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Google Fotos gruppieren

Gesichtserkennung mit der Google Fotos App

Die App Google Fotos ist mehr als nur eine Fotogalerie. Eine intelligente Gruppierungsfunktion macht langen Suchen nach Fotos nun ein Ende.

© Fotolia / corepics

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Mit einem schlauen Gesichtsanalysetool erkennt die Google Fotos App ähnliche Gesichter und sammelt sie in speziellen Gruppierungen. Wer also schnell alle Fotos der besseren Hälfte auf einen Blick haben möchte, ist mit dieser Gesichtserkennung gut beraten.

In erster Linie ist die Google Fotos App eine Fotogalerie. Sie sichert alle Fotos und Videos auf der Cloud, ohne dem Smartphone wertvolle Speicherressourcen wegzunehmen. Sobald die Bilder einmal gesichert sind, macht es auch nichts sie vom Speicher des Smartphones zu löschen. Klingt nach einer sinnvollen Lösung, da besonders Apps und die Bilderflut über WhatsApp den Speicherplatz ganz schön mitnehmen. Google Fotos erfüllt hier alle gängigen Möglichkeiten, die an eine Fotogalerie vorausgesetzt werden, wie beispielsweise Tools zur Bildbearbeitung.

Zusatztool: Gesichtserkennung

Den Anspruch an eine Fotogalerie erfüllt die Google Fotos App also zur Genüge. Doch mit der Gesichtserkennung geht sie einen Schritt weiter und offenbart neue Perspektiven. Schon seit längerer Zeit wirbt Google Fotos mit einer Gruppierungsfunktion. Ein spezieller Algorithmus erkennt damit die Gesichter auf den Fotos und kann sie sogar voneinander unterscheiden. Dadurch ist es möglich, sich alle Bilder einer bestimmten Person anzeigen zu lassen und zu gruppieren. Sogar Fotos von Personen über Jahre hinweg sollen für Google Fotos kein Problem darstellen. Daher werden sogar Kinderfotos spielend einfach den richtigen Personen zugeordnet.

Diese Gruppierungsfunktion ist laut App-Store allerdings nicht in allen Ländern verfügbar. Der Grund dafür wird allerdings nicht offengelegt. Ein datenschutzrechtlicher Hintergrund ist diesbezüglich in Deutschland nicht unwahrscheinlich. Doch die Annahme, die Gesichtserkennung sei in der deutschen App überhaupt nicht vorhanden, ist schlichtweg falsch. Die Funktion muss lediglich einmal aktiviert werden. Ein simpler Trick macht es möglich.

© Screenshot Cyber Ghost / Mit einer VPN-App wie Cyber Ghost kann man die Gruppierungsfunktion in Deutschland aktivieren.

Wie funktioniert die Gruppierungs-Funktion in Deutschland?

Grundsätzlich gilt es, die Gesichtserkennung einmal in den USA freizuschalten. Ist das Aktivieren dann erledigt, kann man die Funktion auch im deutschen Raum nutzen, ohne diesen Umweg erneut gehen zu müssen. Hierfür muss man nicht erst auf den nächsten USA-Urlaub warten, um die Bildanalyse selbst auszuprobieren.

Nachdem man zunächst die Google Fotos App deinstalliert, ist es notwendig eine VPN-App auf dem Smartphone zu installieren. Damit kann man der App vorgaukeln, sich an einem anderen Ort zu befinden. Anschließend installiert man die Google Fotos App wieder, ohne sie zunächst zu starten. Nun muss mit der VPN-App eine Verbindung in die USA geschaffen werden. Hier ist es wichtig, dass man in der VPN-App einen Server wählt, der in den USA steht. Diese Auswahl findet man meist in den Einstellungen der VPN-App. Ein Beispiel einer VPN-App ist Cyber-Ghost, die es für Android und iOS auch als Freeware gibt.

© Screenshot Cyber Ghost / Einfach den Server-Standort auf die USA ändern und dann die Google Fotos App öffnen.

Gaukelt man also dem System vor, man sei nun in den USA,  kann die Google Fotos App gestartet werden. Jetzt wird in den Einstellungen der Google Fotos App ein neuer Menüpunkt vorhanden sein. Unter „Ähnliche Gesichter gruppieren“ kann man die Gesichtserkennungsfunktion in nächsten Schritt  auch in Deutschland aktivieren.

© Screenshot Cyber Ghost / Nur das Aktivieren der Gesichtserkennung erfordert die VPN-App. Danach ist sie auch in Deutschland von allen Geräten nutzbar.

Einmal freigeschalten, immer verfügbar

Wurde die Gesichtserkennung erst einmal frei geschaltet, ist eine VPN-Verbindung nicht mehr notwendig. Google Fotos merkt sich die neue Einstellung und ist somit weiterhin nutzbar. Damit sollte der intelligente Analysedienst jetzt auch auf allen anderen Geräten verfügbar sein, sofern der Nutzer sich mit seinem Google-Account einloggt.

FAZIT:

Die App tut was sie soll und das in einer fast schon erschreckenden Genauigkeit und Qualität.

Ein wichtiger Punkt, den jeder sogar NICHT nur für sich selbst entscheiden muss: Damit Google diese Gesichtserkennung ausführen kann, muss Google unsere Fotos scannen und analysieren. Das heißt: Die Personen die auf den Fotos sind und denen wir Namen zuordnen, werden damit auch Google „bekannt“. Wir entscheiden also indirekt über die Privatsphäre anderer Menschen – die nicht einmal davon wissen. Sicher – diese Fotos werden von Google nirgends veröffentlicht, dennoch ist es ratsam sich über solche „Details“ in Zusammenarbeit mit künstlichen Intelligenzen im Klaren zu sein.

Wie eine Antwort darauf aussieht? Vielleicht habt ihr eine Idee…

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