Fernbedienungen nutzen, haben sie die Bedienung entschlackt und nur 14 Knöpfe übrig gelassen. Über Blutooth statt Infrarot klappt die Steuerung aller Funktionen überall im Raum, ohne zum Gerät zeigen zu müssen, und selbst im Dunkeln steuert man dank intuitiver Führung problemlos. Der Clou ist die integrierte Spracherkennung, worüber sich etwa Youtube-Videos suchen lassen.

© Samsung / Die Premium Smart Remote hat nur 14 Tasten.

Reduce to the max – eben wirklich „smart“

Das Prinzip der „Entschlackung“ verfolgen praktisch alle Hersteller bei ihren Benutzeroberflächen. Alles auf einen Blick, lautet die Devise – statt im laufenden Programm landet man meist auf einer klar strukturierten Übersicht, über die die üblichen Sender, aber auch Streamingdienste & Co. abgerufen werden können.

Langsam vergrößern sich die Bildflächen in diesem Beitrag: Im preiswerten Bereich (339 bis 899 Euro) präsentieren die Südkoreaner einen „stylischen Fernseher mit verspieltem Design“, das TV-Modell Joiiii, dessen Name Programm sein soll. Angelehnt an das englische Wort für Freude soll der Fernseher der 4er- oder 5er-Serie mehr Spaß ins Wohnzimmer bringen, etwa mit besonders klarer und satter Tonqualität. Jedes „i“ symbolisiert einen der vier Standfüße, und der Fernseher kann nicht nur gerade, sondern auch leicht gekippt aufgestellt werden.

© Samsung / Der Joiii soll mit besonders klarer und satter Tonqualität überzeugen.

2016 ist das Jahr der Bildverbesserung

Vollgepackt mit neuesten Technologien ist die neue ZD9-Serie von Sony. Die Bravia-4K-TVs in 65, 75 und 100 Zoll verfügen über einen Prozessor, der die laufenden Bildinhalte 40 Prozent schneller optimiert, und zeigen die Bilder deutlich realistischer: Schwarz etwa wird dunkler, Weiß strahlender. Zusammen mit weiteren Technologien zur Bildverbesserung ist das Ergebnis für die Heimkino-Zuschauer: strahlende Helligkeit, starke Kontraste, satte Farben.

Damit auf dem Fernseher, wenn ein helles Raumschiff durch das dunkle Weltall fliegt, auch nur die Sterne hinter dem Raumschiff hell aufleuchten, wohingegen das Weltall dunkel bleibt, setzt auch Samsung mehrere Technologien ein – etwa „Quantum Dot“, extrem kleine Nano-Kristalle, bis zu 10.000 Mal schmaler als ein menschliches Haar. Quantum Dots sind photoaktiv und können sehr gut Licht absorbieren und wieder aussenden. Die Kristalle erzeugen eine reine und stabile Lichtfarbe – in manchen älteren Display-Materialien vermischen sich die Lichter oft mit benachbarten Farben. Das Prinzip wird in diesem Video erklärt:

„High Dynamic Range“ ist ein weiteres Schlagwort auf der diesjährigen IFA. HDR gilt als eine der größten Innovationen der vergangenen Jahre in der Bilddarstellung von Fernsehern. Es sorgt für mehr Kontraste und wertet Bildareale auf, die ohne HDR vorher dunkler oder heller dargestellt wurden – mehr Details sind erkennbar, das Bild wirkt schärfer. Allerdings existieren schlicht noch zu wenige Inhalte in Ultra-HD-Auflösung – auch wenn die Menge langsam, aber sicher größer wird. Deshalb wurde der Bildmodus HDR+ eingeführt, der die noch nicht HDR-fähigen Inhalte optisch aufwertet.

8K-Fernseher für Olympia 2020

Wer es doch noch größer haben will, sollte sich bei Hisense umschauen: Der chinesische Hersteller präsentiert Fernseher, für die es fast noch keine technisch passenden Inhalte gibt – denn auf sagenhaften 110 Zoll = 280 Zentimetern „flimmern“ gigantische 8K-Bilder, also 7680 x 4320 Pixel, und das bei einer Dicke von nur 3,8 Millimetern. Da jedoch die olympischen Spiele 2020 vor der Tür stehen, für die die japanischen TV-Anstalten bereits die Ausstrahlung in 8K-Qualität angekündigt haben, erscheint die frühzeitige Entwicklung sinnvoll.

450 Millionen Pixel in einem Tunnel

Und damit endet dieser Beitrag bei einen wirklich großen Fernseher, der aber nur zur Demonstration gedacht ist. LG hat „mal eben“ 216 einzelne 55-Zoll-Curved-OLED-Displays zu einem 5 Meter hohen, 7,4 Meter breiten und 15 Meter langen „OLED-Tunnel“ zusammengeschaltet  und beeindruckt die Messegäste auf unglaublichen knapp 450 Millionen Pixeln mit atemberaubenden Szenen wie dem isländischen Polarlicht, einer Unterwasserwelt oder Bildern aus dem Weltall. Um jedes Detail und jede Bewegung so akkurat wie möglich einzufangen, verwendete LG zur Aufnahme 14 verschiedene 8K-Kameras. Die Videoclips erzeugen ein so umfassendes Erlebnis, dass die Besucher das Gefühl haben, sie schwämmen im Ozean oder schwebten durch die Milchstraße.

© LG / Der OLED-Tunnel von LG beeindruckt die Messegäste auf der IFA 2016.

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