Teilen
Smart Home

Alles über das smarte Wohnen

Powered by MediaMarkt
Title: Entertainment
Facebook Portal und Portal+

Portal: Smart Displays von Facebook

Nach smarten Lautsprechern drängen verstärkt Smart Displays in die Wohnzimmer und Küchen der Nutzer. Mit Facebook Portal und Portal+ will jetzt auch das soziale Netzwerk mit eigener Hardware mitmischen, die auf den Sprachassistenten Alexa aufbaut.

©Facebook/ Bei seinen Smart Displays setzt Facebook vor allem auf Video-Chats; dabei haben sie auch Alexa eingebaut.

©Facebook/ Bei seinen Smart Displays setzt Facebook vor allem auf Video-Chats; dabei haben sie auch Alexa eingebaut.

Smarte Lautsprecher wie Google Home liegen voll im Trend, auf der nächsten Welle sollen Smart Displays in die Wohnzimmer und Küchen der Nutzer schwimmen. Auch das sind smarte Lautsprecher, sie haben aber zusätzlich noch einen Bildschirm verbaut, der zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet, von interaktiven Kochrezepten über Musik-Videos bis zu Video-Chats mit Familie und Freunden. Hier liefert Amazon mit dem Echo Show das Paradebeispiel ab, doch es gibt auch Geräte mit Google Assistant und brandneu den Google Home Hub. Jetzt steigt auch Facebook in den Markt der Smart Displays ein. Mit Facebook Portal und Facebook Portal+ hat das soziale Netzwerk zwei Smart Displays vorgestellt, die im November 2018 an den Start gehen sollen, zumindest in den USA.

Alexa eingebaut

Erst der eingebaute Sprachassistent macht ein Smart Display wirklich smart. Facebook hat hier nicht etwa seinen eigenen Assistenten Jarvis im Einsatz, sondern setzt auf Alexa. Im Vordergrund gibt es noch ein eigenes Sprachkommando um mit „Hey Portal“ einen Video-Chat starten zu können, den Rest erledigt Alexa. Grundsätzlich ist das für Nutzer eine gute Sache, denn das Alexa-Universum mit seinen vielen Skills bietet umfangreiche Möglichkeiten. Man kann also auch mit Portal und Portal+ Einkaufslisten füllen, Termine abfragen, Suchanfragen stellen, Smart-Home-Geräte steuern und mehr. Doch es gibt auch Einschränkungen an einigen Stellen.

©Facebook/ Facebook Portal ahmt Echo Show nach und kommt mit Alexa.

Facebook Portal: Der Echo Show Konkurrent

Facebook Portal orientiert sich in der Machart an Echo Show, die Lautsprecher mit 10 Watt sind unten platziert, darüber ist das Display eingebaut. In Portal steckt aber ein 10,1 Zoll Bildschirm mit HD-Auflösung (720p), im Echo Show gibt es nur eine 7 Zoll Diagonale. Auch Portal gibt es in weißer und schwarzer Optik, vorne ist eine 12 Megapixel Kamera mit 8fach-Zoom verbaut und zwei Mikrofone befinden sich jeweils an der Vorder- und Rückseite, damit man von allen Richtungen Sprachkommandos abfeuern kann. WLAN nach dem aktuellen Standard ist ebenso eingebaut, wie Bluetooth 4.2. Auch beim Preis bewegt man sich mit rund 200 US-Dollar im Bereich von Echo Show.

©Facebook/ Facebook Portal+ bringt ein riesiges 15.6 Zoll Display mit.

Facebook Portal+: Der Smart Display Riese

Portal+ ist ein riesiges Smart Display mit 15,6 Zoll Bildschirm, das aber auch nur Full-HD-Auflösung bietet. Man kann es im Quer- und Hochformat nutzen, denn über ein Scharnier lässt sich die Ausrichtung anpassen. Kamera und Mikrofone sind die Gleichen wie beim kleinen Bruder Portal, bei den Lautsprechern bietet Portal+ mehr Wumms, 20 Watt Hochtöner plus Bass. Auch die restliche Innenausstattung teilen sich Portal und Portal+. Mit 350 US-Dollar muss man für das größere Modell aber tief in die Tasche greifen.

Künstliche Intelligenz bei Kamera und Sound

Wenig originell trimmt Facebook seine beiden Portal-Geräte auf einfache Video-Chats. Das ist nun wirklich nichts Neues. Interessant ist aber, dass der hauseigene Messenger-Dienst dafür die Grundlage bildet. Damit klappen dann die Video-Chats mit bis zu 6 Teilnehmern nicht nur mit anderen Portal-Besitzern, sondern mit allen Nutzern von Facebook Messenger und das sind eine Menge. Auf der anderen Seite wirkt es befremdlich, dass man nicht auch noch Unterstützung für WhatsApp eingebaut hat. Bei Kamera (Smart Kamera) und Sound (Smart Sound) hilft Facebook mit Künstlicher Intelligenz nach: Bei Videotelefonaten etwa verfolgt die 140 Grad Kamera seinen Nutzer, der kann zum Beispiel in der Küche auf und ab spazieren und bleibt trotzdem im Bild. Wenn mehrere Personen im Raum sind, schaltet die Kamera auf Weitwinkel. Damit man auch beim Anbraten verstanden wird, filtert Smart Sound Hintergrundgeräusche aus und soll die Stimmt so besser zur Geltung bringen. Nette Spielerei: Man kann Video-Chats mit Augmented-Reality-Elementen aufpeppen.

©Facebook/ Einschränkungen gibt es beim Video- und Musik-Streaming.

Einschränkungen beim Streaming

Wer bei Smart Displays an Video-Streaming mit Netflix oder YouTube denkt, wird bei Facebook Portal enttäuscht. Abspielen lassen sich Videos bisher nur von Facebook Watch. Beim Musik-Streaming werden immerhin Spotify und Pandora unterstützt, aber trotz Alexa kein Amazon Music. Facebook arbeitet an einer breiteren Unterstützung für Dienste. Fotos und Videos zeigen Portal und Portal+ aus dem eigenen Facebook-Konto an, dazu springen ab und an Hinweise auf Geburtstage von wichtigen Facebook-Kontakten auf. Doch selbst der Facebook-Nachrichten-Feed taucht nicht auf und einen Browser, um selbst im Web auf Tour zu gehen, gibt es auch nicht.

©Facebook/ Facebook gibt sich Mühe, den Schutz der Privatsphäre bei seinen Smart Displays herauszustellen.Privatsphäre mit Facebook Portal und Portal+Ein Gerät, das ständig mithört, eine Kamera eingebaut hat und von Facebook stammt – einigen Menschen dürfte sich an dieser Stelle der Magen umdrehen. Kein Wunder also, dass Facebook bei der Vorstellung von Portal und Portal+ dem Schutz der Privatsphäre besonders viel Raum einräumt. Um das zu unterstreichen, bringen beide Geräte eine Plastikabdeckung mit, die man über die Kameralinse schieben kann. Wie bei anderen smarten Lautsprechern lauschen auch die Smart Displays von Facebook erstmal nur auf ihr Stichwort, erst dann landen die Kommandos auf den Facebook-Servern. Diesen Verlauf soll man wie bei Amazon und Google auch löschen können. Kamera und Mikros können außerdem komplett ausgeschaltet werden. Zwar erkennen die Geräte Personen, damit die Zoom-Funktion bei Video-Chats klappt, es gibt aber laut Facebook keine Gesichtserkennung. Außerdem soll die Erkennung lokal über das Gerät funktionieren und nicht über Facebook-Server im Hintergrund. Außerdem hebt Facebook hervor, dass die Video-Chats über Facebook Messenger verschlüsselt sind. Der Zugriff auf die Geräte selbst lässt sich per PIN-Code sperren.

Smart Speaker bei MediaMarkt kaufen: Google Home, Amazon Echo, Apple HomePod & mehr

Fazit

Mit der Vorstellung von Facebook Portal und Portal+ ist klar, einen smarten Sprachassistenten von Facebook wird es wohl nicht mehr geben, stattdessen breitet sich Alexa ein Stück weiter aus. Es verwundert nicht, wer kein Facebook-Konto hat, kann mit den Smart Displays Portal und Portal+ nichts anfangen. Video-Chats werden über Facebook Messenger abgewickelt und klappen auch mit Nutzern auf Smartphones oder Computern. Der Kamera-Zoom ist dabei eine nette Sache, das riesige Display im Portal+ mag seine Fans finden, auch wenn diese tief in die Tasche greifen müssen. Ob es wirklich ein Gerät braucht, das sich so auf Video-Chats und Facebook fokussiert, werden die Verkaufszahlen beantworten. Einschränkungen gibt es jedenfalls reichlich, etwa fehlen Netflix, YouTube und auch die Facebook-eigenen Dienste WhatsApp und Instagram sind nicht auf den Smart Displays vertreten. Unklar ist, ob und wann die Geräte nach Deutschland kommen, in den USA kann man bereits vorbestellen.

War dieser Artikel interessant für Sie?

Smart wohnen

Ich habe die Erläuterungen zum Datenschutz und zu den Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese.

Passwort vergessen

Tragen Sie eine Ihrer bestätigten E-Mail-Adressen ein. Wir schicken Ihnen dann einen Link, über den Sie ein neues Passwort einrichten können.

Zurück