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Teil 2: NAS-Speicher

Mach mal lauter – Beschallung im ganzen Haus

Für große Musiksammlungen sind Netzwerkfestplatten der ideale Speicherort. Beim Kauf gibt es aber einiges zu beachten.

Seagate in Wohnzimmer

© Seagate

Im zweiten Teil dieser Serie wird Schritt für Schritt erklärt wie man eine Netzwerkfestplatte (kurz NAS für Network attached Storage) einrichtet. Denn wer MP3s gleich gigabyteweise hortet, sollte sie besser auf einer NAS, als auf dem PC speichern. Der Vorteil: Alle ans Netzwerk angeschlossenen Geräte können auf die dort gespeicherten Daten, inklusive Filme und Musik, zugreifen.

Das ist eine NAS

Per Definition versteht man unter einer NAS einen eigenständigen Datenspeicher, der im Gegensatz zu einem NAS-Server nicht aus einem vollwertigen Rechner besteht. Er ist vielmehr eine kompakte, mit Festplatten bestückte Box, die sich oftmals erst durch ihre Netzwerkschnittstelle von externen USB-Festplatten unterscheidet.

Welche Vorteile bieten Netzwerkfestplatten?

Drahtloser Zugriff: Wer einen WLAN-Router samt Funknetzwerk betreibt, kann drahtlos von jedem PC, Tablet oder Smartphone im gleichen Funknetzwerk auf die Festplatte zugreifen, wenn sie korrekt im Netz installiert wurde.

Streaming: Viele moderne Geräte der Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Spielkonsolen und Blu-Ray-Player können auf NAS-Speicher zugreifen und die darauf gespeicherten Filme, Musik und Fotos abspielen. Der Umweg über externe Datenträger wie USB-Sticks oder Festplatten entfällt. Dazu muss das NAS-System nur eine entsprechende Funktion für die Medienwiedergabe mitbringen, beispielsweise nach dem weit verbreiteten DLNA-Standard.

Einfache Inbetriebnahme: Die Einrichtung ist im Idealfall in wenigen Minuten erledigt. In der Regel wird die Platte direkt mit dem WLAN-Router verkabelt und ist so mit dem Netzwerk verbunden. Die passenden Kabel liegen den Netzwerkfestplatten bei. Dank Plug-and-Play und Software-Assistenten, die bei der Einrichtung helfen, ist auch die Konfiguration bei den meisten Geräten kein Hexenwerk. Mit ein paar Klicks sind auch gleich entsprechende Ordner auf der NAS freigegeben, deren Inhalt im gesamten Netzwerk verfügbar ist.

Für jeden Haushalt geeignet: Alles, was man benötigt, ist ein handelsüblicher Computer und ein WLAN-Router. Den gegebenen Netzwerkumgebungen passen sich die Netzwerkfestplatten in der Regel reibungslos an – egal ob DHCP, feste IP-Adresse, Windows, Linux oder Apple. Es gibt aber dennoch ein paar Dinge, auf die man beim Kauf achten sollte.

Wichtiger Punkt: Back-ups

In erster Linie bestimmt die Anzahl der Einschübe den Preis einer NAS: je mehr, desto teurer. Neben der potenziell erhöhten Speicherkapazität haben mehrere Festplatteneinschübe einen großen Vorteil: eine erhöhte Datensicherheit. Denn natürlich kann man sich auf die Festplatte in einer NAS genauso viel oder wenig verlassen wie auf die in einem Notebook oder PC. Im ungünstigsten Fall gibt sie unangekündigt ihren Geist auf und nimmt dann die über die Jahre gepflegte Musiksammlung mit ins Grab.

Netzwerkfestplatten mit mindestens zwei Einschüben verhindern diesen Albtraum mittels Datenspiegelung (RAID 1). Bei dieser Technik wird der Inhalt der einen Platte automatisch auf die andere übertragen. Fällt eine der beiden Festplatten aus, sind alle Daten trotzdem komplett auf der zweiten Platte gesichert. Kein Vorteil ohne Nachteil: Die Kapazität halbiert sich. Sind also zwei Terabyte-Festplatten am Start, bleibt nur ein Terabyte für die Datenspeicherung übrig. Alternative: Die Speicherkapazität beider Festplatten nutzen und eine externe Festplatte als Back-up-Laufwerk verwenden. Dank USB-Anschluss bieten viele Netzwerkfestplatten diese Möglichkeit an.

Erfreulich günstig

Die Preise werden immer attraktiver. Der Aufschlag gegenüber einer gleichwertigen USB-Festplatte beträgt bei günstigen Netzwerkfestplatten mit eingeschränkten Funktionen nur rund 30 Euro. Dass sich fast alle NAS ebenso als USB-Festplatte nutzen lassen, macht die Sache noch interessanter. Preislich sind nach oben kaum Grenzen gesetzt. Je nach Gusto gibt es etwa Modelle mit Einschüben für bis zu acht Festplatten. Solche High-End-Modelle kosten dann schnell 1.000 Euro und mehr, sind allerdings für den Hausgebrauch überdimensioniert.

Kaufempfehlung: Seagate Personal Cloud

Die Seagate-NAS gibt es nur mit eingebauter Festplatte ab einer Größe von 3 Terabyte. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet hingegen die Variante mit 4 Terabyte (STCR4000200) für rund 180 Euro. Angesichts der Tatsache, dass herkömmliche Festplatten dieser Größe schon um die 140 Euro kosten, ist das ein Spitzenpreis. Mit nur einem Festplattenschacht bietet die Seagate Personal Cloud zwar kein RAID 1 für die Datenspiegelung, hat aber zwei USB-Anschlüsse zum Anschließen weiterer Laufwerke. Abgesehen davon präsentiert sich die „Personal Cloud“ als runde Sache. Die Einrichtung klappt problemlos, auch die Cloud-App auf dem Smartphone ist schnell verbunden. Außerdem punktet die NAS mit guter Leistung und moderatem Stromverbrauch.

So geht’s: Netzwerkfestplatte als Musikserver einrichten

Wie man eine Netzwerkfestplatte als Musikserver im Netzwerk einrichtet, erklärt diese Anleitung anhand der Seagate Personal Cloud. Bei anderen Modellen ist das Prinzip ähnlich.
 

 

1. Zunächst wird das NAS-System per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden und mit Strom versorgt. Nach dem Einschalten dauert es in der Regel einige Minuten, bis es einsatzbereit ist. Das erkennt man an der dauerhaft weiß leuchtenden LED

2. Im Datei-Explorer von Windows (Windows-Taste + E) erscheint nun unter „Netzwerke“ der neue Eintrag „Personal Cloud“. Per Doppelklick darauf öffnet sich das sogenannte Dashboard beim ersten Mal mit dem Einrichtungsassistenten. Mit dessen Hilfe sind das Benutzerkonto und alles andere flott eingerichtet.

3. Im nächsten Schritt wird die Netzwerkfestplatte mit dem Windows-Explorer verknüpft. So lassen sich unkompliziert Daten wie Musikdateien herüberkopieren. Dazu klickt man im Windows-Explorer auf „Dieser PC“ und „Netzlaufwerk verbinden“. Es folgen Klicks auf „Durchsuchen“, „Personal Cloud“, „Public“, „OK“ und „Fertig stellen“. Unter „Dieser PC“ erscheint daraufhin der Ordner „Public (\\PERSONAL CLOUD)“. Jetzt lassen sich Daten wie Musikdateien unkompliziert per Drag-and-drop herüberkopieren. 

4. Nach einem Klick darauf, erscheinen diverse Unterordner, darunter „Music“. Hier wird die Musiksammlung hineinkopiert. Je nach Größe der Sammlung ist ein wenig Geduld nötig. 

5. Die fürs Streamen wichtigen Standards UPnP und DLNA sind bei der Personal Cloud standardmäßig aktiviert. Zusätzlich lässt sich Musik auch per iTunes streamen. Die entsprechende Funktion kann man im Dashboard im „Geräte-Manager“ unter „Dienste“ aktivieren.

6. Smartphones und Tablets aller Art können mithilfe der kostenlosen App „Seagate Media-App“ auf die auf der Netzwerkfestplatte gespeicherte Musik zugreifen. Gleichzeitig lässt sie sich per Bluetooth oder Airplay an netzwerktaugliche Lautsprecher und Anlagen verteilen.

Tipp: Wie sich die Musik direkt über Fernseher, Musikanlagen und Blu-ray-Player über WLAN oder LAN abspielen lässt, steht im ersten Teil dieser Serie.

Zusammenfassung

Netzwerkfestplatten eignen sich ideal als zentrales Medienarchiv. Sie sind nicht teuer und lassen sich in wenigen Minuten einrichten. Wer eine einfache, preisgünstige Lösung sucht, greift zur Seagate Personal Cloud STCR4000200, die kaum teurer ist als eine herkömmliche Festplatte mit gleicher Kapazität.

Mehr zum Thema "Mach mal lauter - guter Sound im ganzen Haus" gibt es in den anderen Teilen dieser Serie:

 

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