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Smart Home

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Universal-Empfangsbox

Mit Vion das Wohnzimmer vereinfachen

Aus Frust wurde eine Idee: Ein junger Erfinder möchte das Wohnzimmer technisch besser und einfacher machen.

Vion Receiver in einer Hand

© 2015 Simplex Technologie GmbH

Am Anfang vieler Geschichten über Erfinder und ihre Produkte steht ein Erlebnis. So ist das auch bei Finn Plotz: Vor zwei Jahren zog der damals knapp 18-jährige Schüler zusammen mit seinen Eltern los, um das heimische Wohnzimmer technisch ins 21. Jahrhundert zu befördern. Als der neue Flat-TV samt digitaler Zuspieler endlich fertig installiert im Wohnzimmer stand, weigerten sich die Eltern laut Plotz aber, die neuen Geräte mit ihren verschiedenen Fernbedienungen zu benutzen. Der Gerätepark war auf einen Schlag zu kompliziert geworden.

Aus der Schule in die Gründerszene

„Das muss doch auch einfacher gehen“, dachte sich der clevere junge Mann und erfand eine schlaue Box namens „Vion“ (für rund 280 Euro vorbestellbar). Sie soll künftig einiges im Wohnzimmer überflüssig machen und gleichzeitig den Fernseher, weitere Zuspieler und auch eine angeschlossene Audioanlage steuern. Dass er mit seinem Projekt Neuland betrat, war Finn Plotz durchaus bewusst: „Vion war für mich der Sprung ins kalte Wasser. Ich hatte zuvor noch nie ein Unternehmen geleitet, geschweige denn ein hochkomplexes technisches Produkt entwickelt. So war mir von Anfang an klar, dass es eine schwierige, langwierige und kostspielige Aufgabe sein würde, meinen Traum vom perfekten Produkt wahr werden zu lassen."

Finn Plotz, Erfinder von Vion

Sein Startup taufte Finn Plotz auf den Namen „Simplex Technologies“, das Gerät heißt Vion. Es steckt heute in den letzten Entwicklungsschritten und hat bereits ein vielversprechendes Design. Das Motto lautet: „Alles aus einer Hand, in deiner Hand.“ Dank der universell einsetzbaren Box sollen das Fernsehen und alle anderen Medien im Haus über eine einzige Fernbedienung gesteuert werden können. Der 20-jährige Gründer fasst die Idee und die Hauptfunktionen von Vion in einem kurzen Video anschaulich zusammen. 

Vorbilder aus Kalifornien

Kennern der Materie wird schnell klar, dass nicht nur die Machart des Videos, sondern auch das Design und vor allem die schlichte Fernbedienung von Vion an Produkte von Apple erinnern. Dabei greift Finn Plotz mit seiner Erfindung auch tatsächlich die Konzepte von Streaming-Boxen wie Apple TV, Google Nexus Player oder Amazon Fire TV auf, geht aber noch einen Schritt weiter und bestückt sie mit mehr Funktionen: Vion hat den international bekannten Streaming-Boxen neben der Universal-Steuerung des übrigen Geräteparks auch einen TV-Empfänger für alle Empfangsarten voraus, der dank CI+-Karteneinschub auch alle gängigen Pay-TV-Kanäle über zugehörige Kartenleser und deren Smartcards entschlüsseln kann.

Einen solchen Funktionsumfang bietet sonst tatsächlich kein Gerät auf dem Markt. Die größten Brocken bei der Entwicklung seien die Herausforderungen rund um CI+ und die extrem hohen Sicherheitsanforderungen gewesen, sagt Finn Potz. „Deutlich einfacher als erwartet lief dagegen die Zusammenarbeit mit rund um den Erdball verstreuten Kollegen und die Qualitätssicherung im Werk im chinesischen Shenzhen“, berichtet er weiter.

Vion Box und Receiver

Auch Onlinedienste bringt Vion vom Start weg mit. Dank einer Kooperation mit der Media-Saturn-Holding soll etwa der von diesem Fachhandelskonzern eingeführte Musik- und Video-Streamingdienst „Juke“ direkt über die Box erreichbar sein. Diese und weitere Onlinevideotheken haben aktuelle Smart-TVs zwar auch an Bord, doch sind deren App- und Mediatheken-Menüs häufig unübersichtlich, so dass die ungeübten Nutzer lieber einfach nur zappen. Künftig sollen auch andere Onlinedienste über die Box verfügbar sein. Verbreitete Streaming- und Fernsteuerungsformate von Tablet-PCs oder Smartphones sollen das möglich machen, deutet Finn Plotz an.

Technisch setzt Vion auf einen leistungsfähigen Mehrkern-Prozessor, einen separaten Grafikprozessor und je einen Doppeltuner für Antennen-, Kabel und Satellitenempfang mit einem Einschub für Pay-TV-Smartcard-Leser (CI+-Einschub). Daneben gibt die Box alle gängigen digitalen Medienformate (Fotos, Videos und Musik) von Datenträgern oder über das Heimnetzwerk wieder.

Universelle Steuerung mit wenigen Knöpfen

Bemerkenswert ist vor allem die Fernbedienung. Sie bricht mit allen bekannten Designs und liegt eher wie eine große Muschel in der Hand als ein typischer Controller. Sie kommuniziert per Funk mit der Box und lässt sich in einer Mulde auf der Box ablegen. Hier eingerastet, lädt sich ihr eingebauter Akku kabellos auf. Abgesehen von einem Steuerfeld für die Menü-Navigation, der Lautstärkeregelung und einer „Home“-Taste besitzt die Vion-Fernbedienung nur drei Funktionstasten für TV, Filme und Musik. Der Aufbau der zugehörigen Bildschirmmenüs ist noch nicht bis ins letzte Detail bekannt, doch auch hier herrscht in allen Beispielen schlichte Ordnung. TV-Sender werden in der Senderliste mit ihren Logos gekennzeichnet, Filme und Musikalben erscheinen in einem übersichtlichen Cover-Mosaik auf dem Bildschirm. Das schlichte und eingängige Design aller Komponenten könnte ausschlaggebend sein, sich eine Vion zuzulegen – zumindest für all die TV-Zuschauer, die von den App-Sammlungen vieler Smart-TVs überfordert sind. 

Zusammenfassung

Auch wenn noch nicht alle technischen Fragen rund um das Produkt geklärt sind, zählt Vion zu den spannenden Video- und TV- Entwicklungen der letzten Jahre. Nicht, weil die Box etwas besonders Innovatives kann, sondern weil sie statt der Technik den Benutzer und mediale Inhalte in den Mittelpunkt rückt.

Wir haben Finn Plotz exklusiv zum Thema befragt. Hier geht's zum Interview: 

 

 

 

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