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Vernetzung

Fotos perfekt verwaltet & bereitgestellt

Fotos sind heute überall: auf dem Handy, auf dem Rechner und natürlich auf der Kamera. Ga nicht so leicht, immer das gesuchte zu finden. Aber es gibt clevere Lösungen

Bilder lassen sich einfach verfügbar machen.

iStock.com/franckreporter

Netzwerkspeicher sind furchtbar kompliziert? Keine Soge! Die wichtigste Voraussetzung für die Vernetzung ist in fast jedem Haushalt schon vorhanden: das drahtlose WLAN für den Internet-Zugang. An den entsprechenden Router, der am Telefon- oder Kabelanschluss hängt, lässt sich eine netzwerkfähige Festplatte anschließen.

© Western Digital / Private Daten wie Fotos, Videos oder Dokumente sollten immer auch als Sicherheitskopie vorliegen. Dafür bieten sich Netzwerkspeicher an.

Der Fachbegriff für dieses Gerät lautet NAS: „Network Attached Storage“, also „Ins Netzwerk eingebundener Speicher“. Im Unterschied zu gewöhnlichen externen Festplatten besitzt ein solches Modell ein einfaches Betriebssystem samt Netzwerkanschluss. Ein NAS wird am besten per LAN-Kabel mit dem Router verbunden, denn so ist die Zugriffsgeschwindigkeit wesentlich höher als mit einer Drahtlos-Einbindung. Darüber hinaus ist ein Kabel weniger störanfällig. Beste Voraussetzungen also, um den Netzwerkspeicher von jedem Raum in Haus oder Wohnung per Laptop, Handy & Co. anzusteuern.

Inhalte verfügbar machen

Wer einen etwas besseren Router besitzt, kann unter Umständen auf ein NAS verzichten, da der Router selbst die NAS-Funktion zur Verfügung stellt. Dazu wird eine herkömmliche externe Festplatte per USB an den Router angeschlossen. Darauf gespeicherte Inhalte lassen sich dann auch im Netzwerk nutzen. Allerdings sind externe Festplatten nicht auf eine ununterbrochene Beanspruchung ausgelegt – ein NAS-Speicher allerdings schon. 

©AVM / Moderne Router wie die Fritzbox haben einige NAS-Funktionalitäten mit an Bord.

Mediendateien beanspruchen zudem viel Speicherplatz, weshalb ein NAS-Speicher nicht zu klein ausgelegt sein sollte. Wenn es doch einmal eng wird, kann man viele Modelle leicht mit zusätzlichen oder größeren Festplatten bestücken.

An Orten ohne Internet-Zugang – etwa in der abgelegenen Ferienwohnung – kann auch das WLAN genutzt werden, das die meisten NAS-Festplatten selbst zur Verfügung stellen. 

Gar nicht schwer: die Installation

Die Einrichtung des NAS-Speichers im heimischen Netzwerk ist kein Hexenwerk. Bei Markenanbietern wie Buffalo, Qnap oder WD gehören zum Lieferumfang verständliche Anleitungen und praktische Einrichtungsprogramme. Zu den meisten NAS-Platten gibt es zudem im Internet entsprechende Videoanleitungen.

Damit auf der Netzwerkplatte gespeicherte Inhalte auch tatsächlich von verschiedenen Endgeräten abgerufen werden können, müssen möglicherweise Änderungen an der Konfiguration des Routers vorgenommen werden. Das entscheidende Stichwort dafür lautet „UPnP“ – diese Abkürzung steht für „Universal Plug and Play“. Dieser von Microsoft entwickelte Standard erlaubt das unkomplizierte Zusammenspiel von verschiedenen Geräten bei der Medienwiedergabe im Netzwerk. Falls nötig, wird die UPnP-Aktivierung entsprechend der Anleitung des Router-Herstellers am Computer oder Tablet im Internet-Browser vorgenommen.

Aber Vorsicht vor Hackerangriffen! Um sich vor ungewollten Zugriffen aus dem Internet zu schützen, sollte UPnP nur für den lokalen Zugriff eingeschaltet sein. Die nötigen Zugangsdaten und Passwörter legt man bei der Ersteinrichtung fest – und notiert sie sorgfältig.

Medien auf die Server-Festplatte übertragen 

Ist die Platte angeschlossen und eingerichtet, kann sie von jedem Computer im Netzwerk wie eine normale Festplatte genutzt werden. Von einem Windows-PC aus wird der NAS-Speicher über die „Netzwerkfreigabe“ erreicht. Wer einen Mac benutzt, stellt die Verbindung über die Menüpunkte „Gehe zu“ und „mit Server verbinden“ her. Mediendateien, die im Netzwerk verfügbar sein sollen, können nun per Drag and Drop auf die Server-Festplatte kopiert werden.

© Western Digital / Netzwerkspeicher mit mehr als einer Festplatte lassen Speicherplatz-Probleme verschwinden.

Wer mit Smartphone oder Tablet Dateien zum Netzwerkspeicher übertragen möchte, muss die entsprechende App des NAS-Herstellers installieren. Dabei ist eine sinnvolle Benennung und Indizierung wichtig, da sonst leicht die Übersicht über die vorhandenen Daten verloren geht. Dies geschieht in der Regel über Ordner – ganz so, wie auf dem eigenen Rechner auch. Meist konfiguriert das NAS-System die Festplatten bei der Ersteinrichtung schon vor und legt darauf entsprechende Ordner wie „Audio“, „Foto“ oder „Video“ an. Sämtliche Daten werden so im Handumdrehen verteilt und auf Abruf problemlos gefunden. Lange Suche nach den Fotos vom letzten Herbstspaziergang? Fehlanzeige!

Automatisches Hochladen

Programme zum Synchronisieren einzelner Ordner ermöglichen es, neue Mediendateien vom Computer automatisch auf den Netzwerkspeicher zu übertragen. So stehen dann etwa Fotos, sobald sie von der Digitalkamera auf den PC geladen wurden, auch im Netzwerk zur Verfügung. NAS-Hersteller wie Synology bieten auch Smartphone-Apps an, mit denen neue Bilder vom Handy automatisch auf den Netzwerkspeicher übertragen werden, sobald das Smartphone im WLAN eingebucht ist. Einfacher gelangt man so im ganzen Haus nun wirklich nicht an die eigenen Mediendateien. Ebenfalls ein echtes Plus: Mit dem automatischem Upload stehen die Daten nicht nur im Netzwerk zur Verfügung, sondern sind auch gleich gesichert.

Inhalte am PC genießen

Computer im gleichen lokalen Netzwerk können nun ganz einfach per Windows Explorer oder Finder auf die Inhalte zugreifen. Noch bequemer sind Wiedergabeprogramme, die auf dem DLNA-Standard beruhen – diese Abkürzung steht für „Digital Living Network Alliance“ – ein Standard, dem sich fast alle Hersteller von Unterhaltungselektronik angeschlossen haben. Das Gratis-Abspielprogramm „Kodi“ beispielsweise bietet praktische Sortier- und Vorschaufunktionen und eine ansprechende Bedienoberfläche. Sie bietet mit nur wenigen Klicks eine Übersicht über alle Medien. Außerdem lassen sich viele zusätzliche Programmerweiterungen, die sogenannten Plug-ins, installieren, mit denen man das Programm ganz individuell anpassen kann. „Kodi“ läuft auf Windows-PCs und Macs sowie unter Linux.

Serien vom Tablet, Smartphone oder Fernseher ansehen 

Mobile Geräte greifen auf die Mediendateien ausschließlich über die DLNA-Funktion zu. Smartphones und Tablets können über entsprechende Apps, wie etwa den VLC-Mediaplayer, auf die Inhalte zugreifen. Dafür muss das Smartphone oder Tablet einfach im gleichen WLAN wie die NAS-Festplatte angemeldet sein.

Fernseher oder eigene Musikwiedergabegeräte hingegen müssen die entsprechende DLNA-Ausstattung schon vom Hersteller mitbekommen haben. Ein moderner AV-Receiver mit Netzwerkanschluss kann aber in der Regel nach einer einfachen Einrichtung direkt auf die Musik von der NAS-Platte zugreifen. Gleiches gilt für aktuelle TV-Geräte: Smart-TVs können Fotos, Videos und Co. mithilfe eines integrierten Wiedergabeprogramms (Mediaplayer) abspielen. Auch sie müssen dafür im selben WLAN eingeklinkt sein. Welches Abspielgerät man auch wählt: Sind die eigenen Medien erst einmal dank NAS im lokalen Netzwerk verfügbar, ist der Zugriff darauf ein Kinderspiel.

Empfang über ältere TVs? Kein Problem!

Aber keine Sorge: Es ist nicht unbedingt ein kostspieliger Fernseher der neuesten Generation nötig, um auf Inhalte des NAS zugreifen zu können: Geräte wie das WDTV von Western Digital oder der Kindle Fire TV kommen problemlos ebenfalls an die Daten im Netz. Auch viele Satelliten- oder Kabelempfänger stellen DLNA-Funktionalität zur Verfügung. An den HDMI-Anschluss des Fernsehers angeschlossen bringen auch diese Geräte die Inhalte von NAS-Speichern im Netzwerk problemlos auf den heimischen Bildschirm.

Eigene Lösungen von Apple

Etwas weniger Konfigurationsaufwand ist mit den – allerdings etwas teureren – Geräten von Apple nötig: Die vom Hersteller mit der Bezeichnung „Airplay“ versehene Technik erlaubt es, vergleichsweise unkompliziert auf die Inhalte verschiedener im Netzwerk angemeldeter Geräte zuzugreifen. Um dabei auch Inhalte auf dem Fernseher anschauen zu können, ist allerdings ein Apple TV nötig. Dies ist ein Abspielgerät, mit dem auch Videos und Musik aus dem iTunes-Store wiedergegeben werden können. Ein echtes Plus in Sachen Auswahl!

Fazit

Ein NAS-Speicher macht das lokale Heimnetz multimediafähig. Standards wie UPnP und DLNA vereinfachen die Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten enorm, sodass in der Regel nur wenige Einstellungen selbst vorzunehmen sind. Unterschiedliche Hersteller arbeiten in diesem Bereich erfreulicherweise zusammen, damit die Nutzer digitale Medien im ganzen Haus genießen können.

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