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Title: Entertainment
Streaming

Pay-TV oder gratis: Das große ABC der Streamingdienste

Immer mehr Streamingdienste bieten immer mehr Filme, Serien und Dokus zur kostenlosen oder kostenpflichtigen Nutzung an. Hier ist der Überblick.

©iStock.com/AntonioGuillem

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Der eigene Programmdirektor zu sein, wird in Deutschland immer beliebter – das klassische lineare Fernsehen dagegen sei nur noch bei zwei Dritteln der Zuschauer gefragt, sagen die Landesmedienanstalten. Ende 2018 erreichten die Mediatheken der TV-Sender ein Drittel der Bevölkerung, und fast jeder Dritte nutzt die Angebote von Netflix, Sky, Amazon oder anderen Streaminganbietern. Tendenz: deutlich steigend.

Bevor das große ABC der Streamingdienste startet, hier noch zwei Tipps aus dem redaktionellen Angebot von Smart-Wohnen: Für den Abruf der Streamingdienste gibt es zahlreiche Smart-TV-Boxen, die auch betagteren Fernsehgeräten Beine machen und dank hoher Leistung für mehr als nur Videostreaming taugen. Die günstigere Lösung, auch für ältere Fernseher, sind Streaming-Sticks, mit denen sich HDMI-fähige Geräte zum Smart-TV aufrüsten lassen.

CINENET

Gratis. Cinenet ist kein eigenständiger Streamingdienst, sondern ein Kanal innerhalb von YouTube, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Filmperlen aus verschiedenen Jahrzehnten und Genres kostenlos abrufbar zu machen. Als besonderes Highlight im Angebot gelten Klassiker von Hitchcock und Charlie Chaplin.

©iStock.com/YinYang

Crunchyroll

Gratis oder mit Grundgebühr. Die Online-Community und On-Demand-Plattform aus den USA bietet über 800 Animes, Mangas und asiatische Real-Serien und -Filme. Kostenlos kann in Standardauflösung und mit Werbeeinblendungen geschaut werden. Wer keine Werbung und lieber HD-Streams wünscht, zahlt 4,99 Euro pro Monat für den Premiumzugang, den man 14 Tage gratis testen kann.

Internet Archive

Gratis. Wer sich die Mühe macht, den Filmabend vorab mit einiger Suche zu füllen, findet im Internet-Archiv archive.org – eigentlich bekannt für die Sicherung aller Webseiten – auch viele Filme in englischer Sprache. Vor allem große Klassiker lassen sich einfach herunterladen oder streamen. Allerdings sollte man zur Eingrenzung erst einmal Google anwerfen und als Suchbegriff die Filmvorlieben zusammen mit „Internet Archive“ ausprobieren.

iTunes

Kostenpflichtig. Wie die Geräte von Apple, so auch der Streamingdienst: iTunes ist teuer, aber gut. Die Auswahl an Filmen und Serien ist riesig, der Sound hervorragend und ausgeliehene Titel können bis zu 30 Tage abgerufen werden. Eine Flatrate gibt es dagegen nicht, nur Pay-per-View – also Bezahlen pro Abruf. Die Preise für Leihfilme bewegen sich im üblichen Rahmen, bei Einzelkäufen jedoch (meist 15 Euro) überlegt man sich den Kauf einer Blu-ray. Als eingeschränkt gelten die Abspielmöglichkeiten, weil Apple den Schwerpunkt auf sein eigenes Ökosystem legt.

Maxdome

Kostenpflichtig. Nach eigenen Angaben bietet Maxdome mit 50.000 Titeln hierzulande das größte Angebot und gehört zur Pro-Sieben-Sat.1-Gruppe, weshalb vor allem Filme und Serien aus diesem Pool auffallen – aber auch lizenzierte Filme aus Hollywood & Co. sind abrufbar. Der Zugang bietet eine Mischung aus Einzelabruf für das volle Sortiment und einer Flatrate mit reduziertem Angebot, die 7,99 Euro pro Monat kostet. 30 Tage kann gratis getestet werden, außerdem ist ein Offline-Modus integriert. Sehr gut ist auch die große Bandbreite an abspielfähigen Geräten.

Mediatheken

Meist gratis, teilweise kostenpflichtig. Die Mediatheken der großen deutschen Fernsehsender funktionieren im Grunde ebenfalls wie Streamingdienste und verfügen über ein schier unerschöpfliches Reservoir an Filmen, Serien, Dokus, Unterhaltungssendungen, Reportagen und vielem mehr. Viele Videos sind zeitlich unbegrenzt, manche begrenzt abrufbar – analog zu den Lizenzierungsstrategien der Filmplattformen. Dafür werden immer mehr Filme und Serienfolgen schon vor der TV-Ausstrahlung angeboten. Im Gegensatz zu den generell kostenlosen Angeboten der öffentlich-rechtlichen Sender bieten die Privatsender – über teils eingeschränkte Gratisangebote hinaus – den vollen Zugriff nach Abschluss eines monatlichen Abos.

©iStock.com/metamorworks

MySpass

Gratis. MySpass bietet gezielt Serien und Shows aus dem Comedy-Bereich, hergestellt von der Produktionsfirma Brainpool – am bekanntesten sind zum Beispiel „Stromberg“, „Pastewka“ und „Ladykracher“. Hinzu kommen Comedy-Inhalte, die eigens für das Internet produziert wurden. Die Web-Plattform ist werbefinanziert und kostenlos. Darüber hinaus gibt es die Inhalte von MySpass auf zahlreichen kostenpflichtigen Plattformen auch ohne Werbung zu sehen, dann jedoch zu den üblichen Kosten des jeweiligen Portals.

Netflix

Kostenpflichtig. Das Angebot des Weltmarktführers wächst stetig und zeichnet sich durch ein riesiges Angebot an Filmen, Serien und vielen, teils hochgelobten Eigenproduktionen aus – einzig Amazon kann bei exklusiven Inhalten noch mithalten. Die Flatrate (kein Einzelabruf) kann 30 Tage getestet, dann monatlich gekündigt werden und kostet 7,99 Euro in der Standardauflösung (1 Gerät gleichzeitig), 10,99 Euro in HD-Qualität (2 Geräte) oder 13,99 Euro in HD und Ultra-HD (4 Geräte). Filme und Serien können teilweise offline verfügbar gemacht werden, um sie zum Beispiel unterwegs zu schauen.

Netzkino

Gratis. Der deutsche Anbieter Netzkino nennt sich selbst „das Free-TV der Zukunft“, finanziert sich durch Werbung und läuft auf fast allen mobilen Geräten, auf Smart-TVs führender Hersteller und auf der Webseite netzkino.de. Das Sortiment mit über 2500 Filmtiteln führt neben bekannteren Filmen vor allem Independent-Produktionen und ältere Filme. Die Inhalte sind nach Genres sortiert, außerdem werden regelmäßig Themen-Specials zusammengestellt.

Prime Video

Kostenpflichtig. Zusammen mit Netflix ist Prime Video von Amazon wohl der bekannteste Streamingdienst. Das Angebot an Filmen und Serien ist beachtlich, die Kosten sind relativ gering (69 Euro pro Jahr inklusive aller „Prime“-Vorteile, alternativ 7,99 Euro monatlich, Studenten zahlen 3,99 Euro oder jährlich 34 Euro), und auch die Wahlfreiheit überzeugt: Zusätzlich zum kostenlosen Sortiment können Filme per Bezahlung geliehen oder gekauft werden. Das Angebot kann 30 Tage lang gratis getestet werden.

©iStock.com/Dmytro Aksonov

Sky Ticket

Kostenpflichtig. Bei Sky zieht man ein „Entertainment-Ticket“ für 9,99 Euro und bewegt sich dann einen Monat lang in der Film- und Serienwelt des Pay-TV-Anbieters, was auch den Zugriff auf zehn Sender beinhaltet. Zudem lassen sich bis zu 20 Filmneuheiten, die erst kürzlich im Kino zu sehen waren, über ein „Cinema-Ticket“ schauen – für 14,99 Euro pro Monat. Auch Sport-Tickets gibt es, diese beinhalten alle von Sky übertragenen Sport-Events – für 9,99 Euro pro 24 Stunden, 14,99 Euro für eine Woche oder 29,99 Euro für einen Monat, wobei alle diese Varianten automatisch auslaufen und nicht etwa verlängert werden.

Videobuster

Kostenpflichtig. Über den Verleih von DVDs und Blu-rays hinaus bietet Videobuster auch einen VoD-Service an, über den einige tausend Filme per Stream abgerufen werden können. Die Preise bewegen sich meist zwischen 4 Euro fürs Leihen und 14 Euro für den Einzelkauf. 30 Tage kann getestet werden, und für jeden Titel gibt es eine kostenlose Preview von 3 bis 5 Minuten.

Videoload

Kostenpflichtig. Die Online-Videothek der Telekom funktioniert ohne Abo, also ausschließlich zum Mieten und zum Kaufen, und ist mit über 20.000 Filmen und Serienfolgen ebenfalls beachtlich groß. Mit dem gleichen Zugang ist der Zugriff von bis zu fünf Geräten aus möglich, drei Zuschauer können gleichzeitig streamen.

©Fotolia/georgejmclittle

Viewster

Gratis. Der Schweizer Streamingdienst bietet eine Auswahl an beliebten und klassischen Animes sowie Webshorts, Filme und mehr – die Wiedergabe ist weltweit möglich und das auf vielen Endgeräten. Eine Redaktion stellt Kanäle zusammen „für das Beste aus Gaming, Comedy und Animation“. Die Shows und Filme sind werbefinanziert und können einfach per Mausklick gestartet werden.

Vimeo

Gratis. Vimeo gilt als hochwertigeres Pendant zu YouTube, vor allem aufwendig produzierte Naturfilme und Sportaufnahmen finden sich im Angebot. Im Herbst 2017 übernahm Vimeo den Anbieter Livestream, um damit ein eigenes Livestream-Angebot zu starten. Einen guten Einblick gibt der Staff-Picks-Kanal, in dem die Vimeo-Redaktion ausgewählte Videos präsentiert. Noch ist Vimeo nicht auf jedem Gerät abspielbar, auf den wichtigsten Plattformen dagegen schon.

Watchbox / TV NOW

Noch gratis, demnächst kostenpflichtig. Watchbox ist der Nachfolger des früheren RTL-Portals Clipfish, soll aber Ende März eingestellt und komplett im Streamingangebot TV NOW von RTL integriert werden. Watchbox liefert „über 1300 Filme mit Starbesetzung, internationale Spielfilmperlen, Actionreiches oder Kurioses“ – ohne Abo-Zwang und mit Unterstützung vieler Geräte.

TV NOW ist die Mediathek der RTL-Gruppe (siehe auch: Mediatheken) und bietet Serien, Shows und Filme ebenso wie Live-TV. Zahlreiche Inhalte aus dem Fernsehprogramm sind schon vor der TV-Aussstrahlung abrufbar. Das Grundangebot ist kostenlos, das Premiumangebot kann 30 Tage gratis getestet werden und kostet dann 4,99 Euro pro Monat.

YouTube

Gratis oder mit Grundgebühr. Von Comedy über Musikvideos und Shows, über alle möglichen Interessen, bis hin zu kompletten Serien – das Videoportal von Google ist ohne Frage das wichtigste Portal für unabhängige Videoproduzenten. Kanäle können abonniert werden, um keine interessanten Inhalte mehr zu verpassen. YouTube lässt sich auf nahezu jedem smarten Gerät nutzen – kostenlos und mit Werbeeinblendungen. Für mehr Komfort werden 11,99 Euro verlangt: Dann gibt es werbefreie Video- und Musik-Wiedergabe, Download-Funktion für Videos und Musik, die Möglichkeit der Hintergrund-Wiedergabe beim Starten anderer Apps sowie exklusive Serien in der Reihe „YouTube Originals“. Das Familien-Abo für bis zu sechs Personen kostet 17,99 Euro.

 

Fazit

Höchste Zeit, der eigene Programmdirektor bzw. die eigene Programmdirektorin zu werden! Das Angebot an „streambaren“ Filmen, Serien, Dokus und Shows ist hierzulande so groß, dass längst die Qual der Wahl bleibt: Welches Portal soll ich nehmen? Die Antwort darauf gibt es leider nicht, genausowenig den „perfekten“ Anbieter – denn Lücken finden sich in allen Angeboten. Der meist verfügbare Probemonat ermöglicht aber einen kostenlosen Test, und zur Not können auch Einzelabruf-Services in die Bresche springen. Wer gezielt einen Film sucht, sollte zuerst auf der Webseite werstreamt.es nachschauen, welcher Anbieter den Film im Programm hat – und zu welchem Preis.

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