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Teil 4: Musik to Go

Großer Klang aus kleinen Lautsprechern

Mit Bluetooth-Boxen beschallen Sie Bad, Küche oder Grillparty. Das Angebot ist gewaltig. Darauf müssen Sie achten.

Philips-Bluetooth-Lautsprecher auf einem Tisch in abendlicher Atmosphäre

© Philips Communications

Musikdienste wie Spotify und Apple Music schicken sich an, die Hörgewohnheiten vieler Menschen gehörig zu verändern, denn sie bieten Zugriff auf Millionen Songs. Abgerufen werden diese in der Regel mit Smartphones und Tablets mit Internetanbindung. Wer dabei auf Ohrhörer setzt, kommt gut damit zurecht, wer Musik gemeinsam mit der Familie oder Freunden genießen will, stößt schnell an eine Grenze, genannt Lautsprecher. Die sind nämlich bei Smartphones und Tablets nichts für Freunde des guten Tons. Für den richtigen, fetten Sound muss also ein Bluetooth-Lautsprecher her.

Auf die Größe kommt es an

Mittlerweile ist das Angebot an entsprechenden Boxen gigantisch – von billig bis teuer, von klein bis groß. Grob lassen sich die Geräte in zwei Gruppen einteilen: Vertreter der einen Fraktion sind zwar noch mobil, passen aber aufgrund ihrer Größe und ihres hohen Gewichts vielleicht gerade noch in den Rucksack, aber nicht mehr in die Jackentasche. Dafür eignen sie sich zur Beschallung größerer Räume und bieten mitunter richtig guten Sound. Bei der zweiten Fraktion steht eindeutig die Mobilität im Vordergrund. Dank ihrer kompakten Maße und des geringen Gewichts sind Vertreter aus dieser Gruppe die ideale „Immer-dabei-Lösung“. Die große Herausforderung für die Hersteller besteht bei den mobilen Speakern darin, trotz der Minimaße noch einen ordentlichen Klang zu produzieren. 

Und das ist alles andere als einfach. Rein physikalisch gesehen sind die Gehäuse einfach nicht groß genug, um ein Sound-Feuerwerk zu entfachen. Vor allem Tieftöne gehen unter. Zudem leidet durch die kompakte Bauweise meist auch der räumliche Klangeindruck, denn der Abstand der verbauten Lautsprecher ist für echtes Stereo-Feeling einfach zu gering. Trotzdem ist es mitunter erstaunlich, welchen Klang die Ingenieure aus den Lautsprecherzwergen herauskitzeln können. Dazu bedienen sie sich verschiedener Tricks, etwa digitaler Klangbearbeitung. Solange das Klangerlebnis davon profitiert, spricht nichts dagegen.

Bluetooth sorgt für die kabellose Verbindung

Smartphone und Lautsprecher lassen sich ganz einfach kabellos mit der Bluetooth-Technik koppeln. Dazu wird Bluetooth am Smartphone aktiviert und der Lautsprecher per Tastendruck in den sogenannten Pairing-Modus versetzt. Haben sich die Geräte gefunden, reicht ein Fingertipp, um sie zu verbinden. Noch einfacher gelingt das Pairing, wenn beide Geräte einen NFC-Chip an Bord haben (Ausnahme iPhone). In diesem Fall wird das Smartphone nur kurz an das Lautsprechergehäuse gehalten und die Verbindung bestätigt. Steht die Verknüpfung, lassen sich Wiedergabe und Lautstärke ganz bequem per Handy steuern. Zudem besteht die Möglichkeit, MP3-Spieler per Stereo-Miniklinkenkabel an den Lautsprecher anzuschließen. Das eine Ende kommt dann in den Kopfhörer-Ausgang, das andere in den Line-in-Eingang der Dockingstation.

Darauf muss man beim Kauf achten

  • Anschlüsse:
    Nahezu jeder Bluetooth-Lautsprecher hat einen Klinken-Anschluss, an den sich jeder handelsübliche MP3-Spieler anschließen lässt. Einige Docks, beispielsweise JBL Xtreme und Philips BT 6600 bieten aber mehr und besitzen einen USB-Anschluss. Der kann sich unterwegs als praktisch erweisen, wenn etwa das Smartphone die Segel streicht und geladen werden muss. Mit Musik bespielte USB-Sticks lassen sich leider nicht andocken. Vorteilhaft ist obendrein, wenn sich der Lautsprecher per Micro-USB-Kabel aufladen lässt, denn dann benötigt man nur ein Ladegerät für Lautsprecher, Smartphone & Co.
  • Spritzwasserschutz:
    Am Pool, Baggerloch und in der Badewanne sind spritzwassergeschützte Lautsprecher Gold wert. So lassen sie sich mitten im Getümmel platzieren.
  • Extras:
    Um im schier unendlichen Angebot herauszustechen, rüsten einige Hersteller ihre Produkte mit interessanten Besonderheiten aus. Einige haben etwa ein FM-Radio an Bord, andere sind komplett wasserdicht und lassen sich mit ins Schwimmbad nehmen. Praktisch ist auch, wenn sich ein Lautsprecher mit mehreren Smartphones gleichzeitig steuern lässt. Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden ist es von Vorteil, wenn sich zwei mobile Lautsprecher koppeln lassen. Davon profitieren Klang und Stereoeffekt gleichermaßen.
  • Bluetooth-Version:
    Der drahtlose Standard gehört zur Pflichtausstattung. Version 4 ist die neuste Version und soll besonders schnell und Strom sparend sein. In der Praxis ergeben sich im Vergleich zur Version 3 aber keine großen Unterschiede. 
  • Kartenschlitz:
    Einige Modelle haben einen SD-Kartenleser eingebaut. Das hat den Vorteil, dass sich Musik auch ohne Smartphone, PC oder Tablet wiedergeben lässt. Allerdings ist die Steuerung in diesem Fall nicht so komfortabel.

Kaufempfehlung mobil: JBL Flip III

Durch seine kompakten Maße und das geringe Gewicht ist der JBL Flip gut geeignet für unterwegs. Die dritte Version überzeugt einmal mehr durch robustes Design, gute Akkulaufzeit und ansprechende Ausstattung. In Sachen Klang dürfen Käufer zwar keine Wunderdinge erwarten, dennoch erzeugt er durchaus einen kräftigen, dynamischen Klang. Nette Extras wie die JBL-Connect-Technologie, dank der sich ein weiterer Lautsprecher koppeln lässt, sowie die gleichzeitige Verbindung von drei Geräten heben das JBL-Produkt von der breiten Masse ab.

JBL flip Lautsprecher neben einem Smartphone

Steckbrief:

  • Preis: ca. 120 Euro
  • Akkulaufzeit: ca. 9 Stunden
  • Gewicht: 670 Gramm
  • Maße:  16,9 x 6,4 x 6,4 cm

Kaufempfehlung Allrounder: Philips BT 6600

Wer knackigen, kühlen Klang bevorzugt, macht mit dem Philips BT6600 nichts falsch. Bei niedriger Lautstärke klingt der Lautsprecher ein wenig schmalbrüstig. Bei höherer Lautstärke erzeugt er aber einen für diese Größe sehr ansprechenden Sound, der mehr als genug Fülle für Küche und Badezimmer bereitstellt. Darüber hinaus ist das Gerät mit NFC, Spritzwasserschutz und Handy-Ladefunktion ansprechend ausgestattet. Einmalig: Bis zu drei Zuspielgeräte lassen sich gleichzeitig koppeln, sodass sich mehrere Nutzer als DJs betätigen können.

Philips BT 6600

Steckbrief:

  • Preis: ca. 155 Euro
  • Akkulaufzeit: ca. 7,5 Stunden
  • Gewicht: 700 Gramm
  • Maße: 8,1 x 21,4 x 7,6 cm 

Kaufempfehlung für lautstarken Sound: JBL Xtreme

Der Xtreme überzeugt vor allem durch seinen wuchtigen, knackigen Sound. Nichtsdestotrotz erzeugt das Schwergewicht auch ausgeprägte Mitten und klare Höhen. Darüber hinaus liefert er genug Pegel, um kleine Partys zu beschallen. Zu den Pluspunkten gehören zudem das robuste, spritzwassergeschützte Gehäuse und der stattliche Funktionsumfang: So lassen sich mehrere Zuspieler gleichzeitig koppeln (Multi-Pairing) und zwei Xtremes zusammen betreiben. Zusätzlich besitzt er zwei USB-Buchsen zum mobilen Laden und eine Freisprechfunktion.

JBL Xtreme neben einem Smartphone

Steckbrief:

  • Preis: ca. 290 Euro
  • Akkulaufzeit: ca. 12 Stunden
  • Gewicht: 2.112 Gramm
  • Maße:  12,6 x 28,3 x 12,2 cm

Zusammenfassung

Der Markt bietet für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Produkt. Wer genügend Geld in der Portokasse hat und einen größeren Raum mit seinem Smartphone beschallen möchte, greift zum JBL Xtreme. Als guter Kompromiss aus Sound und Mobilität entpuppt sich der Philipps BT 6600. Und als Immer-dabei-Lautsprecher macht der JBL Flip III eine gute Figur.

Mehr zum Thema "Mach mal lauter - guter Sound im ganzen Haus" gibt es in den anderen Teilen dieser Serie:

 

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