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Schlauer Fernseher

Smart-TV: für alle, die mehr wollen

Intelligente Fernseher sind vernetzt, ermöglichen das Surfen im Internet und unterstützen Zuschauer in ihren Vorlieben.

© Fotolia / Andrey Popov

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Die Lieblingsserie verpasst? Videothek geschlossen? Computer kaputt? Sehnsucht nach der besten Freundin? Alles kein Problem für Smart-TV-Besitzer.

Fernsehen ist nun nicht mehr nur fernsehen, sondern multimedial sehen - und kommunizieren. Mit einem Smart-TV steht den Nutzern nämlich nicht nur das gewöhnliche Fernsehprogramm zur Verfügung, sondern sie können mit dem Gerät Serien aufnehmen, streamen, videotelefonieren, im Internet nach Informationen suchen, soziale Medien nutzen und es in ihr Smart Home integrieren.

Internet-Anschluss macht TV smarter

Damit ein Smart-TV umfänglich mit all seinen Vorzügen genutzt werden kann, empfiehlt es sich, ihn an eine Breitband-Internetverbindung zu koppeln. Was dann alles möglich ist, hätte sich zur Jahrtausendwende wohl noch keiner träumen lassen:

Der moderne Fernseher stellt den Nutzern Apps zur Verfügung. Der Zugriff auf Facebook, YouTube und Co. ist damit möglich. Andere Apps führen direkt zu Video-On-Demand-Plattformen, Audioservices oder Mediatheken wie beispielsweise „Watchever“, „QTom“ oder „tagesschau“. Dort kann man Musik, Filme und Serien streamen oder sich diese aus einer Online-Videothek direkt auf das Fernsehgerät ausleihen. In App-Stores, die meistens – ebenso wie viele Standard-Apps – bereits von Anfang an auf dem Gerät installiert sind (etwa bei LG-TVs), hat der Nutzer die Gelegenheit, seinen Fernseher nach Belieben mit weiteren Apps aufzustocken. Dabei zu beachten gilt, dass jeder Anbieter unterschiedliche Apps zulässt. Vor dem Kauf eines Smart-TVs sollte daher darauf geachtet werden, dass das Gerät die eigenen App-Favoriten unterstützt.

Smart-TV macht das Ausspielen von HD- und 3D-Programmen oder –Filmen möglich. Die 3D-Fähigkeit ist allerdings noch nicht bei allen Geräten gegeben. Viele smarten Fernseher sind aber schon ultrahochauflösend (UHD).

Smart-TVs bieten vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung und App-Nutzung.

Die Lieblingsserie ist aus und mit der besten Freundin muss unbedingt über die Fortsetzung spekuliert werden, außerdem wollte sie ja auch noch ihr neues Kleid vorführen. Ein Videoanruf wäre jetzt praktisch. Aber dafür extra noch einmal den Laptop hochfahren? Das muss nicht sein. Mit einem ans Internet angeschlossenen Smart-TV ist die Videotelefonie einfach über eine App wie etwa Skype zu bewerkstelligen. Niemand muss sich an einem gemütlichen Fernsehabend mehr von der Couch aufrappeln, sondern manövriert sich mit der Fernbedienung oder seinem Smartphone einfach ins TV-Menü, sucht sich den entsprechenden Dienst aus und lässt sich mit der Freundin oder anderen Gesprächspartnern verbinden. Über eingebaute Kameras und Mikrofone in den meisten Smart-TVs ist das nicht besonders schwierig. Bei Geräten, die über eine solche Ausstattung nicht verfügen, muss man durch eine extra zugekaufte Webcam (bestenfalls mit eingebautem Mikrofon) der Videokommunikation auf die Sprünge helfen, indem man diese mit dem Fernseher verbindet.

Vernetzung mit anderen Geräten

Seinen Fernseher mit dem Smartphone zu verbinden, um dieses als Fernbedienung zu nutzen ist nur eine Möglichkeit der Vernetzung. Smartphones, die über eine Infrarot-Funktion verfügen, können nicht nur zum Umschalten, sondern auch zum Ein- und Ausschalten des Smart-TVs genutzt werden, sofern der Benutzer die entsprechende App auf dem Handy installiert hat.

Über verschiedene Schnittstellen wie USB und HDMI lassen sich alle möglichen Geräte an den Fernseher anschließen: Spielkonsolen, Speichergeräte, Blu-Ray-Player, Googles Chormecast, Lautsprecher und anderes. Welche Anschlüsse jeweils vorhanden sind, ist von Gerät zu Gerät verschieden und sollte beim Kauf berücksichtigt werden – je nachdem, wo die Präferenzen liegen. Sehr hilfreich ist eine WLAN-Schnittstelle, über welche der Fernseher drahtlos mit dem Internet oder dem Heimnetzwerk verknüpfbar ist. So lassen sich Bilder, Videos und Musik ganz bequem aus dem Netz auf den TV-Bildschirm holen und anschauen beziehungsweise anhören. Die Multimedialität seines Geräts kann der Nutzer in vollen Zügen genießen.  

HbbTV: mehr Informationen

HbbTV steht für „Hybrid Broadcasting Broadband TV“, was so viel heißt wie „Verbindung von Rundfunk und Breitband TV“. HbbTV ist also die Verknüpfung der herkömmlichen Informationen, die über das Fernsehsignal geliefert werden, mit Informationen aus dem Internet. Bevor es Smart-TVs gab, kamen die Informationen ausschließlich über das Fernsehsignal – Videotext ist hier das Stichwort. Der Videotext gilt als Vorläufer des HbbTV.  

HbbTV macht das Fernsehen zu einem Erlebnis. Wer beispielsweise seine Lieblingskochsendung verfolgt, in der gerade ein bestimmtes Öl zum Kochen verwendet wird, kann auf den „Red Button“ seiner Fernbedienung klicken und sich damit sofort die Informationen zum Öl anzeigen lassen, die er gerne hätte. Vom „Red Button“ (roter Knopf) wird deshalb gesprochen, weil die Möglichkeit der HbbTV-Nutzung häufig mit einem roten Symbol auf dem Bildschirm oder der Fernbedienung angezeigt wird.

HbbTV wird direkt vom jeweiligen Fernseh-Sender gestaltet. Daher variiert das Angebot auch stark. Mit Hilfe der HbbTV-Technik hat der Zuschauer viele Möglichkeiten, sein eigenes Programm individuell zu zusammenzusetzen. Er kann beispielsweise die Startzeit eines Films wählen, Mediatheken, elektronische Programmführer (EPGs) oder Live-Streams zu besonderen Events nutzen.

Smart-TV im Smart Home

Auch praktisch in Sachen Vernetzung ist die Möglichkeit, Smart Home-Komponenten mit dem Smart-TV zu verbinden. Bilder von der Überwachungskamera können direkt auf dem Smart-TV angezeigt werden, vorausgesetzt, die Verbindung wurde im Vorfeld korrekt hergestellt.

Kritik am Smart-TV

Kritik an Smart-TVs gibt es von Seiten der Datenschützer. Jeder Fernseher, der mit einem Informationsanbieter in Kontakt tritt, zieht nicht nur Informationen, sondern übermittelt gleichzeitig auch welche über den Anwender. In manchen Fällen wissen die Nutzer nicht einmal, welche ihrer Daten an den Gerätehersteller oder an andere Dienste übermittelt werden. Samsung warnt sogar seine Kunden davor, dass es sein könnte, dass Drittanbieter private Gespräche mithören könnten, wenn beim Samsung Smart-TV die Sprachsteuerung aktiviert ist. Ebenso verhält es sich mit manchen integrierten Kameras, die unbemerkt die Zuschauer vor den Smart-TVs beobachten können.

Fazit

Smart-TVs erweitern den Fernsehalltag um vielerlei Möglichkeiten und lassen sich gut als weitere Komponente in ein Smart Home integrieren. Wer sich aber Sorgen um die Datensicherheit macht, sollte sein TV-Gerät bestens kennen und entsprechend kritische Funktionen nach Bedarf an- und abschalten können.

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