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Fit für die Bundesliga Teil 3

Kaufberatung Fernseher: Überall voller Empfang!

Fußball mit Freunden – Was tun, wenn das Wohnzimmer als Stadion zu klein wird?

© YakobchukOlena / Fotolia.com

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Mit dem Start der Bundesliga-Saison steht endlich wieder Fußball satt auf dem Programm. Ob englische Woche, Champions League oder DFB-Pokal - Möglichkeiten zu schauen gibt es genügend. Am meisten Spaß macht es immer noch, gemeinsam mit ebenso mitfiebernden Freunden die Lieblingsmannschaft vor dem Fernseher zu verfolgen. Doch was tun, wenn das heimische Wohnzimmer dafür zu klein wird?

Um auch in der Garage, im Partykeller oder im Wintergarten ein ideales Signal und eine reibungslose Übertragung zu erhalten, gibt es mehrere Möglichkeiten. Je nachdem, wie weit entfernt der Fernseher von der Signalquelle steht, ob ein Receiver im Einsatz ist oder ob Strom und WLAN-Empfang vorhanden ist, bieten sich unterschiedliche Lösungen an. Die Zeiten, in denen wir den alten Fernseher mit einem Metallbügel als Antenne aufbauen mussten sind jedenfalls definitiv vorbei. Heute kann im gesamten Zuhause smart Fußball geschaut werden. 

Fernseher oder Beamer 

Das großflächigste Fußballerlebnis bietet zweifelsfrei das Bild an, das ein Beamer an eine möglichst große Leinwand oder eine weiße Fläche projiziert. Aber Achtung: Gegen Sonnenschein kommt selbst der lichtstärkste Beamer nicht an. Ein abgedunkelter Raum ist zwingend notwendig - doch der Garten als Location fällt in den Herbst- und Wintermonaten ohnehin aus.

©Optoma / Beamer garantieren das größte Bild, sind aber anfällig für Sonneneinstrahlung.

Eine andere Herausforderung, der wir uns im Folgenden stellen werden, ist die Übertragung des Fernsehsignals an den Beamer selbst. Als Eingangsquelle steht in der Regel ein HDMI-Anschluss zur Verfügung. HDMI-Kabel dürfen allerdings nicht länger als zehn Meter lang sein, was auf Kosten der Flexibilität beim Aufstellen des Gerätes geht. In diesem Fall bedarf es also eines mobilen Signalgebers oder eines Kniffes. 

Nichts geht über Kabel 

Auch wenn wir uns im Zeitalter mobiler Datenverbindungen befinden, garantiert ein Kabel immer noch die bei weitem stabilste Signalübertragung. Deshalb sollte eine verkabelte Lösung im Sinne der Bildqualität stets die bevorzugte sein wann immer das möglich ist.

©Hama / Das gute alte Antennenkabel funktioniert auch bei längeren Strecken zuverlässig.

Im einfachsten Fall kann ein Fernseher mithilfe eines verlängerten Antennenkabels direkt mit der Signalquelle verbunden werden und sowohl Fernsehsignal als auch Ton in gewohnter Qualität abspielen. Ein adäquat hochwertiges und abgeschirmtes Kabel vorausgesetzt, sind Distanzen von 25 Metern und mehr kein Problem. Sollte es dennoch zu Signalverlust kommen, oder sollte die Entfernung größer sein, lässt sich mit einem Antennensignalverstärker, der ab ca. 15 Euro erhältlich ist, nachbessern. 

HDMI mit kurzer Leitung 

Weniger flexibler gestaltet sich die Kabelnutzung, wenn ein Receiver zwischen Signalquelle und Fernseher seinen Dienst verrichtet. Im Normalfall geben diese das decodierte Signal mithilfe eines HDMI-Kabels weiter – das gilt gleichermaßen, wenn die Signale über einen Projektor wiedergegeben werden sollen. Das Problem hierbei: HDMI-Kabel sind lediglich bis zu einer Distanz von zehn Metern zertifiziert. Mehr ist möglich, aber auf eigenes Risiko, denn das HDMI-Signal ist recht störrisch. Bei schwächer werdendem Input wird das Bild nicht schlechter, wie beispielsweise beim Antennensignal – es bricht einfach ab. Auch für HDMI gibt es natürlich entsprechende Signalverstärker, allerdings ist selbst die doppelte Länge – also 20 Meter – normalerweise viel zu kurz, um ein Open Air-Stadion flexibel zu gestalten. 

Bis zu 100 Meter Reichweite trotz Kabel – IP-TV macht’s möglich 

Das Schöne an Smart TVs ist, dass sie gar nicht auf das Antennensignal angewiesen sind, um uns fernsehen zu lassen. Für die Geräte aller Hersteller steht eine Fülle von Apps zur Verfügung. Eine entsprechende Daten-Bandbreite vorausgesetzt, streamen die Apps Bild und Ton in der gleichen HD-Qualität, wie es auch das Fernsehsignal bereit stellt.

©Oehlbach / Mittels Netzwerkkabel überbrückt man bis zu 100 Meter zwischen Router und Smart TV im Garten.

Wenn also das Antennenkabel nicht bis ins Partykeller-Stadion reicht, bietet es sich an, auf Internet-Fernsehen (IP-TV) umzusteigen und das Fernsehsignal über ein Ethernet/Netzwerkkabel zu transportieren. Der Standard für Cat 5-Netzwerkkabel setzt eine Reichweite von 100 Metern für die Datenübertragung von Computer (Router) zu Computer (Smart TV) fest. Das gibt jede Menge Spielraum, um den Bildschirm oder die Signalquelle für einen Beamer optimal aufzubauen, auszurichten und mit höchster Bandbreite verlustfrei dem Turnier zu frönen.

Entsprechende Kabel mit 50 Metern Länge sind bereits ab unter 20 Euro zu haben. 

WLAN 

Nicht ganz soweit reicht die Funkabdeckung drahtloser Netzwerke. Knifflig ist dabei auch die Tatsache, dass deren Datendurchsatzrate mit zunehmender Entfernung vom Router abnimmt. Je weiter weg der Fernseher von der Funkquelle steht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, unschöne Ruckler ertragen zu müssen. Nichtsdestotrotz lässt sich eine Internetübertragung der Fußballspiele auch über WLAN und somit ohne die Stolperfallen und die störende Abhängigkeit von Kabeln herstellen.                        

Die meisten neuen Smart TVs sind bereits ab Werk mit WLAN ausgestattet und eignen sich für dieses Szenario, ohne weitere Ausstattung zu benötigen. Für ältere Semester, oder solche, die nicht mit drahtlosem Internet ausgestattet sind, gibt es spezielle Adapter zu kaufen, die die Verbindung mit dem Heimnetzwerk herstellen. Diese funktionieren meist herstellerübergreifend, kümmern sich also nicht darum, ob sie mit einem Samsung-, LG-, Loewe- oder einem anderen Fernseher zusammenarbeiten. Allein internetfähig muss das Gerät sein und somit über einen Ethernet-Netzwerkanschluss verfügen. Interessanterweise werden diese Adapter überwiegend von Netzwerkherstellern und nicht von den Fernseherproduzenten angeboten. Beim Kauf im Fachgeschäft lohnt sich deshalb ein Blick in die andere Abteilung. 

Wireless HDMI

Eine Alternative, Bild und Ton per Funk zu übertragen, ist als Wireless HDMI bekannt und besteht in aller Regel aus einem Erweiterungsset aus je einem Sender und Empfänger. Beide Geräte werden jeweils mit dem Abspielgerät (Receiver) und dem Fernseher oder Beamer verbunden und übertragen das Fußballspiel vollkommen kabellos und direkt von der Set Top Box, anstatt über das Internet. Allerdings ist dieser Service nicht ganz billig. Der Preis für entsprechende Lösungen beginnt bei ca. 200 Euro. 

Die Reichweite von Wireless HDMI beträgt in der Regel um die 30 Meter und ist wie immer bei Funkverbindungen von der Umgebung und potenziellen Störfaktoren abhängig. Was für den Fußballfan außerdem von Bedeutung sein kann, ist die immanente Verzögerung, die durch Ver- und Entschlüsselung des Bildsignals entsteht. Diese Latenz kann zwischen zwei und fünf Sekunden betragen. Das hört sich nach nicht viel an, kann aber nicht nur im Finale einen eklatanten Unterschied machen, wenn in der Nachbarschaft bereits fünf Sekunden früher gejubelt oder aufgestöhnt wird. 

Für Wireless HDMI gibt es übrigens keinen offiziellen Standard. Bei der Anschaffung eines solchen Systems sollte deshalb verstärktes Augenmerk auf Funktechnologie (welches Funkband, welcher Kanal wird genutzt), Datenübertragungsraten und Kompatibilität gelegt werden. 

DVB-T2 HD – HD-Auflösung über eine Zimmerantenne

Völlige Unabhängigkeit von Internet und dem häuslichem Fernsehanschluss bei gleichzeitiger HD-Auflösung verspricht DVB-T2. Die Nachfolgetechnologie des allseits bekannten „Überallfernsehen“ DVB-T verspricht ein bestechend gutes Bild, das überall im Senderaum über eine einfache Antenne empfangen werden kann. Damit das wirklich so einfach vonstatten geht, ist ein Fernseher vonnöten, der über einen Triple Tuner verfügt. Diese Geräte sind in der Lage, das neue Signal einzig mithilfe einer simplen (Zimmer-)Antenne zu empfangen und zu entschlüsseln. Derart ausgestattet lässt sich die improvisierte Stadionleinwand überall dort aufstellen, wo es für den Fanblock am besten ist.

©Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland / Der Regelbetrieb des hochauflösenden Antennenfernsehens läuft seit Ende Mai 2016.

Natürlich gibt es auch Abhilfe für all jene TVs, die DVB-T2 nicht selber entschlüsseln können. In diesem Fall bedarf es lediglich zusätzlicher Hardware in Form eines speziellen Empfängers, der zwischen dem Fernseher und der Antenne zum Einsatz kommt. 

DVB-T2 wird in Deutschland seit dem 31. Mai 2016 ausgestrahlt. Allerdings im ersten Schritt nur in Ballungsräumen um ausgewählte Großstädte der Republik herum und nur mit einer begrenzten Auswahl von Programmen. Zu den Sendern, die bereits in der ersten Welle ausgestrahlt werden, gehören: Das Erste HD, ZDF HD, RTL HD, ProSieben HD, Vox HD und Sat.1 HD.

Fazit

Das Smart Home bietet uns eine breite Fülle an Möglichkeiten, unser Heimstadion flexibel zu gestalten und aufzubauen. Mit der richtigen Ausstattung und ein paar Kniffen lässt sich die Fußball-Arena schnell und unkompliziert vom Wohnzimmer in die Garage, den Partykeller oder den Wintergarten umziehen.

 

Um das Erlebnis abzurunden, fehlen nur noch ein paar satte Mobilboxen, die auch die Akustik nach draußen transportieren. Das allerdings sollte mit allen Nachbarn abgestimmt sein, und nicht nur mit denen, die sich der Fußballgemeinschaft angeschlossen haben.

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