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Smart Home

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Spiel und Spaß

Schlaue Technik, schlaue Kinder - Wunschdenken?

Die Zeiten als Kinder nur mit Bauklötzchen und Puppen spielten, sind längst vorbei. Technische Innovationen sorgen für mehr Sicherheit und mehr Inspiration

Intelligente Technik zieht ins Kinderzimmer.

iStock.com/romrodinka

Kinder sind neugierig und erkunden ihre Welt. Steckdosen im Zimmer bilden daher eine große Gefahrenquelle. In einem Smart Home lassen sie sich gezielt ein- und ausschalten: Wo kein Strom fließt, sind die Kinder sicher davor. Auch die Aktivierungsdauer des Nachtlichtes beispielsweise oder die dezente Beleuchtung von Schalter und Steckdosen können gesteuert werden und vermitteln ein Sicherheitsgefühl im dunklen Raum. 

Immer im Blick!

Einfache Babyphones gibt es schon seit Jahrzehnten, doch diese waren blind und nicht smart. Moderne Geräte hingegen verfügen über viele Sensoren, haben eine eingebaute Kamera und übertragen Bild und Ton auch auf Smartphones. So sendet beispielsweise das Motorola MBP 853 ein Livevideo in HD (720p)-Qualität aus dem Kinderzimmer an den mitgelieferten Bildschirm, an Smartphone oder Tablets. Alles ist natürlich gut verschlüsselt, wie Motorola verspricht. Die Kamera ist schwenk- und neigbar und bietet sogar eine Nachtsichtfunktion. So haben Eltern ihr Baby immer im Blick und können sich beruhigt in anderen Räumen aufhalten. Das Gerät ist in verschiedenen Ausstattungsvarianten weltweit lieferbar und kostet rund 250 Euro.

Nur etwa die Hälfte kostet das Philips B120S/10. Es liefert ebenfalls Videobilder in HD-Qualität an das Handy und verfügt auch über eine Nachtsichtfunktion. Sobald sich das Baby bewegt, schalten die Sensoren die Ihealth Babykamera iBaby Wifi M2 ein. Die sendet dann ebenfalls Bewegtbilder in HD-Qualität an iPhone oder iPad. Sie ist mit Infrarotlicht ausgestattet und die Empfindlichkeit der Sensoren ist einstellbar. Das Gerät kostet etwa 189 Euro.

Intelligentes Spielzeug

Auf der Computermesse Cebit in Hannover stellte das amerikanische Start-up Elemental Path den Knuddel-Dino „Cognitoy“ vor. Er nutzt das Gehirn des Superrechners Watson von IBM und soll kleinen Kindern in Gesprächen Fragen beantworten, allerdings erst einmal nur auf Englisch. Laut Hersteller ist der Dinosaurier ein Spielzeug der nächsten Generation, das mit dem Internet verbunden ist und zusammen mit Kindern spielt und lernt. Die Entwickler überlegen, auch andere Sprachen zu unterstützen. Das Gerät ist auf der Webseite in drei Farben für rund 120 Dollar vorbestellbar. Auslieferung in den USA ist ab Dezember 2015 geplant. Ob und wann es der Dino nach Deutschland schafft, ist noch offen.

Plüschtier als bester Freund, mit Kamera und Mikro

Auch Google ist auf dem Gebiet der Kindersicherheit tätig und hat vor einiger Zeit ein Patent für ein smartes Plüschtier eingereicht, das aber noch nicht bewilligt wurde, berichtet der Googlewatchblog. Auf dem ersten Blick sieht das Plüschtier von Google wie ein herkömmlicher Teddybär aus, dabei ist es mit Technik vollgestopft. Laut Patentantrag sind Kameras, Mikrophone, Lautsprecher und mehrere Motoren verbaut. Das Spielzeug soll seinen kindlichen Besitzer erkennen, die Gesten analysieren, Fragen beantworten und so zum besten Freund des Kindes werden, den es überall mit hinnimmt. Das Spielzeug soll andere, nicht genau genannte Geräte steuern können wie etwa die Beleuchtung oder den Fernseher.

Allerdings ist unklar, ob das Patent erteilt werden wird, zu groß scheint die Angst vor der totalen Überwachung des Kindes und des damit verbundenen Verstoßes gegen den Datenschutz. Auch würden sich wahrscheinlich die meisten Eltern fragen, ob der beste Freund eines Kindes ein Roboter sein sollte. Preis und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt. 

Spielerischer Umgang mit Elektronik

Die Digitalisierung des Kinderzimmers schreitet immer weiter voran. Auf der weltgrößten Spielzeugmesse Toy Fair 2015 zeigten Hersteller, darunter auch zahlreiche Start-ups, die neuesten Trends fürs Kinderzimmer. Smartes Spielzeug vermittelt Kindern auf spielerische Weise die Grundlagen der Elektronik und Programmierung.

Ein sehr spannendes Angebot stammt von Light Up. Auf der Webseite können Elektrobaukästen bestellt werden, das „Edison Kit“ für rund 80 Dollar und das „Tesla Kit“ für rund 130 Dollar. Mit den jeweiligen Sets lassen sich problemlos verschiedene Geräte bauen: Dazu werden die magnetischen Komponenten zusammengesteckt und es entstehen beispielsweise Nachtlichter oder Webcams. Die kostenlose App für iPhones und Android-Handys hilft beim Bau weiterer Produkte, und die Kinder lernen so auf sichere und kindgerechte Weise, wie Elektronik funktioniert. Noch gibt es die Light Up-Produkte nur in englischer Sprache. Ob und wann sie in Deutschland angeboten werden, ist offen.

Fazit

Auch für Kinder ist einiges an smarten Geräten auf dem Markt und in der Entwicklung. Smarter Schutz vor Stromschlägen oder Überwachungsgeräte, die Weiterentwicklung des Babyphons zum Beispiel, sind sicher sinnvoll. Smartes Spielzeug dagegen wird umstritten bleiben, wenn es Dritten die Möglichkeit der Überwachung der Kinder bietet. Die neueste Generation der Elektronikbaukästen dagegen kann sicher pädagogisch wertvoll sein.

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