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Fotostudio in der Tasche

Fünf Smartphone-Gadgets für bessere Aufnahmen

Smartphone-Fotografen aufgepasst! Mit LED-Leuchten, Aufsteck-Objektiven oder mobilen Druckern wird das Handy zur Allround-Kamera.

Smartphone-Drucker Prynt

© Prynt Corp

Selfies auf Facebook sind so etwas wie die Postkarten des 21. Jahrhunderts geworden. Wer an einem tollen Ort ist, hält das Smartphone vors Gesicht, lichtet sich selbst in der Umgebung ab und schickt den digitalen Ich-war-hier-Beweis an die ganze Welt. Mit der richtigen Fotoausrüstung geht das noch deutlich besser als mit Telefon-Bordmitteln.

Frau macht Selfie mit Concepter

Extra Smartphone-Blitz für die optimale Belichtung

Professionelle Fotografen leuchten ihre Objekte nicht mit einem einzelnen Blitzlicht aus. Sie setzen stattdessen helle Flächen ein, um eine gleichmäßige Belichtung zu erzielen. Der eingebaute Smartphone Flash, meist eine einzelne LED direkt neben der Fotolinse, erzeugt häufig störende Spiegelungen, Schlagschatten oder auch rote Augen in den Aufnahmen. LED-Fotoleuchten, in denen viele Leuchtdioden auf einer Fläche angeordnet sind, verbessern die Belichtung. Solche Smartphone-Flashs, die sich meist an der Kopfhörer-Klinkenbuchse des Mobiltelefons einstecken lassen, gibt es in einer großen Auswahl teils schon für unter 10 Euro. Sie leuchten in der Regel dauerhaft und eignen sich so für Fotos und Videos.

Metz mecalight LED-72

Wer damit auch über längere Distanzen einen erkennbaren Effekt erzielen möchte, sollte aber ein bisschen mehr investieren. Der mecalight LED-72 etwa kommt vom renommierten deutschen Fotoblitz-Hersteller Metz und liefert eine Helligkeit von vergleichsweise üppigen 72 Lux. Er lässt sich über ein Drehgelenk bequem ausrichten und hat eine Akkulaufzeit von bis zu vier Stunden. Mit knapp 25 Euro ist dieser Smartphone-Blitz immer noch bezahlbar. 

iBlazr 2: der intelligente LED-Blitz

Mit dem LED-Blitz iBlazr 2 sollen schlecht ausgeleuchtete Selfies und Dunkelkammer-Partyvideos der Vergangenheit angehören – und das auch noch besonders smart. Die kompakte LED-Leuchte lässt sich an Smartphones und Tablets gleichermaßen anklemmen. Im Gegensatz zu vielen anderen LED-Fotoleuchten liefert der iBlazr 2 aber nicht nur Licht, sondern steuert auch gleich die Smartphone-Kamera mit. Er wird per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt und löst dann auf Knopfdruck die Kamera und das eigene Blitzlicht synchron aus. Dank LED-Leuchten in warmer und kalter Lichtstimmung lässt sich die Farbtemperatur des Lichts variieren.

iBlazr 2

Mehrere iBlazr-2-Leuchten können per Funk zusammengeschaltet werden, um sie dann mit einem Knopfdruck synchron einzuschalten. Platziert man einige iBlazr 2 rings um ein Objekt, dann sind sogar Belichtungen wie in einem Fotostudio möglich – natürlich in einem vergleichsweise kleinen Maßstab. Um die Leuchten aufzustellen, bietet der Hersteller Concepter ein USB-Ladekabel mit einer steifen, biegsamen Hülle an, das als eine Art Ministativ verwendet werden kann. Matt transparente Vorsätze, die ebenfalls als Zubehör zu haben sind, soften das ansonsten recht grelle LED-Licht ab. Die schlaue Erleuchtung ist allerdings kein Schnäppchen: Knapp 100 Euro kostet ein iBlazr 2 mit allem Zubehör, im Set aus mehreren Leuchten wird's im Verhältnis günstiger.

Mehr Bildvarianten durch Vorsatzlinsen

Wer häufig mit dem Smartphone knipst und filmt, lernt schnell den „Geh-Zoom“ kennen. Um ein Objekt im Bild näher heranzuholen, muss man eben – logisch – näher herangehen. Alternativ nutzt man ein Aufsteck-Objektiv, das die Brennweite der eingebauten Kamera ändert, denn der digitale Zoom ist meistens nicht zu gebrauchen. Für Besitzer des Apple iPhones und einiger beliebter Samsung-Modelle bietet sich mit dem Linsensystem von Olloclip ein praktisches und vielseitiges Objektiv-Kit mit jeweils mehreren Brennweiten an. Die beliebte Olloclip „4-in-1 Lens“ (Preis: um 80 Euro) etwa besitzt ein Weitwinkelobjektiv, ein Fisheye sowie zwei verschiedene Makros für Nahaufnahmen. Die knapp 100 Euro teure Olloclip Active Lens verwandelt die Smartphone-Optik wahlweise in einen hochwertigen Ultraweitwinkel im Action-Cam-Look oder in ein Zweifach-Tele.

Der Olloclip lässt sich wahlweise vor der Hauptkamera des Smartphones anklipsen oder an die Selfie- und Videochat-Kamera auf der Bildschirmseite. Nachteil: Die Vorsatzlinsen passen immer nur auf ein bestimmtes Smartphone-Modell – die größte Auswahl an Olloclip-Varianten gibt es zudem auch nur für die neueste iPhone-Genration.

Tele- und Weitwinkelobjektive mit Universal-Befestigung

Auf die meisten Smartphone-Kameras passen indes Zubehör-Objektive, die sich mit einem Klammer-Mechanismus vor der Kameralinse befestigen lassen. Solche Weitwinkel-, Tele- oder Fisheye-Vorsätze bietet etwa der finnische Hersteller Blackeye in mehreren Serien und Qualitätsstufen an. Dessen Black-Serie etwa verspricht weitgehend fehlerfreie Abbildungseigenschaften ohne Unschärfen und Verzeichnungen im Randbereich des Bildes. Die Edel-Klemmlinsen kosten aber auch zwischen 45 und 100 Euro pro Brennweite. Günstigere Modelle werden teils schon für weniger als 20 Euro im Internet angeboten, bieten in der Regel aber deutlich schlechtere Bildqualitäten. 

Prynt macht das Smartphone zur Sofortbild-Kamera

Den letzten Schritt vom Smartphone-Schnappschuss zum realen Foto übernimmt klassischerweise ein Fotodrucker. Prynt vom gleichnamigen französischen Start-up-Unternehmen bringt den Drucker in die Form einer Smartphone-Hülle: Man steckt ein passendes Smartphone buchstäblich hinein und erhält so das zeitgemäße Pendant der Sofortbildkamera. Der akkubetriebene Mobildrucker verbindet sich über den USB- oder Lightning-Anschluss mit dem Smartphone und ist derzeit für das iPhone 5/5S, 6/6S und 6/6S Plus zu haben. Kostenpunkt: um 140 Euro. Modelle für weitere Smartphone-Typen sollen demnächst auf den Markt kommen, versprechen die Prynt-Macher.

Prynt druckt Fotos im Scheckkarten-Format auf ein Spezialpapier aus. Die Drucktechnik erfordert keinen eigenen Toner, die Farben sind im Papier angelegt – ähnlich wie beim ursprünglichen Polaroid-Verfahren. Ein Ausdruck kostet rund 50 Cent und dauert knapp 20 Sekunden, während derer die Prynt-App den Nutzer mit einer Fotodruck-Animation unterhält: Das Foto wandert langsam aus dem Bildschirm heraus, während es aus dem darunter angebrachten Foto-Ausgabeschacht des Minidruckers herauskommt.

Der kompakte Akku-Drucker kombiniert die kleinen Ausdrucke auf Wunsch auch mit Videos und produziert so Fotos, die wie Porträts in Harry-Potter-Filmen animiert sind – zumindest, wenn man sie durch die Smartphone-Kamera anschaut. Die Funktion ist in erster Linie eine Spielerei, provoziert aber sicher den einen oder anderen herzhaften Lacher.

Fazit

Smartphone-Kameras machen immer bessere Fotos. Mit dem passenden Zubehör lassen sich die Aufnahmen aber entscheidend verbessern und abwechslungsreicher gestalten. So schließt sich die Lücke zu den bislang verbreiteten Kompaktkameras immer weiter.

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