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Fit für die Bundesliga Teil 2

Kaufberatung TV-Sound: Zum Stadionerlebnis!

Smart TVs sind flach, schick und clever. Für das perfekte Heimstadion muss aber auch der Ton überzeugen.

© Sergey Peterman/Fotolia.com

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Kommandos von der Trainerbank, Jubelgesänge der Fans, das Schrillen der Schiedsrichterpfeife oder der kollektive Aufschrei des Stadions beim Torerfolg. Fußball lebt nicht nur von der Darstellung der Mannschaften auf dem Spielfeld, sondern auch von den Emotionen um den Platz herum. Ohne die akustische Begleitung ist ein Fußballspiel gerade mal die Hälfte wert.

Guter Klang braucht Volumen 

Unsere Fernseher werden immer flacher. Das ist einerseits angenehm, weil die Geräte so immer weniger Platz einnehmen. Für das Klangerlebnis ist das allerdings keine gute Entwicklung, weil für die integrierten Lautsprecher so immer weniger Platz bleibt. Und ein guter Klang braucht viel Volumen, um sich entfalten zu können. Mitreißende Stadionatmosphäre können Smart TVs in der Grundausstattung kaum bieten. Also gilt es, in die Trickkiste zu greifen oder sich externe Hilfe zu holen. 

© Samsung / Der Fußball-Modus in Samsung-TVs optimiert nicht nur das Bild, sondern auch den Ton.

Smart TVs wären nicht wirklich smart, wenn sie nicht ein paar Kniffe auf Lager hätten, um diese Defizite zu schmälern. Dazu gehören filigrane Toneinstellungsmöglichkeiten, genauso wie vordefinierte Tonpakete, die optimiert sind für Filme, Dokumentationen oder Sport. Die Fußballmodi, die wir in unserem Artikel zum idealem Bild vorgestellt haben, bieten spezielle Ton-Funktionen, wie zum Beispiel das Reduzieren der Kommentatorenstimmen und das gleichzeitige Hochfahren der Stadiongeräusche. Am Ende des Tages bleiben diese Funktionen aber Makulatur, wenn sie alleine für verbesserten Klang sorgen müssen.  Ohne professionelle Hilfe aus der HiFi-Industrie wird das Vibrieren in der Bauchmitte ausbleiben. 

Warum in der Ferne suchen? 

Die einfachste Möglichkeit, den Klang einer Fernsehübertragung zu verbessern, steht vielleicht schon ungenutzt auf der HiFi-Bank. Im Prinzip lässt sich nämlich jede Stereo-Anlage und jedes Soundsystem auch an den Fernseher anschließen. Das funktioniert mit Kompaktanlagen genauso wie mit mehrstufigen Stereoanlagen. Mit dem richtigen Kabel verbunden, verwandelt sich so jedes Musiksystem in eine Ausgabequelle für den Ton eines Fernsehers und somit als potenzielles Upgrade für das Klangerlebnis. 

Schnelle Hilfe durch Decks und Bars 

Natürlich sind sich die Hersteller der Klang-Problematik der Smart-TVs sehr wohl bewusst. Das hat zur Folge, dass mittlerweile eine fast unüberschaubare Vielzahl von Audio-Lösungen für Smart-TVs angeboten wird. Nachdem nur die Wenigsten über den Platz und das Budget für profi-ähnliche Multi-Lautsprecher-Systeme verfügen, erfreuen sich deshalb sogenannte Soundbars und Soundbases (auch unter dem Begriff Sounddeck bekannt) großer Beliebtheit. Beides sind vergleichsweise kostengünstige Zusatzlösungen für das Fernsehsystem, die das Audio-Defizit der flachen Bildschirme beheben. Einsteigerangebote beginnen bei 250 Euro auf einer nach oben hin natürlich offenen Skala und werden von so gut wie allen HiFi- und Elektronikunternehmen angeboten.

©Sonos / Die Sonos-Soundbar verbessert nicht nur den Fernseh-Ton, sondern spielt dank Integration ins häusliche WLAN auch Musik vom Smartphone ab.

Vor der Anschaffung eines Lautsprechersystems gilt es außerdem, sich über einen potenziellen Mehrwert Gedanken zu machen. Soundbars und -decks werden oft auch als Multiroom-Lösung angeboten. Der bekannteste Anbieter dieser Lösungen ist derzeit Sonos, aber auch Raumfeld, Denon, Bose und viele andere setzen in Zeiten von Smart Home auf die Möglichkeit, Audiolösungen parallel in mehreren Räumen zu nutzen. Eine solche Lösung würde den Fernseher nicht nur zur Fußballstadion-Simulation machen, sondern darüber hinaus die Stereo-Anlage ersetzen. Mit dem Internet verbunden und App-gesteuert greifen Multiroom-Geräte auf die Vielzahl der heute angebotenen Musikdienste zu und lassen sich untereinander synchronisieren, parallel schalten und steuern. 

Soundbases 

Soundbases sind meist rechteckige, bisweilen recht voluminöse Klangverstärker, die als eigenständige Lautsprechereinheit arbeiten und über den HDMI oder Tosslink-Ausgang mit dem Fernseher verbunden werden. Soundbases bieten sich insbesondere in Umgebungen an, in denen der Fernseher nicht an der Wand montiert ist, denn diese lassen sich dann direkt auf dem Deck aufstellen.

©Sony / Soundbases wie die Sony HT-XT3 sind zwar größer als Soundbars, dafür kann der Fernseher in der Regel auf die Base gestellt werden.

Das ist aus Platzgründen oft sinnvoll und angenehm. Dank der kompakten Bauform verfügen Soundbases sehr häufig über integrierte Subwoofer und präsentieren sich so als Alles-In-One-Universallösung, die Ruck Zuck aufgebaut und betriebsbereit ist. 

Soundbars 

Länger, flacher und nicht ganz so voluminös wie die Soundbases sind Soundbars, die ebenfalls über das notwendige Repertoire an Hoch- Mitte- und Tiefenlautsprecher verfügen. Allerdings spielt bei dieser Produktkategorie wieder das Thema Volumen eine Rolle, denn in die schlanke Bauart lässt sich die Wucht von Subwoofern nicht ideal einbringen. In der Mehrzahl der Fälle verzichten die Hersteller deshalb darauf, Bassverstärker einzubauen und bieten diese stattdessen als Zusatzprodukt an. Auf diese Weise ist der eben gewonnene Platz wieder verloren – allerdings nicht auf der HiFi-Bank des Heimstadions, denn Subwoofer können überall aufgestellt werden um ihren Dienst zu verrichten.

©Bose / Die Bose Solo 5 kann sowohl vor einem Fernseher als auch hängend positioniert werden.

Ihre schlanken Abmessungen prädestinieren Soundbars zur Wandmontage – idealerweise direkt unter einem ebenfalls aufgehängtem Flachbildfernseher. Wem das zu viel Aufwand ist, oder wer seinen TV weiterhin mit einem Standfuß nutzen möchte, der kann seine Soundbar natürlich auch vor dem Fernseher in Stellung bringen. Achtung ist dabei aber insofern geboten, dass die Soundbar das Fernbedienungsfeld nicht blockieren darf.  

Surround Sound 

Um möglichst nah an das echte Stadionerlebnis heran zu kommen, ist ein bisschen mehr Platz, Aufwand und Budget notwendig. Für echten Surround-Sound im Wohnzimmer sorgt ein 5.1-Lautsprechersystem oder höher in Kombination mit einem entsprechendem AV-Receiver. Letzterer empfängt und entschlüsselt das eingehende Tonsignal und steuert die angeschlossenen Lautsprecher entsprechend an.

In einem 5.1-Lautsprechersystem kommen zusätzliche sechs Lautsprecher ins Spiel, die aufeinander abgestimmt und aufgebaut werden müssen. Drei davon werden vor dem Zuschauer positioniert und fungieren als Hauptlautsprecher links, Mitte und rechts. Zwei weitere werden hinter dem Nutzer aufgestellt und geben den Surround-Ton links und rechts wieder. Ein Subwoofer komplettiert das Ensemble und sorgt für das angenehme Grummeln im Magen, das die Bässe hervorrufen.

©Samsung / Den besten Sound fürs Heimkino ermöglicht ein Surround-Sound-System.

Surround-Systeme stellen die klangliche Champions League dar und machen nicht nur bei Fußballspielen einen gewaltigen Unterschied, was die Atmosphäre angeht. Dafür beanspruchen sie aber auch sehr viel Platz und ziehen, sofern sie nicht per Funk steuerbar sind, jede Menge Kabel hinter sich her. 

Fazit

Smart TVs punkten durch ihre Funktionsvielfalt und die Bilddarstellung – nicht durch überzeugende Klangwelten. Um richtig in eine Parallelwelt abtauchen zu können, ist ein Upgrade in Form eines Lautsprechersystems unumgänglich. Bei der Fußballübertragung genauso wie beim Liebesfilm.

 

Sounddecks und –bars bieten bereits für überschaubares Geld einen erheblichen Mehrwert, der das TV-Erlebnis drastisch verbessert. Wer es sich leisten kann und den Platz dafür hat, wird sicherlich ins oberste Regalfach greifen und sich rechtzeitig zum Anpfiff mit einer Surround-Anlage ausstatten wollen.

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